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Ebay schlägt wieder zu: Drastische Erhöhung der Verkaufsprovision

Und wieder sind es die privaten Verkäufer, die zur Kasse gebeten werden

Abzockermail.
Abzockermail.
Schock für alle privaten Ebayer am frühen Morgen. Pünktlich zum Wochenende fanden sie eine Mitteilung von Ebay im Maileingang: „Gebührenänderung für private Verkäufer am 13. Juni 2011“. Was von Ebay positiv und als Vereinfachung dargestellt wurde, vermieste den Ebayern das Wochenende. Sie gingen auf die Barrikaden, was sich vor allem auch in den Ebay-Ratgebern zeigte.

Provisionsabzocke bei Ebay

Bisher waren die Verkaufsprovisionen bei Ebay gestaffelt. So wurde bei einem erzielten Verkaufspreis von bis zu 50,00 Euro eine Provision von 8 % fällig. Das waren für 50,00 Euro dann 4,00 Euro. Ab dem 13. Juni 2011 sind es 9 %, was bei 50,00 Euro schon 4,50 Euro Verkaufsprovision an Ebay ergeben.

Je höher der erzielte Preis, je höher die Mehrabgabe an Ebay. Bei 500,00 Euro waren bisher 39,00 Euro Provision fällig. Demnächst sind es satte 45,00 Euro. Schwacher Trost: 45,00 Euro ist jetzt auch die Obergrenze. Billiger wird es allerdings erst ab einem erzielten Verkaufspreis von knapp unter 1.000,00 Euro.

In Anbetracht der Tatsache, dass die privaten Auktionen bei Ebay zu mehr als 80 % nur Erlöse von (meist deutlich) unter 500,00 Euro erzielen, ist die Verärgerung der Mitglieder durchaus verständlich.

Ist Ebay wirklich weiterhin wettbewerbsfähig?

Fast klingt es wie ein Hohn, wenn Ebay in seiner Mitteilung schreibt: „Mit der neuen übersichtlicheren Gebührenstruktur bleiben die Gesamtkosten fürs Verkaufen auf Ebay weiterhin wettbewerbsfähig.“ Glaubt das eigentlich noch jemand ernsthaft, nachdem Ebay in den letzten Jahren immer wieder gerade den privaten Verkäufern das Leben schwer gemacht hat. Und dies nicht nur mit permanent steigenden Gebühren.

So wurden auch schon mehrfach Meinungen von Mitgliedern auf der Ebay-Plattform laut, die offen mitteilten zur Konkurrenz-Plattform zu wechseln – nach Hood.de. Dort ist nämlich weder eine Einstellgebühr noch eine Verkaufsprovision fällig. Lediglich die Sonderoptionen kosten Gebühren. Doch diese sind ganz deutlich geringer als beim Marktführer Ebay. Und so sieht man inzwischen zahlreiche Ebayer auf Hood.de wieder. Und das nicht nur bei den Privaten.

Die neue Ebay-Abzocke (Zitat aus zahlreichen Ebay-Ratgebern vom heutigen Tage) dürfte somit auch der Konkurrenz nicht nur Auftrieb, sondern auch neue Kunden bringen. So hat Ebay das Grab, das es sich selber schaufelt, wieder ein paar Zentimeter tiefer ausgehoben…

Bildnachweis:
  • Abzockermail.: Teilscan einer ausgedruckten Mail an Alex Mais.

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
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Schlüsselwörter: Ebay | Verkaufsprovision | Provisionsabzocke | Hood | Ratgeber
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Kommentare

Peter Maier
am 14.05.2011 22:39:19 (93.219.152.xxx) Link Kommentar melden
Ja, die eBay-Gebühren. Es ist mal wieder teurer, aber eBay kann es sich noch erlauben und schaufelt sich somit (noch) nicht sein eigens Grab.
Hartmut Holz
am 16.05.2011 16:23:22 (79.246.141.xxx) Link Kommentar melden
Bei eBay würde ich sowieso nichts kaufen. Denn es ist ja nicht sicher, ob die Ware überhaupt ankommt.

Und außerdem wird dort bestimmt auch mit gestohlenen Gütern gehandelt.
Alex Mais
am 16.05.2011 18:23:27 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Würd ich so nicht sehen. Da kann man durchaus mal gte Schnäppchen machen. Das mit der Ware nicht ankommen kann auch überall passieren. Ist mir bei Ebay bisher nur einmal passiert. Zum Glück bei einem guten und zuverlässigen Verkäufer, von dem auch bisher immer alles sauer ankam. Das ließ sich damals über die Sendungsverfolgen klären. Die Sendung hatte das entsprechende Briefzentrum zwar erreicht - aber nie verlassen. Bekam sofort neue Ersatzlieferung und der Verkäufer die verlorene Sendung von der Post erstattet.

Auch der Verdacht, dass dort mit gestohlenen Waren gehandelt wird (der leider auch immer mal wieder zutrifft) muss generell überall gelten. Das sind Probleme, die nicht nur Ebay betreffen. Aber Ebay ist natürlich ein ideales Pflaster für Betrüger - allerdings genauso, wie jedes andere Portal auch, bei dem jeder verkaufen kann...
Hartmut Holz
am 17.05.2011 16:16:26 (79.246.133.xxx) Link Kommentar melden
Da kannst Du recht haben. Aber trotzdem kaufe ich bei E-Bay nicht ein. Da gibt es bessere Portale.
SuuuperNanny
am 18.05.2011 17:35:31 (84.59.61.xxx) Link Kommentar melden
ebay ist ja auch für Diebe und Hehler ein guter Marktplatz. Seit langem mache ich dort nichts mehr, die Idee war gut, aber die Entwicklung schlecht.
Hartmut Holz
am 19.05.2011 15:13:13 (79.246.137.xxx) Link Kommentar melden
Genau dieses meinte ich auch mit meinem Kommentar. Es ist immer Vorsicht geboten. Und dieses auch bei Vorkasse, die nie geleistet werden sollte.

