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Neues Todeshotel in Thailand – Mysteriöse Todesfälle geben Rätsel auf

Vier Tote in einem Monat – Rentnerehepaar starb in getrennten Betten

Gevatter Tod geht um.
Gevatter Tod geht um.
Nachdem es im Frühjahr und Sommer 2009 zu mehreren, bis heute nicht eindeutig geklärten Todesfällen in einer Hotelanlage auf der thailändischen Ferieninsel Koh Phi Phi kam, macht derzeit ein ähnlicher Fall in der nordthailändischen Stadt Chiang Mai Schlagzeilen in der Presse. Mindestens vier Touristen starben hier auf ebenfalls mysteriöse und nicht geklärte Art und Weise innerhalb eines Monats.

Der neue Fall kam nur durch Zufall ans Licht. Ein Hotelgast des Downtown Inn Hotel in Chiang Mai sah zufällig, wie ein lebloser menschlicher Körper auf einer Bahre über den Feuernotausgang und die Feuertreppe herunter getragen und in einen Krankenwagen geladen wurde. Zuvor war der hoteleigene Swimmingpool vorübergehend geschlossen worden, da man von dort aus Einblick in den Bereich der Feuertreppe hatte.

Der Hotelgast beschwerte sich bei der Hoteldirektion, was natürlich von anderen Gästen nicht unbemerkt blieb. So kam der Fall schließlich an die Öffentlichkeit. Nach Aussagen des Zeugen war der Körper beim Heraustragen aus dem Hotel mit einem Laken bedeckt und es schien sich um eine Frau zu handeln.

Der Hoteldirektor bestätigte diese Vermutung später und gab bekannt, dass es sich um die 23jährige Neuseeländerin Sarah Carter aus Auckland gehandelt habe, die inzwischen verstorben sei. Auch gab er einen weiteren Fall zu, bei dem es um eine Thailänderin gegangen war, die auf dem Hotelgelände gestorben sei. Dieser Fall war bis dahin noch nicht bekannt gewesen.

Nach Aussage eines Polizeisprechers starb Sarah Carter an einer „toxischen Vergiftung“. Diese soll sie sich durch den Verzehr von giftigen Algen, die sie auf dem Nachtmarkt von Chiang Mai gegessen hatte, zugezogen haben.

Auch der Fall der Thailänderin wurde von der Polizei bestätigt. Sie hieß Waraporn Pungmahisiranon. Zur Todesursache wurden noch keine Angaben gemacht und die Polizei warnte vor schnellen und voreiligen Rückschlüssen. Der Manager des Hotels, Thanthep Bunkeow, konnte dazu auch nach Rücksprache mit der Polizei und dem Gesundheitsministerium keine Angaben machen.

Die Thailänderin war die erste und starb den offiziellen Angaben nach am 3. Februar 2011. Wenige Tage später kam es bei Sarah Carter und zwei ihrer Freundinnen zu einer Erkrankung. Sie waren in den Zimmern 516 und 518 untergebracht, die direkt neben dem Zimmer liegen, in denen die Thailänderin starb. Sarah Carter starb schließlich am 9. Februar 2011, sechs Tage nach der Thailänderin.

Amanda Eliason (24), eine der beiden erkrankten Freundinnen von Sarah Carter erzählte später, dass auch sie von den Algen gegessen habe. Im Gegensatz zu Sarah Carter erholte sie sich aber wieder in der Notaufnahme des Krankenhauses. Emma Langlands (23), die dritte im Bunde, hatte nichts von den Algen gegessen sondern eine vollkommen andere Mahlzeit an einem anderen Stand des Nachtmarktes. Und trotzdem erkrankte sie ebenfalls. Doch auch sie erholte sich innerhalb kurzer Zeit wieder.

Doch dann kam es in der letzten Februarwoche 2011 zu zwei weiteren Todesfällen im Hotel. Das britische Rentnerehepaar Eileen (73) und George (78) Everitt wurden in den (getrennten) Betten ihres Hotelzimmers im vierten Stock tot aufgefunden. Hotelgäste sagten später gegenüber der Presse aus, dass man ihnen gesagt habe die beiden Rentner seien an einem Herzinfarkt nach wildem Sex gestorben. Und auch die Thailänderin sei einem Herzinfarkt erlegen gewesen. Vom thailändischen Gesundheitsministerium war lediglich zu erfahren, dass die Untersuchungen noch laufen und derzeit keine Aussage gemacht werden könne. Ein Sprecher der britischen Botschaft bestätigte inzwischen dass die Todesursache noch unbekannt sei.

Während die Leichen des Rentnerpaares noch in Thailand sind, wurde die von Sarah Carter inzwischen nach Neuseeland verbracht und in ihrer Heimat beerdigt – ohne weitere Untersuchungen. Sarahs Familie vertraut da auf die Ergebnisse der thailändischen Behörden hieß es in einem Bericht der neuseeländischen Zeitung „New Zealand Herald“. Eine toxische Vergiftung könne jedoch ausgeschlossen werden.

