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Kommunikation - die richtige Wortwahl ist entscheidend

Gedanken und Sprache im Einklang


Die meisten Menschen sind davon überzeugt, dass sie sich verständlich und zureichend ausdrücken. Diese Überzeugung entspricht nicht immer den Tatsachen. Für eine gute Kommunikation gibt es keine Patentrezepte. Man soll immer misstrauisch sein, wenn einem jemand Patentrezepte verspricht. Kommunikation ist eine Kunst, die umfassende Forderungen an den Ausübenden stellt.

Worauf man bei einer Kommunikation achten sollte

Der Zuhörer soll das, was man sagt, inhaltlich zutreffend wiederholen können. Ist das nicht der Fall, dann war man entweder in seiner Darstellung unter- oder überredundant, man hat zu ungegliedert (amorph) oder zu wenig plakativ (anschaulich) gesprochen.

Man hat gut gesprochen, wenn der Hörer den Inhalt des Gespräches wiedergeben kann.

Man hat sehr gut gesprochen, wenn er dazu nicht wesentlich weniger Worte verwendet als man selbst bei der eigenen Darstellung.

Der Zuhörer soll nicht irritiert werden, wenn man in einer Art von Ideenflucht, die Gedanken nicht logisch, sondern assoziativ kettet.

Solche assoziativen Ketten kommen zustande, wenn man nicht nur sagt, was man sagen will, ehe man zu sprechen beginnt, sondern der Fähigkeit zum Sprechdenken freien Lauf lässt.

Es geht vielen so, dass sich jene Einfälle, die während des Sprechens kommen, für außerordentlich wichtig und deshalb für unbedingt sagenswert gehalten werden.

Das ist in aller Regel falsch und macht aus einer Kommunikation einen amorphen und ungegliederten Wortschwall, deren Bedeutung ein normaler Zuhörer nur begrenzt erfasst, weil das Gegenüber nicht die gleichen assoziativen Brücken begeht wie man selber.

Es soll aber auch nicht heißen, dass man sich stets im Sprechen so disziplinieren sollte. Es gibt Situationen, in denen solche Disziplinierung unangemessen und wenig angebracht ist.

Das sind vor allen kommunikative Situationen, in denen die Sprache vorwiegend verwandt wird, um Kontakte aufzubauen, oder zu vergewissern, wo es um versteckte Appelle oder auch um Selbstdarstellung oder Antisemitismus geht.

Sprache ist eine Dehnung der Welt Außerhalb einer Sprache kann man keine Begriffe bilden und somit auch nicht erkennen, was an Begriffsbildung gebunden ist. Auf der anderen Seite bedeutet jedoch jede Sprachdehnung auch eine Dehnung der Weltgrenzen.

Die Dehnung der eigenen Sprache ist also Voraussetzung für eine umfassende und die Bedingung für eine plurale Weltsicht, die es einem erlaubt - innerhalb bestimmter Grenzen - fremde Welten zu verstehen.

Eine Voraussetzung aber jeder gekonnten Kommunikation ist die Fähigkeit, sich in fremden Denkweisen ausreichen zurecht zu finden.

Das ist aber nur möglich durch die Dehnung der eigenen Begriffswelt. Die Beherrschung einer möglichst umfassenden Begriffssprache ist also keineswegs nur eine rhetorische Forderung, sondern ein zwingendes dialektisches Postulat.

Sicherlich ist die Sprach- und Weltdehnung nicht beliebig zu leisten, denn die bestehenden Sprachvorgaben lassen nur beschränkte Weitungen zu.

Reflect before you act …

Großer Aufruhr im Wald: Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste.

Alle fragen sich wer denn nun da drauf steht. Als erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen und geht zum Bären und fragt ihn:

"Sag mal Bär, steh ich auch auf deiner Liste?"

"Ja," sagt der Bär "auch dein Name steht auf der Liste."

Voll Angst dreht sich der Hirsch um und geht. Und wirklich, nach 2 Tagen wird der Hirsch tot aufgefunden.

Die Angst bei den Waldbewohner steigt immer mehr und die Gerüchteküche um die Frage, wer noch auf der Liste steht, brodelt.

Der Keiler ist der erste dem der Geduldsfaden reißt und der den Bär aufsucht um ihn zu fragen, ob er auch auf der Liste steht.

"Ja" antwortet der Bär "auch du stehst auf der Liste".

Verängstigt verabschiedet sich der Keiler vom Bären. Und auch ihn fand man nach 2 Tagen tot auf.

Nun bricht die Panik bei den Waldbewohnern aus. Nur der Hase traut sich noch den Bären aufzusuchen.

"Bär, steh ich auch auf der Liste?"

"Ja, auch du stehst auf der Liste"

"Kannst du mich da streichen?"

"Ja klar, kein Problem"

Kommunikation ist alles!

Quelle des Textes: http://lustich.de

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Schlüsselwörter: Kommunikation | senden | empfangen | verstehen | Gesprächspartner
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Kommentare

Amschel
am 01.12.2011 13:07:53 (110.49.233.xxx) Link Kommentar melden
Solche assoziativen Ketten kommen zustande, wenn man nicht nur sagt, was man sagen will, ehe man zu sprechen beginnt, sondern der Fähigkeit zum Sprechdenken freien Lauf lässt.


Das müsstest Du dann mal praktisch vorführen wie man "nicht nur sagt, was man sagen will, ehe man zu sprechen beginnt, "

Das sollte schwierig bis unmöglich sein.


