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Politik: Welt

Verschwörungstheorien und Verschwörungen ! (Teil 16)

Die Rolle von Logen und Geheimbünden 3.g) Freimaurer

Schon zuvor war die Frage aufgetaucht, weshalb die Freimaurer ihre templerischen und jüdischen Wurzeln heutzutage abstreiten oder zumindest kleinreden wollen. Nun, in der hier zuletzt behandelten Zeit von Reformation bis Französische Revolution, gab es gravierende weltweite Umbrüche in allen Europäischen Ländern und ein Kolonialreich entstand.

Freimaurer und die Emanzipation der Juden

Erstaunlich parallel verliefen die Durchsetzung freimaurerischer Prinzipien und Emanzipation bzw. wieder Eingliederung und Einbeziehung, vormals entrechteter, geknechteter und ausgegrenzter Juden.

Nachdem was nun weltweit an Kritik laut wird an geheimen Machenschaften, an gefakten Kriegsgründen an Finanzpolitik über die Köpfe der Völker hinweg, und vielem anderem mehr, werden eben alle die im Dunkeln munkeln genauer unter die Lupe genommen. Dabei könnte herauskommen, dass Leute wie Menasse Ben Israel 1604-1657 Amsterdam eben doch mit Freimaurern packtierten, um ihre Interessen durchzusetzen.

Zitat, Benjamin Disraeli:

Der britische Premier Benjamin Disraeli, selbst ein Freimaurer, sagte 1876 offen: „Die neuere Geschichte Europas kann nur derjenige schreiben, der in die Geheimnisse der Geheimbünde eingeweiht ist. Sie haben überall Agenten, skrupellose Agenten, die Morde schüren. Sie können ein Blutbad herbeiführen, wenn sie es für rechtmäßig halten."

Guillotine
Guillotine

Freimaurer und die Französische Revolution

Als einen der letzten Themenbereiche im Zusammenhang mit Freimaurern ist nun noch ein Blick auf die Umstände der "Französischen Revolution" von Nöten.

Am bekanntesten in diesem Zusammenhang dürfte wohl die Behauptung sein, ein Freimaurer sei zur Guillotine emporgestiegen, auf der soeben der König Ludwig XVI hingerichtet worden war, habe seinen abgeschlagenen Kopf empor gehalten und habe gerufen: "Jacques de Molay, endlich bist du gerächt!".

Bei freimauerischen Stellungnahmen zur deren Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung der Französischen Revolution, verhält es sich ganz ähnlich wie bei den entsprechenden Aussagen zu templerischen und jüdischen Wurzeln. Seit nach dem ersten Weltkrieg wird abgewiegelt und bestritten, davor wurde oft stolz von Freimaurern selbst verkündet, welch großartige Leistung man doch damit erbracht habe und dass man sich als Ergebnis nun als Urheber der Europäischen Demokratie betrachten dürfe.

Öffentliches Forum der VGLvD

Freimaurerei als Wegbereiter der Weltrevolution 1789

So sagt der französische Hochgradmaurer Bernardin: „Die Freimaurerei war es, die unsere Revolution vorbereitet hat, die größte von allen Volksheldengesängen, die die Weltgeschichte in ihren Jahrbüchern verzeichnet hat. Und der Freimaurerei kommt die erhabene Ehre zu, diesem unvergesslichen Ereignis die Formen geliehen zu haben, in der ihre Grundsätze Fleisch geworden sind.“

„Von 1772 bis 1789 arbeitete das Maurertum die große Revolution aus, die der Welt ein anderes Gesicht geben sollte. Alsdann durchsetzten die Freimaurer die Volksmassen mit den Leitgedanken, die sie sich selbst zu eigen gemacht hatten.“ (Bericht aus der Vollsitzung der angesehenen Logen Paix es Union und La libre conscience im Orient von Nantes am Montag, den 23.4.1883, S. 8.)

„Die bedeutendsten Männer der französischen Revolution hatten sich in einer einzigen Werkstätte zusammengefunden und zwar in der Pariser Loge „Les amis reunis“ .... die Brüder Concorcet, Marat, Mirabeau, Sieyes, Clacieres, Boiffy, Dupont, Robespierre und Gregoire“. (Bruder Leopold Wolfgang in „Revolutionen, Weltkrieg und Freimaurerei“, Heft 10 der Freimaurerzeitung „Am Bau“, München 1921, S. 6.)

