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Troja, Trojaner, Bundestrojaner

Bundestrojaner
Bundestrojaner
Der Chaos Computer Club hat einen Bundestrojaner einer ausführlichen Untersuchung unterzogen und dabei festgestellt, dass der untersuchte Bundestrojaner nicht nur private Daten ausspähen kann, sondern ebenfalls zum Nachladen und Ausführen beliebiger Schadsoftware geeignet ist und eine Fernsteuerungsfunktion bietet. Ein weiteres pikantes Detail, die Software ist auf Grund grober Programmierungsfehler auch für Dritte nutzbar.

Sollten diese Feststellungen der Wahrheit entsprechen, würde der Einsatz dieser Software gegen geltende Gesetze verstoßen. Laut Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes darf staatliche Schadsoftware (der sogenannte Bundestrojaner) nur zum Abhören von Internettelefonie benutzt werden.

Was ist ein Trojaner?

Der Name für die Schadsoftware Trojaner leitet sich aus der griechischen Mythologie ab. Bei der Belagerung von Troja ließen die Griechen, nach erfolglosen Versuchen Troja einzunehmen, ein großes Holzpferd zurück. Die Trojaner zogen das Pferd in die Stadt und in der Nacht krochen versteckte Soldaten aus dem Bauch des Pferdes, öffneten die Stadttore und ließen das griechische Heer in die Stadt.

Im bildhaften Vergleich funktioniert ein Trojaner im digitalen Zeitalter ähnlich. Unter dem Vorwand ein nutzbringendes Programm zu installieren installiert sich eine Schadsoftware auf dem Rechner. Im Regelfall dient das Programm zum Ausspionieren des befallenen Rechners. So ist es Kriminellen möglich an diverse Passwörter für Emailkonten oder Onlinebanking zu gelangen. Es ist auch möglich die kompletten Tastatureingaben des Computernutzers aufzuzeichnen und zu übermitteln. Eine weitere Möglichkeit eines Trojaners, wenn er entsprechend programmiert wurde, ist die Funktion der Fernsteuerung des befallenen Rechners. So kann zum Beispiel der Rechner für weitere unerkannte kriminelle Machenschaften genutzt werden.

Was ist ein Bundestrojaner?

Vom Grundsatz her funktioniert der Bundestrojaner genau wie ein normaler Trojaner nur mit einem Unterschied. Laut Bundesverfassungsgesetz darf er nur zur Überwachung der Internettelefonie eingesetzt werden. Sollten aber die Untersuchungen des Chaos Computer Clubs wirklich der Wahrheit entsprechen werden die grundgesetzlich garantierten Rechte und Freiheiten mit den Füßen getreten!

Über das Für und Wider einer solchen Überwachung kann man lange streiten. Eines ist aber klar,auch im digitalen Zeitalter muss dem Staat die Möglichkeit gegeben werden, die kriminellen Machenschaften, welche immer häufiger über Internet und Computer koordiniert werden, überwachen zu können, nur sollte das natürlich innerhalb der gesetzlichen Grundlagen erfolgen!

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Schlüsselwörter: Trojaner | Bundestrojaner | Troja | Schadsoftware
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Kommentare

317
am 13.10.2011 10:31:00 (80.237.225.xxx) Link Kommentar melden
Wirklich schlimm, wenn die Exekutive machen kann, was sie will, die Legislative schlechte Gesetze macht und die Jurisdiktion hinterher alles wieder aufräumen muss!

So ist es Kriminellen möglich an diverse Passwörter für Emailkonten oder Onlinebanking zu gelangen
Diese sollte man aus gutem Grund sowieso nicht auf dem PC speichern.
Zeljko Jelic
am 13.10.2011 11:22:18 (82.195.234.xxx) Link Kommentar melden
Diese sollte man aus gutem Grund sowieso nicht auf dem PC speichern.
Richtig, aber 95% machen es, weil es so bequem ist. Wichtiger noch wäre zu überprüfen, dass man keine Kreditkarten- und Bank-Nummern mit PIN auf dem PC hat!
Tepes
am 14.10.2011 08:21:38 (178.162.135.xxx) Link Kommentar melden
Richtig, aber 95% machen es, weil es so bequem ist. Wichtiger noch wäre zu überprüfen, dass man keine Kreditkarten- und Bank-Nummern mit PIN auf dem PC hat!


Auf gar keinem Fall, dass wäre so als wenn man diese Passwörter, PIN´s etc. auf einen Zettel schreibt und diesen für Jedermann sichtbar irgendwo anklebt (Pinnwand etc.)
Peter Maier
am 16.10.2011 10:05:14 (93.219.166.xxx) Link Kommentar melden
na ja - der Artikel ist gut geschrieben - aber wissen sollte jeder, zumindest jeder, der sich frei im IN bewegt, dass solche Dinge absolut klar sein MÜSSEN - ich stecke ja meine Visa-card auch nicht in jeden Schlitz!
Hartmut Holz
am 17.10.2011 17:03:10 (79.246.145.xxx) Link Kommentar melden
VEB Horch, Guck und Greif - Die Firma - Uns Stasi war und ist immer noch überall dabei.

Da hat sich nichts geändert und es wird sich auch nichts ändern. Mich kratzt das nicht mehr.
Tanzmaus
am 20.10.2011 20:15:46 (87.178.108.xxx) Link Kommentar melden
Wer sich ins IN begibt, muss sich im klaren darüber sein, dass es "Unsicherheiten" gibt. Also gilt es für jeden, sich dort auch so gut wie möglich zu schützen.

Ich persönlich habe es mir sogar angewöhnt, bei den SB-Automaten der Bank mitten in der Stadt erst einmal die Apparatur aufmerksam in Augenschein zu nehmen, ob sich da nicht irgendwo eine Mini-Kamera befinden könnte. Außerdem rüttele ich dann noch ein wenig an der Tastatur Grin , ob es sich dabei viell. um einen "Aufbau" handelt. Manchmal schmunzele ich über mich selbst, aber ... es gilt: safety first.
Tepes
am 21.10.2011 06:55:57 (46.4.231.xxx) Link Kommentar melden
Das mache ich auch. Gibt da ja schon die tollsten Versuche von Kriminellen an die Daten der Karte zu kommen.
Hartmut Holz
am 21.10.2011 16:36:55 (79.246.147.xxx) Link Kommentar melden
Da habt ihr völlig recht. Und nicht nur am Geldautomaten die Vorsicht walten lassen, sondern auch im Internet.

Und besonders vorsichtig bei unerwünschten Werbeanrufen sein.

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