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Sonstiges: Tierschutz

Tierschutz auf Thailändisch

Hunde zum Sterben gerettet

Freund oder Delikatesse?
Freund oder Delikatesse?
Ein Tierdrama ganz besonderer Art spielte sich in den letzten Wochen in Thailand ab. Es begann in der zweiten Augustwoche, als die thailändische Polizei in der Provinz Nakhon Phanon einen mit Hunden beladenen LKW auf dem Weg in den Bezirk Ban Phaeng stoppte. Die Tiere sollten über den Mekong River nach Vietnam verschifft werden, wo sie als Delikatesse zum Verzehr in den dortigen Restaurants bestimmt waren.

Die Tiere waren in grauenvollem Zustand

Eng zusammengepfercht und in kleinen Käfigen eingesperrt. So fand die Polizei den Tiertransport vor. Dutzende der Hunde waren bereits vor Hunger und Durst verendet oder in der Enge qualvoll erstickt. Viele standen vor Erschöpfung bereits kurz vor dem Tod.

Während Spiegel online von rund 1.800 Hunden sprach, schreiben thailändische Medien von mehr als 2.000 Hunden. Die genaue Zahl ist nicht bekannt. Der Gouverneur der Provinz berichtete der Presse, dass man insgesamt fünf solcher Hundetransporte gestoppt hätte. Zudem soll einer der Hundehändler kurz vor seiner Festnahme noch rund 600 Hunde in einem nahe gelegenen Waldstück freigelassen haben.

Zwischen 500 und 1.000 THB (umgerechnet bis zu 23 Euro) sollen in Vietnam pro Hund bezahlt werden. Für thailändische Verhältnisse ein lukratives Geschäft für die Tierschmuggler.

In Thailand ist Hundefleisch verpönt

Nach der Beschlagnahme wurden die Tiere von der Polizei zur Quarantäne in ein Tierheim der Provinz gebracht. Die überlebenden Hunde befinden sich immer noch dort, da sie von der Polizei beschlagnahmt wurden und derzeit noch als Beweismittel gelten. Anders hingegen die drei festgenommenen Tierhändler, die sich auf Kaution wieder ihrer Freiheit erfreuen dürfen.

Das Tierheim ist jedoch mit der Masse von Tieren vollkommen überfordert gewesen, da man hier sowohl vom Platz als auch vom Budget her auf maximal 500 Hunde vorbereitet und ausgestattet ist. So rief dann der Gouverneur die Bevölkerung zu Spenden auf, um die Tiere versorgen zu können.

Da in Thailand das Essen von Hunden, anders als in Vietnam, verpönt ist, spendete die Bevölkerung eifrig für Hundefutter. Mehr als 10 Millionen THB kamen dabei zusammen. Das reichte vollkommen aus um die Hunde ausreichend medizinisch und mit Futter zu versorgen.

Weniger als die Hälfte überlebte bis Anfang September

Am 2. September berichteten die Medien unter Bezug auf eine Tierärztin vor Ort, dass bis dato lediglich 863 Hunde überlebt hätten. Angesichts der Anzahl der Hunde in Bezug auf das vorhandene Personal war eine ausreichende Versorgung und medizinische Betreuung kaum möglich. Die Tiere verendeten reihenweise an Vernachlässigung und Unterernährung, da sie das Trockenfutter, das vom Tierheim gekauft worden war, kaum anrührten.

Das Drama nimmt kein Ende

Am vergangenen Donnerstag berichteten thailändische Medien erneut über einen von der Polizei gestoppten illegalen Hundetransport nach Vietnam. Diesmal waren es 120 Tiere, die auf zwei Pick-Ups in Düngemittelsäcken versteckt gefunden wurden. Als die Polizei die Fahrzeuge stoppte, waren bereits 31 der Tiere in den Säcken qualvoll verendet. Die beiden Fahrer sagten den Polizisten dass sie für eine Hundeschmugglerbande arbeiten würden und mit den Tieren auf dem Weg nach Vietnam seien.

Bildnachweis:
  • Freund oder Delikatesse?: Rita Thielen, Pixelio.de. (Kommerzielle und refaktionelle Nutzung mit eingeschränktem Bearbeitungsrecht gemäß den Pixelio-Bestimmungen.)

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Schlüsselwörter: Hundetransporte | Tiertransporte | Thailand | Delikatesse | Vietnam
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Kommentare

Alex Mais
am 17.09.2011 18:57:29 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Am vergangenen Mittwoch teilte die Tierschutzorganisation Freeland Foundation mit, dass vom thailändischen Zoll an einem Kontrollposten in Pranburi ein LKW mit einem illegalen Tiertransport abgefangen wurde. Auf dem LKW befanden sich mehr als 2.700 Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. Darunter fast 2.000 Waraneidechsen, mehr als 700 Schildkröten, 20 Schlangen und 44 Tibetkatzen. Wie die thailändische Fischereibehörde mitteilte, sollen die Schildkröten wieder im Meer und die anderen Tiere zum größten Teil in den Nationalparks in die Freiheit entlassen werden.

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