Unter der Schreckensherrschaft der Freimaurer Danton, Robespierre und Marat ließ dann König Ludwig XVI. am 21.1.1793 sein Haupt auf der Guillotine. Darüber Pater Abel in seiner Wiener Konferenz 1898: „Im Jahre 1784 berief die große eklektische Loge in Frankfurt am Main eine außerordentliche Versammlung. In ihr brachte ein Mitglied das Todesurteil Ludwigs XVI., Königs von Frankreich, und Gustavs, des Königs von Schweden, zur Abstimmung. Dieser Mann hieß Abel, er war mein Großvater.“

Nach der darauf selbstverständlichen Beschimpfung durch das Zeitungsblatt La Nouvelle Presse libre antwortet Abel in der nächsten Konferenz: „Auf seinem Sterbebett hat mir mein Vater als seinen letzten Willen ausdrücklich hinterlassen, dass ich mich bemühen solle, die Schmach, die ihm und unsere Familie angetan worden wäre, wieder gutzumachen. Wenn ich diese testamentarische Bestimmung meines Vaters, datiert vom 31.7.1870, nicht verpflichtet wäre, auszuführen, hätte ich nicht so gesprochen, wie ich es getan habe.“ (Nach Poncins, S. 46.)

Nach eigener historischer Aussage, waren es also auch bei der Französischen Revolution, Freimaurer, die diese planten und durchführten.

Amerikanische, Englische, und Französische Freimaurer arbeiten engstens Zusammen

Obwohl Schweigen als oberstes Gesetz gilt, sickerte so einiges durch.

Über BenjaminFranklin wird in den heutigen Publikationen allenfalls beiläufig erwähnt, dass er Freimaurer war. Dass er aber das freimaurerische Verbindungsglied nach Europa war, ohne das es heute wohl keine USA gäbe, wird nicht herausgestellt. Er organisierte die Unterstützung und Waffenlieferungen durch Frankreich für den Unabhängigkeitskrieg gegen England. Ohne diese Hilfe hätten die dreizehn amerikanischen Kolonien nicht den Hauch einer Chance gehabt.

Als "Dank" half er im Untergrund, parallel dazu, die Französische Revolution vorzubereiten. Nachdem das erledigt war, kam er zur Unterzeichnung der US-Verfassung wieder nach Amerika.

Durch die Hintertür zur Wahrheit

Oft ist es nicht möglich bei der Recherche nach den freimaurerischen Aktivitäten einen geraden Weg chronologisch durch die niedergeschriebene Geschichte zu gehen. Der Grund liegt in der praktizierten Geheimhaltung.

Der ganz entscheide Zeitraum, in dem die Grundlagen für die heute vorliegenden Verhältnisse geschaffen wurde, von Anfang dem 17. Jahrhundert bis zu den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, kann in diesem Zusammenhang also meist nur indirekt, quasi durch Hinter- und Seitentüren, beleuchtet werden. Dennoch lässt sich am Ende der benötigte Rote Faden durchgängig ziehen, und das ist das Entscheidende.

Trinity-Denkmal für die erste Atombombe
Trinity-Denkmal für die erste Atombombe
Das Trinity Denkmal, ein Obelisk

Übrigens, auch beim Bau der ersten Atombombe hatten Freimaurer die Finger im Spiel. Ein Obelisk bezeugt dies. Verfolgt man die Spur der für Aussenstehende nichts sagenden altägyptischen, teilweise riesenhaften, Symbole der Obelisken, durch die Welt, so trifft man immer auf Freimaurer.

Teilweise rückwärts durch die Zeit und kreuz und quer über die damals entscheidenden Länder eilend, wird sich in Teil 17 verblüffendes ergeben, soviel sei hier schon versprochen.

