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Sonstiges: Zu Hause

Tomaten

Ernährung, Anzucht, Verarbeitung, Gesundheit fördern

Wilder Trieb
Wilder Trieb
Die Tomate ist ein köstliches Gewächs. Sie ist gesund, enthält die Vitamine A, B 1, B 2, C, E, Mineralstoffe, insbesondere Kalium, und Spurenelemente. Ihr roter Farbstoff Lycopin stärkt die Abwehrkräfte. Die Tomate besteht zu 95 % aus Wasser und ist mit nur 75 kJ pro 100 g eine leichte Kost, sofern man sie roh verzehrt. Ihre Wirkstoffe entfaltet die Tomate am besten durch die Verarbeitung zu Ketchup oder Tomatenmark. Tomaten auf Mozzarella, mit etwas Olivenöl beträufelt und mit Basilikum verfeinert sind ein Highlight für jeden Tomatenliebhaber.

Eigene Anzucht

Die eigene Anzucht der Tomate ist kinderleicht.Hierzu sollten die Samen der Tomate, die man bevorzugt und die am besten geschmeckt hat, trocknen. Die Körner werden einfach auf Zeitungs- oder Küchenpapier gleichmäßig verteilt und dann über zwei Tage getrocknet. Danach in luftdichten Behältern aufbewahren. Etwa Mitte des Monats März werden die Samen in gute Anzuchterde gegeben, am besten in kleinere Gewächshäuser (oder auch in Schalen, die man mit Klarsichtfolie abdeckt). Wenn die Pflänzchen ca. 3 cm groß sind, muss man sie "vereinzeln", das heißt, man topft sie um, vorzugsweise in handelsübliche Blumentöpfe.

Wachstumsphase und Auspflanzung

Für ein gleichmäßiges Wachstum sollten die Töpfe möglichst an Fenster gestellt, jedoch nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden (Verbrennungsgefahr). Regelmäßiges Wässern ist unabdingbar. Auf "Düngen" besser verzichten, gedüngt wird erst, und wenn überhaupt, wenn die Pflanzen nach den Eisheiligen, also Ende Mai, in die Erde, sprich Beete, gebracht werden. Direkt beim Auspflanzen Dünger in das Erdloch geben und gut wässern, bevor die Pflanze eingesetzt wird. Der Fachhandel bietet guten Tomatendünger an, echte Gärtner düngen eher mit einem Sud aus Brennnesseln.

Ausgeizen

Stets muss man die zarten Pflanzen ausgeizen, was bedeutet, dass man die wilden Triebe aus der Blattachsel entfernt.

Dafür kein Messer und auch keine Schere benutzen, sonst verletzt man den Haupttrieb, über den die Nahrungsversorgung der Pflanze verläuft. Einfach den wilden Trieb zwischen Zeigefinger und Daumen nehmen und vorsichtig herausdrehen.

Unterlässt man das Ausgeizen, erntet man später kleinere Früchte, da die wilden Triebe der gesamten Pflanze die Kraft für ein gleichmäßiges Wachstum und für das Reifen vieler Früchte rauben.

Wässerung

Tomaten nie mit kaltem Wasser aus dem "Schlauch" wässern, immer nur die Wurzel gießen und am besten mit abgestandenem Wasser aus der Regentonne versorgen. Viele Gärtner haben sich angewöhnt, Tomaten in Gewächshäusern anzubauen, da die Pflanzen auf verregnete Tage gern mit Fäulnis reagieren. Eine Art Carport ersetzt zumindest teilweise so ein Gewächshäuschen.

Wenn die Tomatensaison zu Ende geht, kann man noch unreife (grüne) Früchte nachreifen lassen, indem man sie trocken und dunkel aufbewahrt, am besten in einer mit Stroh ausgelegten Holzkiste.

Bildnachweis:
  • Wilder Trieb: eigene Aufnahme

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Schlüsselwörter: Tomate | Gesundheit | Gartenarbeit | Natur
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Kommentare

Peter
am 14.04.2011 08:38:03 (93.219.160.xxx) Link Kommentar melden
Nachtrag:

Vor dem Einpflanzen ist es unabdingbar, an der jeweiligen Pflanzstelle
Kletter- bzw. Rankhilfen (z. B. Spiralen aus Aluminium, der Handel bietet zahlreiche Varianten an) anzubringen (so tief wie möglich einschlagen), an welchen die Pflanzen hochwachsen und später befestigt werden.
Amschel
am 15.04.2011 03:18:24 (49.230.166.xxx) Link Kommentar melden
Jetzt verstehe ich warum meine drei Versuche Tomaten selbst anzubauen fehl schlugen.
Erster Versuch pralle Sonne, verbrannt. Zweiter Versuch Schatten und fecht, verfault am Stock, alle. Dritter Versuch, wieder Schatten und feucht, wieder verfault, und kleine Früchte. Ausgeizen? Gehört hatte ich den Ausdruck schon, jetzt füllt er sich mit Sinn. Danke.
Peter
am 15.04.2011 19:40:13 (93.219.172.xxx) Link Kommentar melden
Kommt sicher auch auf die jeweiligen klimatischen Gegebenheiten am Wohnort an ...