Es geht vielen so, dass sich jene Einfälle, die während des Sprechens kommen, für außerordentlich wichtig und deshalb für unbedingt sagenswert gehalten werden.

Das ist in aller Regel falsch und macht aus einer Kommunikation einen amorphen und ungegliederten Wortschwall, deren Bedeutung ein normaler Zuhörer nur begrenzt erfasst, weil das Gegenüber nicht die gleichen assoziativen Brücken begeht wie man selber.


Obiges gilt aber auch für das unreflektierte Schreiben:

Es soll aber auch nicht heißen, dass man sich stets im Sprechen so disziplinieren sollte. Es gibt Situationen, in denen solche Disziplinierung unangemessen und wenig angebracht ist.


Hier oben geht es Dir um das Sprechen und man glaubt zu wissen, wo Du argumentativ hin willst.

Im folgenden fehlt dann aber sowohl der kausale als auch der logische Zusammenhang:

Das sind vor allen kommunikative Situationen, in denen die Sprache vorwiegend verwandt wird, um Kontakte aufzubauen, oder zu vergewissern, wo es um versteckte Appelle oder auch um Selbstdarstellung oder Antisemitismus geht.


Sieht fast so aus als wäre Dir hier schriftlich exakt der Fehler unterlaufen den Du oben im Zusammenhang mit sprechen, angeführt hast.

Konkret: Aus lauter Eifer irgendwie den Terminus "Antisemitismus" hier ohne Zusammenhang unter zu bringen, kam Dir Logik und Kausalität abhanden, so dass der Satz dem Leser keine exakte Information darüber vermittelt was Du ausdrücken möchtest.
Royal Flush
am 01.12.2011 20:09:45 (85.179.234.xxx) Link Kommentar melden
@ Amschel

Die Kunst der Kommunikativen Dialektik ist es, Überzeugungen auf andere zu übertragen und somit kommunikative Probleme zu lösen.

Es ist die Kunst durch einen gemeinsamen Erkennungsfortschritt einen Konsens herzustellen und Probleme zu lösen.

Um diese Kunst zu beherrschen, ist es notwendig den richtigen Gedanken (Logik), mit den richtigen Worten, auch Kommunikationstheorie genannt, in der richtigen Intention anzusprechen …

Dialektik stellt also umfassende Forderungen an den Ausübenden.

Dennoch bin ich so fair und gebe Ihnen eine Antwort.

Es ging um einen Redner und einen Zuhörer.

Mit diesem Kommentar stellte ich einen Redner vor, einen Redner, der über ein bestimmtes Thema kommunizieren möchte.

Textlich gut vorbereitet …

Und wenn dieser Redner vor dem Sprechen - also dem Vortragen des eigentlichen Textes - seinen Gedankenmüll, also der Fähigkeit zum Sprechdenken, freien Lauf lässt, spricht man von Sprechen vor dem Sprechen …

Auszug aus meinem Artikel
Die Dehnung der eigenen Sprache ist also Voraussetzung für eine umfassende und die Bedingung für eine plurale Weltsicht, die es einem erlaubt - innerhalb bestimmter Grenzen - fremde Welten zu verstehen.


Danke, für Ihren Kommentar und das Interesse an meinem Artikel ...
Zeljko Jelic
am 10.12.2011 14:17:44 (82.195.234.xxx) Link Kommentar melden
Aus lauter Eifer irgendwie den Terminus "Antisemitismus" hier ohne Zusammenhang unter zu bringen, kam Dir Logik und Kausalität abhanden, so dass der Satz dem Leser keine exakte Information darüber vermittelt was Du ausdrücken möchtest.
Jeder normale Leser konnte den Satz verstehen. Wenn er nur wollte. Manchmal gibt es natürlich "innere Gründe", warum man etwas nicht versteht. Weil man es nicht verstehen will. Das Wort "Antisemitismus" kann manchmal bei bestimmten Menschen so etwas auslösen. Möglicherweise, weil sie sich angesprochen fühlen, wer weiß?
Royal Flush
am 11.12.2011 14:48:41 (78.54.12.xxx) Link Kommentar melden
@ Zeljko Jelic
Auszug aus dem Kommentar:
Manchmal gibt es natürlich "innere Gründe", warum man etwas nicht versteht. Weil man es nicht verstehen will.


Es ist immer leichter, eine Gegenposition zu vertreten, weil man seine eigene Position für richtig empfindet.

Doch um zu überzeugen, sollte ein Diskussionspartner schon eine Reihe von menschlichen, intellektuellen, emotionalen ... Fähigkeiten besitzen.

Aber wie du schon völlig richtig erkannt hast, sind wohl bei solchen Missverständnissen sehr oft die inneren Gründe verantwortlich. Wink
Royal Flush
am 02.01.2012 12:48:53 (92.230.251.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Gelöscht von OZ24 am 03.02.2012 07:09:56.
Royal Flush
am 27.03.2012 08:52:50 (85.179.237.xxx) Link Kommentar melden
Zeljko Jelic

Doch um zu überzeugen, sollte ein Diskussionspartner schon eine Reihe von menschlichen, intellektuellen, emotionalen ... Fähigkeiten besitzen.


Nicht nur ein Diskussionspartner, lieber Zeljko.
Der Mensch an sich sollte über diese Eigenschaften verfügen. Wink

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