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Politik: Welt

Australiens UFO-Akten – Verloren und vernichtet?

Wenn ein Verteidigungsministerium als Geheimsache eingestufte Akten verliert

Ein umstrittenes Thema: UFOs.
Ein umstrittenes Thema: UFOs.
Nachdem in den letzten Jahren immer mehr Regierungen ihre bislang unter Verschluss gehaltenen UFO-Akten freigaben und der Öffentlichkeit zugänglich machten (OZ24 berichtete bereits dazu), verstärkte sich der öffentliche Druck auf die übrigen Regierungen dies ebenfalls zu machen. Die australische Regierung ist offensichtlich dazu nicht bereit. Oder kann sie es tatsächlich nicht?

Ministerium verliert geheime Akten

Die große australische Tageszeitung Sydney Morning Herald veröffentlichte am gestrigen Dienstag einen äußerst interessanten und aufschlussreichen Artikel zum Thema. Die Zeitung hatte nämlich ebenfalls in dieser Sache die Regierung zur Veröffentlichung der UFO-Akten aufgefordert und sich diesbezüglich auf das Informationsfreiheitsgesetz berufen. Die nahezu unglaubliche Stellungnahme der Regierung zum Thema ist fast schon spektakulärer als die brisantesten UFO-Berichte. Demnach hat nämlich das australische Department of Defence (Verteidigungsministerium) alle(?) seine bislang als Geheimsache eingestuften UFO-Akten „verloren“ und/oder „vernichtet“.

Wow – Starker Tobak möchte man da meinen. Ein Verteidigungsministerium „verliert“ also streng geheime Akten oder vernichtet sie. Ist das zu glauben? In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche UFO-Meldungen von den australischen Verteidigungsbehörden untersucht, wobei man in den meisten Fällen großzügig dazu mit den Zeugen sprach und informierte. Allerdings wurden etliche Fälle auch als „Geheimsache“ eingestuft und streng unter Verschluss gehalten. Und um diese geht es hier.

Ein „gefundenes Fressen“ für Verschwörungstheoretiker

Warum wurden sie als Top Secret eingestuft? Sicherlich muss man hier unweigerlich vermuten, dass diese Fälle zumindest ungeklärt blieben und deshalb aus Gründen der nationalen Sicherheit nicht veröffentlicht wurden. Dies ist der übliche Vorgang und anders ließe sich dazu auch keine logische Erklärung finden. Und nun „verliert“ und/oder „vernichtet“ das Ministerium diese Akten? Da darf man zu recht fragen: Was steckt wirklich dahinter?

„Gibt es eine bessere Vorlage für Verschwörungstheoretiker?“, fragte dann gestern auch der „Sydney Morning Herald“ und traf damit den sprichwörtlichen „Nagel auf den Kopf“.

Jahrzehntelang untersuchten Offiziere des Geheimdienstes für die Royal Australian Air Force die UFO-Meldungen und verglichen die Zeugenaussagen bezüglich der Flugrichtungen und Flugeigenschaften mit den Bewegungen und Eigenschaften bekannter, konventioneller Flugkörper und glichen deren Flugbewegungen und Manöver mit denen der gemeldeten UFOs ab. Die Fälle aus den als geheim eingestuften Akten dürften dabei wohl nicht ins Schema gepasst haben.

Vergebliche Aktensuche

Ganze zwei Monate suchte man nach den UFO-Akten, bevor die für das FOI (Freedom of Information) zuständige Natalie Carpenter dann der Zeitung das Ergebnis mitteilte. Eine einzige Akte („Report on UFOs/Strange Occurrences and Phenomena in Woomera“), die sich auf die UFO-Sichtung von Woomera bezog, konnte noch gefunden werden. Zwar sei man noch auf Hinweise auf eine weitere Akte gestoßen, doch konnte diese weder gefunden, noch deren Inhalt nachvollzogen werden. Deshalb wies das Luftwaffen-Hauptquartier an, diese Akte offiziell als „verloren“ zu betrachten.

Bildnachweis:
  • Ein umstrittenes Thema: UFOs.: sokaeiko, Pixelio.de. (Kostenlose redaktionelle und kommerzielle Nutzung mit erweitertem Bearbeitungsrecht gemäß den Pixelio-Bedingungen.)

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Schlüsselwörter: UFO-Akten | Verteidigungsministerium | Australien | geheim | Verschwörung | UFO
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