Sonstiges: Vergnügen

Bachata, Salsa, Rumba - sinnlich und leidenschaftlich Tanzen lernen

Lateinamerikanischer Tanz als Lebensgefühl (Teil 1)
24.04.2011 14:24:50 eingesandt von GataLinda für OnlineZeitung 24.de

Spätestens seit Patrick Swayze im Film "Dirty Dancing" die Hüften schwang, haben sowohl Amerikaner als auch Europäer Salsa, Bachata und Merengue für sich entdeckt.

Leider haben immer noch viele Europäer Angst vor diesen sexualisierten, sinnlichen Bewegungen dieser Tanzstile, sind sie doch eher an die normannisch-korrekten rhytmischen Bewegungsformen von Foxtrott und co. gewöhnt.

Wer einmal den Mut gefasst hat, als Europäer eine Salsa- oder Latinodancebar zu besuchen, wird sofort verstehen, was den graviernden Unterschied der Tanzstile ausmacht:

Bachata - ist kein Tanz, sondern ein Gefühl

Egal, wie man aussieht, wie alt man ist, egal ob dick oder dünn - Bachata ist ein Tanz, der besticht durch einfache Tanzschritte und fliessende Bewegungen.

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Wer es nicht kann, wird per "Lerning-by-doing" angeleitet, Südamerikaner haben weder Scheu, sich zu zeigen, noch Scheu vor der Berührung. Die Devise heißt: Tanz erlaubt alles! Denn die oberste Priorität bei den Tänzern ist der gegenseitige Respekt, auch und gerade weil man sich so nahe kommt.

Obwohl Bachata so sexualisiert wirkt, sind die Tänzer, entgegen aller Erwartung, beim Tanz völlig auf die harmonische Bewegung mit dem Partner konzentriert, und man glaubt es kaum, wie wenig sexuelle Spannung bei solchen Tänzen in der Realität aufgebaut wird.

Latinas wissen was sie wollen - und nehmen es sich

Anders als in Deutschland ist es in Latinoclubs durchaus schicklich, dass eine Frau den Tänzer ihrer Wahl auffordert. Niemand denkt sich dabei etwas, und nach dem Tanz geht jeder wieder seiner Wege, es ist einfach die Freude an der Musik, nicht das Interesse am Mann, was die Frauen antreibt, die besten Tänzer für sich zu beanspruchen. Zur Not muss auch mal der Kellner dran glauben...

Umgekehrt passiert es fast niemals, dass eine Latina einem Tänzer einen Korb gibt. Deshalb können beide Seiten so ungeniert fragen "tanzt du mit mir?", denn zur ungeschriebenen Regel gehört, nicht aufdringlich zu werden und niemand vor den Kopf zu stossen.

Da im spanischen Sprachraum ohnehin kaum das förmliche "Sie" zum Einsatz kommt, ist man generell gleich per Du, und niemanden stört das.

Freizügige Kleidung gehört zum Equipement

Vielen Deutschen erscheint das Verhalten der Latinas frivol, die langen Haare, die erotischen Bewegungen, die freizügige Kleidung. Man muss das jedoch im Kontext sehen zu der Entstehung der Tänze, die meist im karibischen Klima getanzt wurden. Dass man am Strand leichtbekleidet tanzt, ist in der dominikanischen Republik oder in Kolumbien vollkommen normal. Daher wird auch um die Berührungen kein grosses Gedöns veranstaltet, denn die Hände werden respektvoll auf der Schulter (nicht an der Taille!) platziert. Und mal ehrlich: Bachata im Winterpulli sieht irgendwie komisch aus...

Für Kubaner verboten

Bachata ist ein Tanz, der Symbolkraft hat, so symbolträchtig, dass er im prüden Touristenkuba verboten war. Heimlich jedoch haben es die Kubaner geschafft, zu den besten Bachatatänzern der Welt zu gehören, da sich die dominikanische Form des Bachata ursprünglich aus dem kubanischen Bolero entwickelte und sich mit Elementen des Merengue vermischte.

Manche stolzen Latinoeltern bringen ihren Kindern die ersten Tanzschritte bei, sobald die Kinder laufen können. So entstehen dann solche Tanzpaare wie in dem nachfolgenden Video, welches zeigt, wie unbefangen sogar kleine Kinder die erotischen Tanzbewegungen ausführen. Früh übt sich, was ein toller Tänzer werden wird. Der 10jährige Santiage und die 8-jährige Maria machen es virtuos vor.

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aktuelle Liveauftritte im Portal für Sunshinemusic unter http://sunshinemu...ender.html

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