Denn die Ware vorher bezahlen und dann geliefert bekommen, dieses ist völlig unüblich.
Alex Mais
am 19.05.2011 18:49:39 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
...bei Vorkasse, die nie geleistet werden sollte. --- Denn die Ware vorher bezahlen und dann geliefert bekommen, dieses ist völlig unüblich.


Ein "zweischneidiges Schwert"! Was ist denn mit den ganzen Betrügern unter den Käufern? Käufer, die die Ware nie bezahlen?, Käufer, die bestellen und dann nie wieder reagieren oder gar sich nur für wenige Tage angemeldet haben und wahllos dutzende von Artikeln bei allen möglichen Verküfern bestellen und sich dann wieder abmelden?

Im Übrigen ist Vorkasse auf solchen Handelsplattformen nicht unüblich sondern üblich und gängige Praxis. Sogar renommierte Firmen (die nichts mit Ebay und Co. am Hut haben) verlangen häufig Vorkasse - zumindest bei Erstkunden. Da die Zahlungsmoral in Deutschland immer schlechter wird (kann dies nur aus eigener selbständiger Tätigkeit bestätigen), dürfte es zuende gehen mit dem Slogan "Erst die Ware dann das Geld"...
Peter Maier
am 19.05.2011 21:59:42 (93.219.160.xxx) Link Kommentar melden
Alex Mais, ich achte ja deine Meinung sehr, aber ich empfinde das wirklich für "über einen Kamm scheren" - das dumme Bewertungssystems eBays hat doch letztendlich dafür gesorgt, dass die "zweischneidigen Käufer" dazu regelrecht verleitet wurden - meiner Meinung nach wollen sie den "Topsellern" eine reinwürgen - und das muss der Verein EBay verkraften. Die privaten Verkäufer werden seit mehreren Jahren "rausgemobbt" - wer das vorher nicht erkannt hat, hat Scheuklappen oder ist ganz und gar blind. Du hast doch etliche Beiträge dort geschrieben - schon vergessen? Das waren gute Ratgeber, du hast dich nur falsch lenken lassen - ist meine Meinung - darfst diesen Satz gern monieren oder auch streichen lassen.
Die Vorkasse in Form von Paypal, die man als KÄUFER nutzen kann, ist hervorragend, weil unkompliziert, ohne Kritzelei in irgendwelche Überweisungsformulare, und deine Bank übt die Überweisung generell aus. Gut so.
Alex Mais
am 20.05.2011 14:03:23 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Peter Maier,
wir liegen doch hier eigentlich auf der gleichen Welle. Müssten auch die älteren Beiträge von mir zu Ebay hier auf der OZ24 zeigen. Vielleicht mal von PayPal abgesehen, wo ich sehr skeptisch bin aber mir noch keine endgültige Meinung zu gebildet habe. Meine frühere - eher ablehnende - Einstellung, die auf zahlreichen negativen Aussagen zu PayPal resultierte ist der derzeitigen Überlegung gewichen daran teilzunehmen, zumal auch andere Plattformen dies benutzen. Eine endgültige Entscheidung dazu steht noch aus. Was mich etwas daran stört sind die Kosten, die man als Verkäufer dann zusätzlich hat. Deinem letzten Absatz entnehme ich mal, dass Du mit PayPal arbeitest und damit zufrieden bist(?).

Ich habe selbst mehrere Internet-Auktionshäuser ausprobiert. Einige bestehen schon länger, andere waren (zwei) Neulinge, die es leider nicht geschafft haben sich zu behaupten und heute nicht mehr existieren. Von den existierenden war ich beispielsweise längere Zeit auch auf AUVITO, wo ich aber die wenigsten Aufrufe hatte und in einem Jahr keinen einzigen Verkauf abschloss. Derzeit probiere ich auch mal BOOKLOOKER aus. Mit bisher ebenso wenig Erfolg. Bin bei HOOD schon lange vertreten und halte diese Plattform mit für die beste. Habe dort sowohl schon einige Käufe als auch Verkäufe getätigt. Man muss aber sagen, dass selbst dort (beim zweitgrößten, also Größten nach Ebay) die Resultate in jeder Beziehung immer noch ganz deutlich hinter Ebay zurückstehen.

Mir ist nicht so ganz klar, was Du damit meinst - ich habe mich falsch lenken lassen. Vielleicht kannst Du mir das ja mal kurz näher erläutern. Da es vermutlich nicht so ganz zum Thema passt wäre da vielleicht eine PN angebrachter(?).
Peter Maier
am 20.05.2011 18:13:27 (93.219.152.xxx) Link Kommentar melden
Ich verstehe dich schon, Alex Mais, ich vertrete die Meinung, dass Paypal eine gute Erfindung für KÄUFER ist - denn das ist sowas von problemlos und einfach, dass man nichts Vergleichbares findet - jedenfalls ich bislang nicht.

Ein Bekannter von mir hat HOOD getestet, war aber, aufgrund der langjährigen Erfahrung mit eBay, überhaupt nicht zufrieden und hat sich dort wieder abgemeldet. Ich selber habe nach seinen Berichten gar nicht erst versucht, dort etwas zu veräußern.

EBay baut seit etlichen Monaten die Plattform in der Art auf, dass es schlussendlich nur noch Powerseller geben wird - die kleinen privaten Verkäufer "dürfen" verkaufen, zahlen aber einen Preis, der nicht mehr vertretbar ist.

Die PN habe ich dir gerade geschrieben.
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