Sonstiges: Zu Hause

Tomaten

Ernährung, Anzucht, Verarbeitung, Gesundheit fördern
12.04.2011 06:47:42 eingesandt von Peter für OnlineZeitung 24.de

Wilder Trieb
Wilder Trieb
Die Tomate ist ein köstliches Gewächs. Sie ist gesund, enthält die Vitamine A, B 1, B 2, C, E, Mineralstoffe, insbesondere Kalium, und Spurenelemente. Ihr roter Farbstoff Lycopin stärkt die Abwehrkräfte. Die Tomate besteht zu 95 % aus Wasser und ist mit nur 75 kJ pro 100 g eine leichte Kost, sofern man sie roh verzehrt. Ihre Wirkstoffe entfaltet die Tomate am besten durch die Verarbeitung zu Ketchup oder Tomatenmark. Tomaten auf Mozzarella, mit etwas Olivenöl beträufelt und mit Basilikum verfeinert sind ein Highlight für jeden Tomatenliebhaber.

Eigene Anzucht

Die eigene Anzucht der Tomate ist kinderleicht.Hierzu sollten die Samen der Tomate, die man bevorzugt und die am besten geschmeckt hat, trocknen. Die Körner werden einfach auf Zeitungs- oder Küchenpapier gleichmäßig verteilt und dann über zwei Tage getrocknet. Danach in luftdichten Behältern aufbewahren. Etwa Mitte des Monats März werden die Samen in gute Anzuchterde gegeben, am besten in kleinere Gewächshäuser (oder auch in Schalen, die man mit Klarsichtfolie abdeckt). Wenn die Pflänzchen ca. 3 cm groß sind, muss man sie "vereinzeln", das heißt, man topft sie um, vorzugsweise in handelsübliche Blumentöpfe.

Wachstumsphase und Auspflanzung

Für ein gleichmäßiges Wachstum sollten die Töpfe möglichst an Fenster gestellt, jedoch nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden (Verbrennungsgefahr). Regelmäßiges Wässern ist unabdingbar. Auf "Düngen" besser verzichten, gedüngt wird erst, und wenn überhaupt, wenn die Pflanzen nach den Eisheiligen, also Ende Mai, in die Erde, sprich Beete, gebracht werden. Direkt beim Auspflanzen Dünger in das Erdloch geben und gut wässern, bevor die Pflanze eingesetzt wird. Der Fachhandel bietet guten Tomatendünger an, echte Gärtner düngen eher mit einem Sud aus Brennnesseln.

Ausgeizen

Stets muss man die zarten Pflanzen ausgeizen, was bedeutet, dass man die wilden Triebe aus der Blattachsel entfernt.

Dafür kein Messer und auch keine Schere benutzen, sonst verletzt man den Haupttrieb, über den die Nahrungsversorgung der Pflanze verläuft. Einfach den wilden Trieb zwischen Zeigefinger und Daumen nehmen und vorsichtig herausdrehen.

Unterlässt man das Ausgeizen, erntet man später kleinere Früchte, da die wilden Triebe der gesamten Pflanze die Kraft für ein gleichmäßiges Wachstum und für das Reifen vieler Früchte rauben.

Wässerung

Tomaten nie mit kaltem Wasser aus dem "Schlauch" wässern, immer nur die Wurzel gießen und am besten mit abgestandenem Wasser aus der Regentonne versorgen. Viele Gärtner haben sich angewöhnt, Tomaten in Gewächshäusern anzubauen, da die Pflanzen auf verregnete Tage gern mit Fäulnis reagieren. Eine Art Carport ersetzt zumindest teilweise so ein Gewächshäuschen.

Wenn die Tomatensaison zu Ende geht, kann man noch unreife (grüne) Früchte nachreifen lassen, indem man sie trocken und dunkel aufbewahrt, am besten in einer mit Stroh ausgelegten Holzkiste.

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