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Sonstiges: Gesundheit

10 Jahre Viagra ein Rückblick

Das blaue Wunder geht um die Welt

"blaues Wunder"
"blaues Wunder"
Heute vor 10 Jahren geschah das „blaue Wunder“, die amerikanische Arzneimittelbehörde lässt am 27.03.1998 ein Medikament des Pharmakonzerns Pfizer zu, das als erste Pille gegen Impotenz hilft und das mit einer 70 prozentigen Wirkung. Die heute Jedem bekannte Pille Viagra erblickt das Licht der Welt. Es dauert nicht lange und wirklich jeder spricht von dem Medikament. Die Einen heimlich, die Anderen ganz offen. Mit der Diskussion einher gehen viele Unwahrheiten und Übertreibungen.

Die Entdeckung von Viagra geschieht eher durch Zufall. Der im Viagra eingesetzte Wirkstoff Sildenafil soll herzkranken Menschen helfen. Doch bei vielen Testpersonen stellen sich Nebenwirkungen ein. Statt nur den Herzmuskel besser zu durchbluten und die Herzgefäße zu weiten, werden die Blutgefäße des männlichen Gliedes geweitet und laufen mit Blut voll. Das führt ja bekanntermaßen zu einer Erektion. Pfizer wittert in der ungewollten Nebenwirkung ein Riesengeschäft und wirft die Werbetrommel an. Und wie Recht Pfizer mit dieser Annahme hatte, Viagra wurde zum Verkaufsschlager schlechthin. Noch nie in der Geschichte eines neuen Medikamentes wurden so viele Einheiten verkauft wie von Viagra. In einigen Krankenhäusern der USA gibt es regelrechte Wartelisten um an die Potenzpille zu kommen.

Noch 6 lange Monate vergingen, bevor die Wunderpille nach Deutschland kam. Zwischenzeitlich kamen Diskussionen auf Viagra von der Krankenkasse bezahlen zu lassen, doch diese Pläne wurden vom Bundesgesundheitsminister strikt abgelehnt. Als dann endlich auch in Deutschland das Mittel erhältlich war, blieb ein Riesenansturm wie in den USA aus. Sicherlich auch dafür verantwortlich der Preis, immerhin 18 DM für eine Pille.

Nach und nach rücken auch die Nebenwirkungen der Modepille in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Rot anlaufende Gesichter oder ein Blaustich beim Sehen sind nur einige davon. Schlagzeilen machen die Runde in denen von über einhundert Toten durch Viagra berichtet wird. Alles das hält aber, mehr oder weniger potenzschwache Männer nicht davon ab, mit der Pille ein normales Sexualleben zu führen. Heutzutage wird die Pille auch immer öfters von Männern genommen, die unter keinerlei Potenzschwäche leiden. Viagra entwickelt sich zur „Modedroge“.

Dennoch hat Viagra vielen leidenden Männern und Paaren geholfen, dass ist unbestritten. Pfizer verdient zwar immer noch sehr viel mit dem Medikament, aber die goldenen Zeiten sind vorbei. Mittlerweile haben viele andere Pharmakonzerne ähnlich wirksame Medikamente auf dem Markt gebracht und buhlen um die Gunst potenzschwacher Männer.

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Schlüsselwörter: Pfizer | Viagra | Potenz | Potenzschwäche
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Kommentare

am 28.03.2008 17:59:21 (87.174.239.xxx) Link Kommentar melden
Schade, dass in dem Artikel nicht darauf eingegangen wird, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Viagra und die neueren Medikamente Cialis und Levitra einem Paar wieder zu einer erfüllten Sexualität verhelfen können. Kurz gesagt, geht es dabei um folgende Punkte:

1. Die Medikamente müssen wirken, was längst nicht bei allen Männern der Fall ist.

2. Es dürfen keine Kontraindikationen vorliegen. Das ist allerdings entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass Viagra für alle Herz-Kreislauf-Patienten gefährlich ist, nur selten der Fall.

3. Die Nebenwirkungen müssen erträglich sein. Zum Glück lassen oft die Nebenwirkungen nach mehrmaliger Einnahme nach.

4. "Mann" hat sich über die Voraussetzungen für die Wirkung dieser Medikamente informiert. Bei der Einnahme kann man einige Fehler machen: zu kurze Zeit zwischen Einnahme und Beginn der sexuellen Aktivität, ein vorangegangenes fettreiches Essen (nur bei Viagra und Levitra), fehlende oder unzureichende sexuelle Stimulierung, zu geringe Dosis. Oft führen auch die ersten Versuchen zu keinem Erfolg, weil die ersten Tests auch viel Stress und Angst erzeugen können.

5. Die Partnerin muss damit einverstanden sein, was längst nicht immer der Fall ist. Der heimliche Einsatz dieser Mittel ist besonders konfliktträchtig: er wird irgendwann einmal auffliegen und dann mit Recht von der Partnerin als Vertrauensbruch aufgefasst.

6. "Mann" kann sich diese Medikamente auch finanziell leisten

Manchmal ist die Einnahme von Viagra auch mit der Hoffnung verbunden, dass damit die Beziehung wieder aufblüht. Das ist in aller Regel ein Trugschluss, ein Medikament kann keine Beziehung beleben.

Wer sich ernsthaft mit dem Thema Erektionsstörungen beschäftigen will, der findet auf unseren Internetseiten (die sind mit Google schnell zu finden) eine Fülle von Informationen.

Günther Steinmetz
Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)
OZ24
am 28.03.2008 19:47:12 (77.184.181.xxx) Link Kommentar melden
Hier der Link http://www.impote...thilfe.de/ . Damit die Betroffenen nicht so lange googlen müssen.

Danke für die weiterführenden Erläuterungen!
Tepes
am 01.04.2008 19:55:58 (77.184.181.xxx) Link Kommentar melden
@Guenther43

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