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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Die Zahlungsmoral der Deutschen wird immer schlechter

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sind davon existenzgefährdet

Wie die Handwerkskammer Südwestfalen Ende März 2008 berichtete, liegen die offenen und uneinbringbaren Forderungen bei fast 20 % der Handwerksbetriebe bei mehr als 1 %. Auch wenn sich dieses eine Prozent nicht viel anhört, so ist dies die Marke, ab der es für die Betriebe um die Existenz geht…

Eine Untersuchung und Umfrage der Creditreform ergab jetzt, dass von 3.000 befragten Betrieben 540 Betriebe teilweise erhebliche Probleme mit säumigen Zahlern haben. Und das obwohl uns von Regierungsseite immer wieder in den Medien mitgeteilt wird das die Arbeitslosenzahlen sinken, der Aufschwung (wenn auch nur minimal) steigt.

Nach den jüngsten offiziellen Angaben gab es im Februar diesen Jahres 3.617.443 Arbeitslose. Diese Statistik ist nichts als bloße „Schönmalerei“. In ihr nicht enthalten sind die so genannten „Ein-Euro-Jobber“ mit mehr als 15 Arbeitsstunden in der Woche, Kranke und Ausbildungsplatzsuchende. Die wirtschaftliche Situation dieser Gruppen ist in der Regel keinesfalls besser als derjenigen, die offiziell in der Statistik geführt werden.

Im Januar 2008 gab es insgesamt 7.676.457 Leistungsempfänger, von denen 2.071.334 ALG-I-Empfänger, 4.088.955 ALG-II-Empfänger und 1.516.168 Sozialgeldempfänger waren. Landrat Hans Jörg Duppré aus der Südwestpfalz sagte: „Die Zahl der Menschen, die von Hartz-IV-Leistungen abhängig ist, hat einen absoluten Höchststand erreicht!“ Bereits im Dezember 2006 meldeten die Medien dass rund 10 Millionen (= 13 %) Bundesbürger an oder unter der Armutsgrenze leben. Darunter sind nach dem Statistischen Bundesamt Ein Drittel aller Alleinerziehenden. Die Tendenz ist seitdem deutlich steigend.

Angesichts dieser dramatischen Fakten und Zahlen ist es nicht verwunderlich, wenn die Zahlungsmoral der Leute sinkt. Vielfach ist das Geld auch gar nicht vorhanden. Doch ist es unverantwortlich dann immer noch drauflos zu kaufen und zu bestellen als habe man noch nie etwas von Geldproblemen gehört. Bei den kleinen Handwerksbetrieben sind uneinbringbare Forderungen und Forderungsausfälle durch Privatinsolvenzen eine Existenz bedrohende Katastrophe und das Leben vieler hängt unter Umständen davon ab, die durch solche Ausfälle dann ebenfalls in Insolvenz gehen müssen und arbeitslos werden.

Der große Gewinner ist nur der Staat, der alles schönredet. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, welche Partei in der Regierung sitzt. Da sind alle gleich. Von jedem Euro, den wir verdienen und ausgeben kassiert der Staat im Endeffekt mehr als die Hälfte. Das fängt mit der Lohn- und Einkommensteuer an, betrifft den Solidaritätszuschlag genauso wie die Kirchensteuer oder die (meist) 19prozentige Mehrwertsteuer, die wir für (fast) alles was wir kaufen bezahlen und schlägt sich weiter nieder in Genussmittelsteuer, Tabaksteuer, Energiesteuer und und und…

Und wenn für alles auch noch ein Kredit aufgenommen werden muss – vorausgesetzt man bekommt einen – geben uns die Zinsen den Rest. – Armes Deutschland: Du bist schon lange pleite…

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Schlüsselwörter: offene Rechnungen | Insolvenz | Privatinsolvenz | Zahlungsmoral | Inkasso | arbeitslos | Hartz IV | ALG I | ALG II | Steuern
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Kommentare

Andy480
am 19.05.2009 14:33:07 (83.236.132.xxx) Link Kommentar melden
ich muss sagen ich kann Leute mit schlechter Zahlungsmoral einfach nicht ab!

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