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Lokales: Veranstaltungen100 Jahre Düsseldorfer Künstlerinnen e.V.

Anneliese Everts - 50er Jahre
Gezeigt werden Arbeiten von Inge Andler-Laurenz, die 1966 in der Kunsthalle Düsseldorf als Gast mit den Künstlerinnen ausstellte. Anrührend ihre Bronzeplastik von 1959 „Die Schwangere“. Ihre Arbeiten werden gezeigt, um darauf hinzuweisen, dass der Verein sich weit über 50 Jahre seines Bestehens Verdienste dadurch erworben hat, dass er stets Künstlerinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum als Gäste einlud. „Die Arbeiten der Künstlerinnen“, sagt Woköck, „sind von den Eigentümern freundlicherweise zum Jubiläum als Leihgaben zur Verfügung gestellt.“ Einige sind jedoch auch erwerbbar, wie dem Schreiber bekannt wurde.
Besonderes Augenmerk wurde bei der Auswahl auch darauf gerichtet, dass in Hilden Künstlerinnen vertreten sind, die der Stadt benachbart lebten, wie Anneliese Everts, die bekannte Solinger Malerin, die bereits mehrmals durch Gedächtnisausstellungen im Klingenmuseum geehrt und in die Erinnerung gerufen wurde. Sie war in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts Mitglied, sowie Annemarie Krings-Horbel, die Erkratherin, die erst in 2006 verstarb. Gezeigt werden auch Arbeiten von: Therese Mogger, die eine der frühesten Vorsitzenden war. Die Architektin kam 1910 nach Düsseldorf und plante und realisierte viele private und öffentliche Bauten in um Düsseldorf. Else Schmidt van der Velde, die 23 Jahre lang den Vorsitz führte und bereits 1928 im Kunstpalast zusammen mit den besten Künstlern des deutschsprachigen Raumes ausstellte. Marianne Mangold-Nienhaus, die Malerin und Erika Angelika Sturm-Bettin, die Bildhauerin, beides langjährige Mitglieder, die erst die letzten Jahre verstarben.
Auch bei den 13 aktuellen Künstlerinnen bestehen enge Beziehungen zu Hilden. Bereits zum 95.Jubiläum zeigte der Verein Arbeiten im Kunstraum der Stadt und von Inge Welsch und Felicitas Lensing-Hebben sind Skulpturen im Stadtraum aufgestellt.
Entsprechend der Offenheit des Ausstellungstitels ist die Bandbreite der gezeigten Arbeiten und Techniken, wie Materialien, die Erde, Glas, Eisen, Papier, Leinwand, Video, Foto Stoff umfassen. Positiv aufallend ist besonders, dass die oberflächliche Heiterkeit, die sich über figürliche Darstellungen, besonders im skulpturalen Bereich, erzielen lässt, nur äußerst zurückhaltend von der Gruppe eingesetzt wird.
Die Künstlerinnen scheinen mit dem von ihnen Gezeigten besonders auch den Ausstellungsort, den Kolkbruch und das Institut, mit einbezogen zu haben: Materialien, wie Erde als Verbundenheit zur Parklandschaft, Glas als Aufgriff der offenen Architektur des Hauses und Eisen als Ausdruck des Ehernen des staatlichen Weiterbildungsauftrages. An das enge Budget eines öffentlichen Instituts und das Erfordernis eines gründlich überlegten Materialeinsatzes, scheint die 1.Vorsitzende, Rose Köster, bei ihren Bildern im Blick zu haben. Ihr experimenteller und sparsamer Umgang mit Malgrund und Farbe greift aber auch das Grundlegende der Arbeiten von Therese Mogger auf, die sich der Bauhausarchitektur verpflichtete.
Hervorzuheben sind auch die goßformatigen Fahnen von Gepa Klingmüller, die sie unter das diesjährige Vereinsthema stellt und mit „Semper Verde“ betitelt. Sie bearbeitet das wohl immergrüne Thema des Prägenden von westlicher Zivilisation und die Auswirkungen auf andere Lebensformen. Die weiteren Künstlerinnen sind Marlies Blauth, Jolanda Encabo, Lilo Kuth-Streetz, Brigitte van Laar, Ulrike Mayer-Trede, Gudrun Schuster, Claudia Tiemann, Sabine Tusche und Sibylle Gröne.
Hinzuweisen ist noch auf die Publikation des Vereins zum Jubiläumsjahr in Magazinform, das gegen eine geringe Schutzgebühr erhältlich ist und einen guten Einblick in das Vereinsgeschehen früher und heute bietet.
Das Jubiläumsjahr ist damit nicht beendet. Nächste Stationen sind das Stadtmuseum Düsseldorf, Kunst im Hafen in Düsseldorf Reisholz und am Ende des Jahres im Frauenmuseum Bonn.
- Anneliese Everts - 50er Jahre: Woköck
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