Auf jeden Fall kannst du mit der Anzucht (Samen sammeln usw. - siehe oben) ebenso mit Paprika verfahren. Für diese Pflanzen braucht man allerdings keine Rankhilfen ;-)
317
am 17.04.2011 11:06:27 (82.113.145.xxx) Link Kommentar melden
Dass im Haus vorgezogene Tomaten "in der prallen Sonne" hinter einem Fenster "verbrennen", habe ich noch nie gehört. Sie stehen da ja im Januar/Februar, da kann (in Deutschland jedenfalls) die Sonne auch in der Mittagszeit an einem Südfenster nichts verbrennen. Die erwachsenen Pflanzen sind dann ohnehin recht unempfindlich gegen Sonne, in Italien stehen sie auf dem Feld unter viel heißerer Sonne; sie mögen nur keine kalte Zugluft und gleichzeitig Regen, dann sind nämlich Pilzerkrankungen garantiert. Sinnvoll sind folglich ein Regendach aus Gartenhausfolie und ein Windschutz, wie man sie im Sommer auch am Strand verwendet.
Peter
am 17.04.2011 15:38:37 (93.219.170.xxx) Link Kommentar melden
Etwa Mitte des Monats März werden die Samen in gute Anzuchterde gegeben
(Auszug aus meinem Artikel) ... , nur um zu verdeutlichen, dass es weder um Januar noch um Februar ging. Es sind meine eigenen Erfahrungen, die ich wiedergab, und nicht jeder verfügt über ideale Fensterplätze für Jungpflanzen.

Zu den anderen Hinweisen von Ihnen schrieb ich im Artikel, dass eine "Art Carport" hilfreich ist als sogenannter Nässeschutz. Wind macht Tomaten nur in heftigster Form etwas aus.
scribbler
am 18.04.2011 17:19:56 (80.239.242.xxx) Link Kommentar melden
Vielen Dank für die tollen Anregungen, man lernt doch nie aus Wink
349
am 19.04.2011 08:41:46 (212.117.177.xxx) Link Kommentar melden
Mitte März Tomaten auszusäen finde ich etwas verspätet. Da sind meine schon 30 cam hoch.
317
am 19.04.2011 12:35:12 (80.237.225.xxx) Link Kommentar melden
Vater von Gandalf und Galahad, auch ich säe traditionell meine Tomaten zwischen Weihnachten und Neujahr aus. Sie stehen dann an einem Südwestfenster, was ihnen bestens bekommt, man kann dem Wachsen zusehen. Deswegen auch mein Beitrag oben zum Thema "Verbrennen". Da Tomaten Sonnenpflanzen sind, leiden sie unter allen möglichen Viren oder Parasiten sowie unter Nässe und Kälte, aber nie unter der Sonne. Wenn man sie so früh aussät, kann man sie später um so tiefer setzen (die untersten Blätter einfach ausbrechen. Meine werden nach dem "Abhärten" etwa 40-50 cm tief gesetzt, was sehr gut für die Wasserversorgung ist und das Gießen minimiert. Die erste Ernte (bei kleinen Sorten) gibt es bei uns Anfang/Mitte Mai, an den "Eisheiligen" brauchen sie natürlich eine Plastikhaube zum Schutz.
Peter
am 19.04.2011 19:14:00 (93.219.177.xxx) Link Kommentar melden
Zwischen Weihnachten und Neujahr - na bitte, dann haben Sie ja mächtigen Vorsprung und wahrscheinlich Tomaten, die riesige Erträge bringen. Gratulation.
Ich habe es so von meinen Eltern übernommen, und die haben ne Menge Erfahrung, von der ich noch heute profitiere. Meine Gartennachbarn werden jedes Jahr mit meinen Pflanzen versorgt, keiner möchter mehr andere Tomaten haben, und, wie gesagt, ich ziehe sie ohne jegliche Gabe von Dünger auf. Und die Ernte habe ich noch bis in den späten Oktober hinein.

Eine Ernte Anfang/Mitte Mai habe ich auch - aber nur im Supermarkt, der die Früche aus einem geschlossenen Gewächshaus anbietet - meistens aus Holland, diese Dinger schmecken einfach nur nach Wasser. Und von einer Gewächshausaufzucht habe ich auch nichts erwähnt, Annett.
Peter
am 19.04.2011 19:18:33 (93.219.177.xxx) Link Kommentar melden
Hier gerne noch ein Link für Sie, dass es die meisten Gärtner so verrichten wie ich:

auf der Seite finde Sie noch weitere Informationen:

http://wachsenund...tipps.html
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