Bildnachweis:
  • Trinity-Denkmal für die erste Atombombe: http://de.wikipedia.org/wiki/Trinity_Test (Trinity site monument Image courtesy of US Govt. Defense Threat Reduction Agency http://www.dtra.mil/press_resources/photo_library/Cs/popup/CS1.cfm Public Domain material http://www.dtra.mil/privacy.cfm Public domain Dieses Werk ist in den Ver)
  • Menasse Ben Israel: http://www.hagalil.com/judentum/sfarad/ben-israel.htm (Das Bild ist gemeinfrei, da alter als 70 Jahre)
  • Guillotine: http://de.wikipedia.org/wiki/Guillotine (Model builder and photographer: Michael (last name withheld at person's request). Photos edited and resized by uploader (Wikipedia user Kauko) Genehmigung (Weiternutzung dieser Datei) "I have no problem releasing my pictures for any public use)

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Schlüsselwörter: Freimaurer | Französische Revolution | Juden | Verschwörung | Verschwörungstheorie
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Kommentare

Peter Maier
am 03.07.2011 19:57:59 (93.219.153.xxx) Link Kommentar melden
Und erneut ein sehr interessanter Artikel meines Lieblings-Autoren auf OZ24. Besten Dank!
Daniel Marien
am 04.07.2011 15:40:51 (89.204.137.xxx) Link Kommentar melden
Über BenjaminFranklin wird in den heutigen Publikationen allenfalls beiläufig erwähnt, dass er Freimaurer war. Dass er aber das freimaurerische Verbindungsglied nach Europa war, ohne das es heute wohl keine USA gäbe, wird nicht herausgestellt. Er organisierte die Unterstützung und Waffenlieferungen durch Frankreich für den Unabhängigkeitskrieg gegen England. Ohne diese Hilfe hätten die dreizehn amerikanischen Kolonien nicht den Hauch einer Chance gehabt.

Als "Dank" half er im Untergrund, parallel dazu, die Französische Revolution vorzubereiten. Nachdem das erledigt war, kam er zur Unterzeichnung der US-Verfassung wieder nach Amerika.


Die Aufständischen der dreizehn britischen Kolonien wurden von Ludwig XVI. unterstützt. Es ging ihm natürlich nicht, der Idee der Demokratie und Gleichheit aller Menschen zum Sieg zu verhelfen, sondern um reine politisch-strategische Überlegungen. Sein Ziel war es, den britischen Erzrivalen zu schwächen, in dem dieser die Kontrolle über einem Teil der nordamerikanischen Kolonien verliert.
Die Amerikaner waren dem royalistischen Frankreich sehr dankbar für ihre Hilfe.

Ludwig XVI. konnte nicht ahnen, dass er damit den Grundstein für das Ende der Monarchie in Frankreich legen würde.
1789 hatten die meisten Franzosen noch keinen Gedanken an eine Republik verschwendet. Sie wollten viel mehr den Absolutismus abschaffen und stattdessen eine konstitutionelle Monarchie einführen, mit Ludwig XVI. als König. Erst sein ungeschicktes Taktieren führte zur totalen Ablehnung der Monarchie und letztendlich zum Sturz.

Erst jetzt kam die republikanische Idee der Amerikaner in Frankreich bei den Revolutionären an. Köpfe der Amerikanischen Revolution wie Benjamin Franklin oder Thomas Jefferson wurden wie Helden gefeiert. Sogar der adlige Marquis de La Fayette bekam als ehemaliger Generalmajor in Washingtons Revolutionsarmee und wegen seinen aufklärerisch-demokratischen Ansichten (zunächst!)Heldenstatus.

Inwieweit die Freimaurerlogen direkt in die revolutionären Ereignisse entscheident involviert waren, ist reine Spekulation.
Sicher haben die freiheitlichen, naturwissenschaftlichen und aufklärerischen Gedanken der Freimaurer die Köpfe der Amerikanischen Revolution geprägt und zweifellos unterhielten diese Kontakte zu ausländischen Logen.
Aber es gehörte zum "guten Ton" bestimmter Bevölkerungsschichten, einer Freimaurerloge beizutreten und das hatte grundsetzlich nichts subversives.

Letztendlich war es die Ungleichbehandlung der Briten in den Kolonien durch das eigene Mutterland, was zur Revolution führte.

Und auch in Frankreich gilt: Die Auswüchse der Französischen Revolution, die Grande terreur, war kein Ergebnis der Freimaurerei an sich, sondern von radikalisierten Ideen, die teilweise durch Mitglieder von Freimaurerlogen inspiriert wurden. Dabei schützten auch die Ideale der Aufklärung nicht vor Fanatismus.
Jede gute Idee wird durch Fanatismus zur Tyrannei und lässt "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" zur Fratze der Ungerechtigkeit verkommen...

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