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Wirtschaft & Finanzen: Börse

Erpressung von Griechenland muss endlich ein Ende haben

Die Euro-Krise - Eine unendliche Geschichte

Die globalisierungskritische Organisation ATTAC verurteilt jetzt zu recht, die beim Krisengipfel in Cannes verkündete Politik der deutschen sowie auch der französischen Regierung gegenüber Griechenland.

Nach Meinung der Vertreter von ATTAC ist es eine pure Erpressung gegenüber dem griechischen Volk, das eine Volksabstimmung zum Thema Wirtschaftskrise, in Griechenland, wollte. Diese ist nun auf Drängen von der deutschen Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Sarkozy abgesagt worden.

Vor allem die deutsche Bundesregierung fordert eine äußerst groteske Kürzungspolitik, die die Rezession in Griechenland noch weiter verschärft, kritisierte Alexis Passadakist, der Mitglied im ATTAC-Rat ist. Und je mehr, auf Kosten des griechischen Volkes, gespart wird, desto mehr ist ja auch die Rückzahlung der Schulden, von Griechenland, gefährdet. Auch verschärfen sich dadurch die sozialen Probleme im Land. Die Menschen haben durch das Sparen immer weniger Geld und können immer weniger ausgeben. Klar, dass dadurch die griechische Wirtschaft immer weiter schrumpft.

Auch zementiert die Sündenpolitik von Bundeskanzlerin Merkel, gegenüber Griechenland, die europäischen Machtverhältnisse zu Ungunsten der ärmeren Länder und Gesellschaftsschichten. Dadurch wird auch kein Ausweg aus der aktuellen Schuldenkrise geschaffen.

Schuldenaudit bevorzugt

Nach Ansicht von AATAC darf ein griechisches Nein, zu den Bedingungen des Rettungspaketes nicht automatisch zu einem Ausschluss Griechenlands aus der Euro Zone führen. Stattdessen unterstützt diese Organisation die in Griechenland sehr populäre Forderung nach einem Schuldenaudit.

Denn bei einem Schuldenaudit müssen alle Gläubigeransprüche in einem öffentlichen und transparenten Verfahren daraufhin untersucht werden, ob sie auch legal, legitim und tragbar sind. Damit werden, anders als bei dem jetzt aktuell diskutierten Schuldenschnitt, die Schulden differenziert, bewertet und zugleich etwaige mafiöse und korrupte Strukturen offenlegt.

Schulden, die illegal, illegitim oder auch nicht tragbar sind, müssen und sollten auch gestrichen werden. Außerdem muss, auch auf Gläubigerseite, darauf geachtet werden, dass die Verteilung der Lasten sozial gerecht ist. Denn stärkere Schultern müssen mehr tragen als schwache.

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Schlüsselwörter: Griechenland | Euro | Eurokrise | Schulden | ATTAC
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Kommentare

Peter Maier
am 04.11.2011 21:42:11 (93.219.185.xxx) Link Kommentar melden
Ich glaube, da können wir uns noch richtig auf etwas gefasst machen.

Die Dänen waren von Anfang an schlau genug, sich nicht auf dieses Euro-Desaster einzulassen.
Zeljko Jelic
am 05.11.2011 09:34:11 (82.195.234.xxx) Link Kommentar melden
Schulden, die illegal,, illegitim oder auch nicht tragbar sind, müssen und sollten auch gestrichen werden.
Na toll, erst wirft Griechenland das fremde (geliehene!) Geld mit vollen Händen raus, und jetzt müssen die Gläubiger dem Schuldner nachweisen, dass die Schulden nicht "illegitim" sind? Neid, danke. Die Griechen sollen sobald wie möglich aus dem Euro raus, je schneller, desto billiger für uns und desto besser für sie. Portugal und Italien gleich mit.

Die Dänen, Briten, Schweizer und vor allem die Griechen lachen Deutschland doch schon lange aus für die Dummheit, mit der die "Staatslenker" das Geld ihrer Bürger verschenken.
Jemand
am 05.11.2011 11:32:56 (93.219.188.xxx) Link Kommentar melden
na, Zjelko, wer lacht denn Deutschland nicht aus - da könnten wir uns aber noch einige andere Staaten aussuchen, meine ich. Bisschen sehr vereinfacht deine Aussage.
Holzi
am 17.11.2011 15:25:47 (79.246.145.xxx) Link Kommentar melden
Und vorallem sollen doch bitte endlich die griechischen Millionäre ihre Steuern bezahlen. Dann wäre dem griechischen Staat sehr geholfen.

Außerdem sollten jetzt endlich einmal alle Zahlungen, für diesen dämlichen Rettungsschirm, von deutscher Seite, eingestellt werden.

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