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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Gibt es sie noch – die deutsche Wertarbeit „Made in Germany“?

Immer häufiger verunsichern Rückrufaktionen die Endverbraucher

Von einer Rückrufaktion betroffen sein kann theoretisch jedes Produkt. Da es oftmals wegen gravierender Sicherheitsmängel geschieht, sollte man jede Rückrufaktion ernst nehmen. Besonders schlimm werden kann es bei Kinderspielzeug oder Lebensmitteln. Angesichts der stets steigenden Anzahl solcher Rückrufaktionen muss man sich fragen: Gibt es überhaupt noch deutsche Wertarbeit, die einstmals auch im Ausland so gefragt war?

Die letzte bekannt gewordene Lebensmittelrückrufaktion datiert vom 20.03.2008 und betrifft den italienischen Frischkäse Ricotta Salata mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 10.07.2008 aus der Chargennummer 023801000. In ihm ist eine gesundheitsschädlich hohe Konzentration an Listeria monocytogenes nachgewiesen worden. Diese Bakterien vermehren sich auch im Kühlschrank weiter und lösen Darminfektionen aus. Dazu gehören neben Durchfall auch grippeähnliche Symptome.

Einen Monat zuvor (23.02.2008) rief Aldi-Süd die Frikadelle Tex Mex (500 g Packung mit MHD 20.03.2008) zurück, weil in einigen Proben Glasstücke gefunden wurden. Nur drei Tage später rief die Firma Thalheimer Bauernwurst Deuerlein GmbH ihre Bauernwurst Saure Lunge nach Hausfrauenart tafelfertig mit Herz in 400 g Dosen (MHD 11.10.2009) zurück, weil dort 1 – 2 mm große Hartplastiksplitter hineingelangt sind. Diese waren über die Handelskette Norma in Nord-Bayern, Hessen und Baden-Württemberg vertrieben worden.

Bereits am 1. Februar war von den Ketten Kaufland, KaufMarkt und Handelshof die K-Classic Konfitüre Erdbeer-Orange (450 g mit MHD 29.03.2009) zurückgerufen worden – ebenfalls wegen möglicher Fremdkörper im Produkt. Es könnten Metallteile enthalten sein, die auch Verletzungen verursachen könnten. Wegen Salmonellen wurde am 24. Januar der Leipziger Käsesalat (im 200 g Becher mit den MHDs vom 30.01. bis 12.02.2008) der Käserei Lehmann zurück gerufen.

Die Water Fun Seepferdchen (Artikel Nr. 65545 auf Blisterkarte und Nr. 65548 im Beutel) der Firma Simm Marketing GmbH wurden zurückgerufen weil sie einen zu hohen Blei- und Chromgehalt enthielten. Die Käufer wurden aufgefordert dieses Spielzeug sofort aus der Reichweite der Kinder zu entfernen und jede weitere Verwendung zu unterbinden.

Anfang März rief IKEA Gulliver Kinderhochstühle zurück, die im Januar und Februar gekauft worden waren. Die betroffenen Hochstühle enthielten die Datumsstempel 0801, 0802, 0803, 0804, 0805, 0806, 0807 oder 0808 und stammten vom Hersteller mit der Lieferantennummer 13755. Die Stühle werden bei IKEA umgetauscht. Eine Begründung liegt nicht vor.

Dies nur als kleine Auswahl einer ganzen Reihe von Rückrufaktionen bereits in diesem Jahr. Die Betreiber der Website www.maexchen1.de verzeichnen alleine in diesem Jahr auf ihrer Unterseite http://www.maexch...064.0.html 45 Rückrufaktionen für das erste Quartal 2008. Das ist statistisch gesehen jeden zweiten Tag eine Rückrufaktion. Enthalten sind darin auch die Deutschland betreffenden Rückrufaktionen des Rapid Exchange of Information Systems (RAPEX), einer Verbraucherwarnung der EU. Da in diesen auch mehrere Positionen enthalten sein können, liegt die Rückrufrate tatsächlich sogar höher. Bei maexchen1.de können Sie auch einen kostenlosen Verbraucher-Newsletter anfordern. Damit sind Sie immer über wichtige Rückrufaktionen informiert.

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Schlüsselwörter: Konsumgüter | Lebensmittel | Rückruf | Rückrufaktionen | Verbraucherwarnung
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Kommentare

David
am 16.11.2009 12:41:34 (217.82.126.xxx) Link Kommentar melden
Ja! Es gibt noch Produkte Made in Germany. Wie bieten seit kurzem unter www.d-toy.de Spielzeug an, welches ausschließliche hier produziert wird. Und wirklich produziert, nicht nur entworfen! Smile

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