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Sonstiges: Gesundheit"...unser täglich Brot."
… unser täglich Brot…” - Teil I Brot ist von unserem mitteleuropäischen Speisezettel nicht mehr wegzudenken. Es ist gesund, riecht und schmeckt gut. Der würzige frische Duft, der morgens um die Ecken zieht, vermittelt uns ein gewisses “Heimatgefühl”. Dieser Geruch weckt Erinnerungen an die Heimat und an Geborgensein.
Es entsteht vor dem inneren Auge das Bild von Omas alter Küche, in der man oft genug als Kind mit am großen Tisch gehockt hat, die dampfenden, frischen Brotscheiben vor sich auf dem Teller liegend, die selbstgemachte Marmelade und ein großes Glas warmer Milch griffbereit neben sich. Damals gab es für keine großen Sorgen, man war behütet und zufrieden. Solch wohlige Gefühle vermittelt schon allein der Geruch von gutem, kräftigem und ofenwarmem Brot.
Unsere Ahnen lebten in ständiger Sorge ums “tägliche Brot”. Es bedeutete Nahrung, Leben und Wohlergehen. Kein Brot zu haben, hieß Hunger, Not und Elend erleiden zu müssen. Jede Missernte stellte früher die menschliche Existenz in Frage.
Die Geschichte des Brotes
Eigentlich begann es mit Grassamen, den unsere Vorfahren bereits Ende der Steinzeit entdeckt hatten. Als Kulturform sind die Getreidepflanzen sogar seit 6000 Jahren bekannt. Gerste, Hirse und Weizen (Emmer) breitete sich zwischen 6000 und 3000 v. Chr. über Ägypten bis China und Indien aus. Die Menschen begannen, die Körner so aufzuarbeiten, dass sie für jedermann essbar waren.
Unsere Ahnfrauen zerkleinerten und zerrieben die Körner mit Reibsteinen, Mörsern und einfachen Mühlen und vermengten sie dann mit Wasser, Milch und Fett zu einem groben Schrotbrei, der die folgenden Jahrhunderte zum Grundbestandteil unserer täglichen Nahrung wurde. Der Brei wurde zunächst auf erhitzten Steinen, später dann in heißer Asche zu kleinen Fladen verarbeitet, die man rasch essen musste, da sie sonst zu hart und damit ungenießbar wurden.
Als um 1800 v. Chr. der Schrotbrei zu Sauerteig vergoren wurde, gelang es erstmals, durch die Gärung ein lockeres Gebäck herzustellen, das problemlos gegessen werden konnte. Damit war der Vorläufer des Brotes entstanden, und es begann der Siegeszug des “Brotes” in alle Länder. Bereits 400 n. Chr. soll es in Rom mehr als 250 Bäckereien gegeben haben.
Bereits 300 v. Chr. gab es kleine einfache “Rohr-Backöfen”, an denen außen an der Rundung der Brei aufgeklebt und auf diese Weise zu Fladen gebacken wurden. Um sie aufbewahren zu können, wurden sie in der Mitte mit einem Loch versehen und auf Stangen gereiht, die unter der Zimmerdecke hingen, damit keine Maus daran knabbern konnte.
Im 12. Jahrhundert wurde schon an den Königshöfen in Nord- und Mitteleuropa feines Brot zum Fleisch gereicht und war ab da von den Speisetischen des Adels nicht mehr wegzudenken. Für die Armen jedoch blieben nur der harte Fladen und der Schrotbrei, das feine weiche Gebäck war für sie unbezahlbar. Zusammenfassend ist zu sagen: je härter und gröber der Fladen, desto niedriger der gesellschaftliche Stand.
Wirtschaftlichkeit und Nährwert des Brotes
In den folgenden Jahrhunderten wurden verschiedenste Brotwaren kreiert, die allesamt im eigenen Haus gebacken wurden. Doch durch das rasche Ansteigen der Bevölkerungszahlen kam es zum Übergang von der herkömmlichen Hausbäckerei zur gewerblichen Bäckerei, um die kontinuierliche Versorgung der Bevölkerung gewährleisten zu können. Die 1. Großbäckerei Deutschlands entstand so im Jahre 1844 in Berlin.
Gesund ist die Summe der “Kleinigkeiten”, aus dem unser heutiges Brot besteht. Mehl, Salz, Wasser, Hefe und zuweilen auch Restbrot vom Vortag ergeben zusammen ein aromareiches und gesundes Gebäck, das beispielsweise bei keinem deutschen Frühstück fehlen sollte.
Im Getreide selbst finden sich Ballaststoffe und Kohlenhydrate, sowie pflanzliches Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe, die unser Körper so dringend braucht. Es gibt derzeit ca. 500 verschiedene Sorten von Brot, u.a. auch das gehaltvolle dunkle Vollkornbrot, das noch gesünder als helles Brot ist, weil es noch mehr Nährstoffe enthält.
Eine Anzahl neuerer Brotrezepte enthalten nicht nur Kräuter, die das Aroma verbessern, wie Rosmarin oder Salbei, sondern auch solche gesunden Zutaten, wie z.B. Nüsse, Mandeln, Oliven, Sonnenblumenkerne, Rosinen oder Zwiebeln und Lavendelblüten, alles je nach Geschmack.
Aufbewahrung und mögliche Weiterverarbeitung von Brot
Während die einen auf Töpfe aus Ton schwören, stellen die anderen das Brot mit der Schnittkante auf ein Brett und wickeln es in ein Küchenhandtuch. Manche Leute denken nicht lang darüber nach und stecken es einfach in eine Plastiktüte. Es gibt keine Vorgabe, wie jemand sein Brot lagern soll. Man muss es einfach ausprobieren.
Grundsätzlich gilt: Bei feuchter Luft fängt das Brot an zu schimmeln, bei zu viel Luft trocknet es aus. Das ist aber kein Beinbruch, denn z.B. aus weißem Brot kann man immer noch “Arme Ritter” zaubern. Dunkles Brot hingegen, in Scheiben geschnitten und in der Pfanne mit Knoblauchzehen in Öl angebraten ist ein Leckerbissen, den man nicht wieder vergisst.
Fortsetzung folgt im Teil II:
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