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Technik: Luft- und Raumfahrt

Nächster bemannter US-Raumflug erst im Jahr 2025?

US-Präsident Barack Obama streicht geplante Mondflüge der NASA

Mit dem Ende der Space-Shuttle-Ära (OZ24 berichtete) kommt wohl eine lange Pause auf die bemannte US-Raumfahrt zu. Doch im Jahr 2025 soll es weitergehen. Dazu entwickelt die NASA derzeit ein neues „Raumschiff“. Dabei handelt es sich um das MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle).

Barack Obama strich das geplante Mondflugprogramm

Nach Angaben der NASA basiert das Design des MPCV auf dem ursprünglich geplanten Orion-Kapsel-System für ein neues Mondlandeprogramm der NASA. Das Orion-Kapsel-System sollte nach Jahrzehnten wieder Menschen zum Mond befördern, wurde jedoch bereits im vergangenen Jahr von US-Präsident Barack Obama gestrichen.

MPCV ist für eine vorerst dreiwöchige Reise, mit vier Astronauten an Bord, ins All vorgesehen. Eine „Wohnfläche“ von 9 Kubikmetern steht der Crew dabei zur Verfügung. Der erste Start könnte bereits im Jahr 2025 erfolgen ließ die NASA verlauten. Es soll in den Problemphasen des Fluges (Start, Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, Landung) zehnmal sicherer sein als das jetzt ausgemusterte Space Shuttle. Das Aussehen des MPCV erinnert jedoch eher an eine der alten Apollokapseln als an ein modernes Raumfahrzeug.

Neuer Auftrag: Flug zu einem Asteroiden

Statt der geplanten Mondflüge, so die von Präsident Obama getätigte Zielvorgabe für die Weltraumbehörde, solle die NASA bis zum Jahr 2025 Menschen zu einem Asteroiden senden. In dessen Folge dann bis zum Jahr 2035 auch zum Mars.

Es gibt dabei zwar strenge Etatvorgaben, so dass man bereits jetzt nach Einsparungsmöglichkeiten sucht. Da beim Orion-Kapsel-System bereits große Entwicklungsfortschritte gemacht seien, so Douglas Cooke von der NASA, mache es Sinn an diesem System festzuhalten anstatt etwas Neues zu entwickeln. Zudem sei eine Modifizierung des Systems kostengünstiger. – Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht wieder einmal zu Lasten der Sicherheit geht, wenn da Kompromisse gemacht werden müssen.

Das vorläufige Ende der bemannten US-Raumfahrt bedeutet also keinesfalls große Kosteneinsparungen im bankrotten US-Haushalt. Die nächsten zig Milliarden Dollar sind bereits verplant. Und dem US-Kongress dauert alles sowieso viel zu lange. Bereits im letzten Jahr wies der Kongress die NASA an ein entsprechendes Fahrzeug einschließlich der Trägerrakete bis zum Jahr 2016 einsatzbereit zu haben. Doch dies wird kaum zu schaffen sein.

Der große Gewinner ist die Firma Lockheed Martin. Sie hatte bereits den Auftrag das Orion-Kapsel-System zu bauen und wird nun auch für das Multi-Purpose Crew Vehicle zuständig sein.

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Schlüsselwörter: NASA | Space Shuttle | Multi-Purpose Crew Vehicle | MPCV | Orion-Kapsel-System
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Kommentare

Leser
am 17.07.2011 10:08:16 (217.234.43.xxx) Link Kommentar melden
Wenn die USA anderen Nationen, wie z.B. China und den Russen, die Weltraumforschung überlassen, werden sie bestraft werden. Kein Weltstaat darf bei der Erforschung des Weltraums aus welchen Gründen auch immer hinten anstehen. In der Erforschung des Weltraums liegt die Zukunft der Menschheit.
Elly
am 20.07.2011 14:35:12 (91.57.110.xxx) Link Kommentar melden
Auch ich finde es höchst bedenklich das die USA sich so zurück ziehen möchte.
Dennoch fürchte ich das es wie so oft an der Finanzierung hängt; dennoch sparen Sie in meinen Augen an der falschen Stelle.
Peter Maier
am 22.07.2011 21:31:52 (93.219.142.xxx) Link Kommentar melden
Ich sehe das ganz anders. Es werden Milliarden in die sogenannte Erforschung des Weltalls gestopft. In etlichen Bereichen fehlt dieses Geld - beispielsweise nach wie vor in der Krebsforschung, in der Aidsforschung und an Spenden in den ärmsten Ländern dieser Welt. Warum wird so viel Kohle in die Luft gepumpt, wenn dieses Geld andererseits Millionen Menschen das Überleben retten könnte?

Es ist doch nach wie vor utopisch zu glauben, es gäbe menschliches Leben auf Mars, Mond oder Jupiter -- und wer transportiert die Menschheit, sollte die Erde untergehen, auf diese Planeten - alles Phantastereien.

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