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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Peer Steinbrück warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Die Gefährdung des deutschen Arbeitsmarktes

"Die Spaltung des deutschen Arbeitsmarktes hat besorgniserregend zugenommen". Dieses stellte der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, in einer aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" fest.

Der Sozialdemokrat hält insbesondere den Rückgang "Normalbeschäftigungsverhältnisse" für sehr gefährlich. Denn die Zahl der "atypisch" Beschäftigten wie Leiharbeiter, Teilzeitbeschäftigte oder auch geringfügig Beschäftigte ist von 1999 bis zum Jahr 2009 um 1,8 Millionen auf 7,6 Millionen Personen gewachsen. Damit ist jeder vierte Arbeitnehmer demnach "atypisch" beschäftigt und einer höchst unsicheren Perspektive, für seinen Broterwerb oder die Versorgung seiner Familie, ausgesetzt. Auch ergebe sich, aus der Prekarisierung von Millionen von Bürgern, sozialer Sprengstoff.

Problematisch sind, nach Einschätzung des SPD-Politikers, auch die Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverhältnisse. Geringqualifizierte erhalten, nach Angaben Steinbrücks, heute nur noch einen Lohn, der gemessen an der Kaufkraft, dem Niveau des Jahres 1985 entspricht.

"Selbst Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Normalarbeitsverhältnis haben, in den vergangenen zehn Jahren, kaum oder gar keine Reallohnzuwächse verzeichnet, was sich logischerweise negativ auf ihre Kaufkraft und damit ebenfalls auch auf die Binnennachfrage, in Deutschland, ausgewirkt hat", führt Steinbrück weiter aus.

"Worum es hier geht, sind Verteilungseffekte und Risse in der Gesellschaft, weil vom Wohlstandskuchen auf den Tellern weiter Teile der Bevölkerung allenfalls nur Krümel ankommen."

Quelle: Die Zeit.

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Schlüsselwörter: Binnennachfrage | Kaufkraft | Reallohnzuwächse
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