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Die Erzählerperspektive

Man unterscheidet drei verschiedene Erzählerperspektiven, den Ich Erzähler, den Auktoritalen Erzähler und den personalen Erzähler.

Der allwissen de (auktoriale Erzähler)

Wird heute nur noch selten verwendet, er tritt als Ich oder Wir in der Geschichte auf. Er kann kommentieren oder Andeutungen machen. Er wirkt ein wenig altbackend. Der Nachteil der Erzählerperspektive liegt darin, dass von vornherein eine gewisse Distanz zum Leser besteht. Der Autor wie auch der Leser sind nicht mittendrin im Geschehen und betrachten die Situation von außen. Der allwissende Erzähler kennt alle Figuren und kann in sie hineinsehen. Er weiß vom Geschehen mehr als seine Protagonisten.

Beispiel:

Als Maja an jenem Freitagnachmittag aufbrach, um aufs Land zu fahren, ahnte sie noch nicht, was ihr bevorstand. Vor allem wenn wir jung sind, machen wir oft den Fehler, uns auf Dinge einzulassen, denen wir nicht gewachsen sind.

Der Ich Erzähler

Wenn der Erzähler in der Ich Form schreibt, spielt der Erzähler einer in der Handlung beteiligte Person.

Beispiel:

Als ich an jenem Freitagnachmittag endlich die Bürotür hinter mir abschließen konnte, freute ich mich auf die drei freien Tage. Ich stieg in mein Auto, kurbelte die Scheiben herunter und drehte das Radio auf.

Der personale Erzähler

Eine weitere Möglichkeit wäre, in der dritten Person (er, sie, es) zu erzählen, also eine Figur in den Mittelpunkt zu stellen und über ihn bzw. über sie zu schreiben. Dann spricht man von dem personalen Erzähler. Es wird zwar aus der Sicht einer Figur erzählt, aber nicht von innen, sondern so als wenn der Ezähler ganz dicht hinter der Figur stehen würde. Die Hauptfigur kann von außen beschrieben werden, aber es gibt auch Raum für ihre Gedanken.

Beispiel:

Als Maja an jenem Freitagnachmittag endlich die Bürotür hinter sich abschließen konnte, freute sie sich wie lange nicht mehr. Vor ihr lagen drei Tage Nichtstun. Sie setzte sich in ihren Wagen, kurbelte die Scheiben herunter und drehte das Radio auf.

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
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Schlüsselwörter: Erzähler | Perspektive | Ich Erzähler | objektiver Erzähler
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Kommentare

Peter Maier
am 08.09.2011 22:06:59 (93.219.150.xxx) Link Kommentar melden
........... Fortsetzung folgt in Number Eleven
Hartmut Holz
am 09.09.2011 15:58:43 (79.246.129.xxx) Link Kommentar melden
Als Radiomoderator schreibe ich ebenfalls kleine Geschichten, die ich dann, während der Sendung, also zwischen den Musikblöcken, vortrage.

Da kann man dann über unterschiedliche Lebensauffassungen schreiben.

Da ist zum Besipiel Charlotte, die Tochter von Christiane und Hans Jensen. Schon sehr lange ist sie mit ihrem Thomas, den sie Tom nennt, zusammen. Und am ersten Wochende, nach den Sommerferien, waren beide zusammen mit ihren kleinen Schwestern Lena Sophie und Anna an der Ostsee. Nach dem Baden sind sie dann noch spazieren gegangen und so trafen sie dann auf ihre ehemaligen Mitschülerin Mandy und ihren Freund Dennis.

Und Mandy fing ja gleich zum erzählen an, dass sie beruflich viel unterwegs ist. Sie ist beruflich in London und Dennis dann in Paris. Oder sie in New York und er in Berlin. Also zum Zusammenleben bleibt da keine Zeit.

Wann wollt ihr denn endlich einmal heiraten und eine Familie gründen? fragten Charlotte und Tom fast gleichzeitig. Also, eine Familie gründen oder heiraten, dieses kommt für uns nicht in frage. Und Kinder möchten wir auch nicht, denn diese behindern noch nur unsere Karriere.

Ich weiß gar nicht, wie ihr das, mit zwei Kindern, aushaltet. Mensch Charlotte denke doch einmal an dein berufliches Fortkommen. Denn dieses hast Du Dir doch jetzt schon verbaut, sagte Mandy zu ihrer ehemaligen Mitschülerin.

Da haben wir eine ganz andere Auffassung, sagten Charlotte und Thomas. Euer stressiges Leben möchten wir nicht leben. Wir sind glücklich, dass wir Kinder haben und über mein berufliches Fortkommen, mache dir liebe Mandy, mal keine Gedanken.

Ja, über Charlotte und Tom sowie über die ganze Familie Jensen kann man einen ganzen Roman schreiben. Aber bei mir bleibt es mir nur bei Kurzgeschichten.

Aber über die Erlebnisse während der Wendezeit zwischen 1989 und 1990 kann man einen ganzen Roman schreiben. Denn es gibt viele Erlebnisse niederzuschreiben.
Zeljko Jelic
am 28.09.2011 09:52:22 (82.195.234.xxx) Link Kommentar melden
Smile Zum Schreiben wäre ganz allgemein noch zu sagen:

"Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige."
(Voltaire)
Hartmut Holz
am 29.09.2011 17:12:09 (79.246.146.xxx) Link Kommentar melden
Genauso ist es. Denn die Geschichten sollen doch spannend sein.
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