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Heute vor 100 Jahren: Joseph Pulitzer stirbt in Charleston

Eine der Koryphäen des Journalismus – Nach ihm wurde der Pulitzer-Preis benannt

Joseph Pulitzer.
Joseph Pulitzer.
Am 10. April 1847 wurde im ungarischen Makó József Pulitzer geboren. Sein wohlhabendes Elternhaus ermöglichte ihm die Unterrichtung durch Privatlehrer und auf Privatschulen. Im jungen Alter von 17 Jahren bewarb er sich vergeblich bei der österreichischen Armee, der französischen Fremdenlegion und der britischen Armee. Erst bei der US-Unionsarmee konnte er 1864 unterkommen und gelangte so über Bosten in die USA.

Die erste Zeit in den USA

Bis zum Ende des Bürgerkrieges diente er im 1. New Yorker Kavallerie-Regiment. Dieses bestand überwiegend aus Deutschen, was ihm sehr zum Vorteil kam, da er außer Deutsch und Französisch nur sehr mäßig Englisch sprach. Nach seinem Ausscheiden aus der Armee schlug sich Pulitzer mit vielen Gelegenheitsjobs durch Leben. Er war Kofferträger und Kellner, lernte inzwischen auch die englische Sprache zu sprechen und zu schreiben und machte seinen Abschluss in Jura. Bereits 1867 erhielt er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

Sein Werdegang im Journalismus

Im Jahr 1868 gelangte Pulitzer nach St. Louis, wo er von Carl Schurz als Reporter der deutschsprachigen „Westlichen Post“ eingestellt wurde. Drei Jahre später, 1871, wurde er zum Herausgeber und Mitbesitzer der Zeitung, die er jedoch 1973 wieder verließ. 1978 heiratete er Kate Davis, eine Gesellschaftsdame aus Washington.

Nachdem er eine zeitlang Korrespondent der „New York Sun“ war, kaufte er 1978 den „St. Louis Evening Dispatch“ und vereinigte diese Zeitung 1881 mit der „Evening Post“, woraus dabei die „St. Louis Post-Dispatch“ wurde. Zwei Jahre später erwarb er zudem die recht angeschlagene „New York World“, die er in den folgenden 10 Jahren zu einer der einflussreichsten Zeitungen des Landes machte. Dies geschah mit sensationellen aber akribisch gut recherchierten Reportagen über Missstände und Korruption in Politik und Wirtschaft.

Journalisten-Schule und Preis

Es folgten harte Jahre Konkurrenzkampf mit anderen großen Zeitungen und persönlichen Anfeindungen, weshalb er sich ein wenig aus der Öffentlichkeit zurückzog. Zudem wurde er auch politisch aktiv tätig.

1892 stiftete er 2 Millionen US-Dollar zur Gründung einer ersten Journalistenschule, die jedoch nicht akzeptiert wurden. Deshalb verfügte Pulitzer in seinem 1904 verfassten Testament, dass dieses Geld für die Gründung einer „School of Journalism“ und für die Verleihung eines Journalisten-Preises verwandt werden sollte.

Am 29. Oktober 1911 starb Joseph Pulitzer in Charleston, South Carolina. Erst im darauf folgenden Jahr wurde die journalistische Fakultät an der Universität von Columbia gegründet. Bis zur Verleihung des ersten Journalistenpreises, der 1917 verliehen wurde, vergingen noch einmal fünf Jahre.

Heute ist der Pulitzer-Preis, benannt nach Joseph Pulitzer, unter den Journalisten genauso begehrt wie der Oscar unter den Schauspielern. Das Preisgeld beträgt 10.000 US-Dollar und für die Auszeichnungen für Romane und Sachbücher gilt er als der wichtigste US-Literaturpreis.

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Schlüsselwörter: Joseph Pulitzer | Pulitzer-Preis | Journalismus | Journalisten | Reporter
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