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Schlüsselwörter: Todeshotel | Thailand | Rätsel | Todesfälle | mysteriös | Chiang Mai
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Kommentare

Amschel
am 05.03.2011 18:08:33 (89.204.153.xxx) Link Kommentar melden
Seltsame Geschichte. Die thailändische Polizei glänzt nicht gerade mit Aufklärungsquote. Einheimische wissen: Willst Du effektive Aktivität zur Aufklärung von irgend etwas, musst Du zahlen. Andernfalls läuft Schema F ab. Kurzer Ortstermin => Protokoll => Schublade => Ablage.

Falls das Problem am/im Hotel liegt, sollte man das Wasser und die Klimaanlage auf Legionellen testen.


http://de.wikiped...gionellose
Legionärskrankheit [Bearbeiten]

Nach einer Inkubationszeit von 2 bis 10 Tagen kommt es bei der Legionärskrankheit zu einem relativ raschen Krankheitsbeginn, meist aus völligem Wohlbefinden heraus. Die Symptome, mit der sich die Erkrankung präsentiert, sind unspezifisch und sehr variabel. Bei den meisten Patienten beginnt die Erkrankung mit relativ hohem Fieber und Schüttelfrost (nicht selten werden Körpertemperaturen von über 40 °C erreicht), mit Muskelschmerzen (Myalgien), die vor allem im Bereich des Brustkorbs lokalisiert sind (Thoraxschmerz) sowie mit anfangs trockenem Reizhusten, der nach einigen Tagen in Husten mit mäßigem Auswurf übergehen kann. Der Auswurf kann blutig tingiert sein (Hämoptysen) und in Kombination mit Thoraxschmerzen leicht zur Fehldiagnose einer Lungenembolie führen. Darüber hinaus kann es zu Atemnot, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfällen sowie vielfältigen neurologischen Ausfallerscheinungen kommen.

Die Letalität bei vorher gesundem Personenkreis beträgt bei dieser Verlaufsform etwa 15 %. Bei Menschen mit Immunschwäche oder vorbestehenden Herz- und Lungenerkrankungen beträgt die Letalität bis 70 % (aufgrund des Alters damit auch bei den Mitgliedern des Veteranentreffens, die der Krankheit den Namen gaben).
Peter Maier
am 07.03.2011 21:10:47 (93.219.189.xxx) Link Kommentar melden
@Amschel

diese Legionärskrankheit hat viele meiner Bekannten, die in Asien verweilten, erwischt - leider. Alle haben es aber überlebt. Es muss, so wie im Artikel steht, doch noch etwas anderes Mysteriöses passiert sein. Ich war selber sehr oft in Thailand im Urlaub - die Hygiene ist nicht immer oberstes Gebot, weil die Gastgeber zwar für die Touristen stramm stehen müssen, selbst aber solchen "Luxus" (den einfachen Lebensstandard nach unserer Meinung) gar nicht kennen
Amschel
am 08.03.2011 15:30:31 (89.204.137.xxx) Link Kommentar melden
Ja, Peter Maier,

für die meisten Südostasiaten ist es z.B. völlig normal, Regenwasser zu trinken, welches von den Hausdächern aufgefangen wird. Zur Lagerung stehen neben den Häusern große Tonfässer mit ca. 400-500l Inhalt. Vogel,- Ratten,- Leguan,- und Katzenkot, sowie Sand und Staub, ebenso Zinkabrieb des Wellblechs, landen in den Behältern. Die Leute machen sich keinerlei Gedanken darum.
Wenn ich (versehentlich) davon trinke, bekomme ich sofort Bauchschmerzen, auch abgekocht und wenn ich nichts von der Herkunft des Wassers weiß.

Die Leute sind abgehärtet, viele verlieren aber früh die Zähne (Kalziummangel).
Einige Frauen werden 90 und gar über 100 Jahre alt . (Schätze aber, daß vor 40-50 Jahren die Dächer noch aus Schilf und Kokosblättern waren.

Bei dem "Legionärstreffen" waren die Erreger in der Klimaanlage wurden also inhaliert. Zwei Tote waren Rentner mit schon altersbedingter erhöter Letalität ?
Vielleicht alles Zufall, Ferndiagnosen sind immer schwierig.
Wie "Thaiexperten" Diagnosen erstellen hab ich mehrfach erlebt !!!
Die letzte Diagnose: Ein Holländer der mindesten 5-6 mal pro Woche sich mit billigstem Thaifusel (Laokao) 40% Alkoholgehalt voll laufen lies, fällt tot um und Blut kommt aus seinem Mund.
Diagnose der Gerüchteküche: Er war besessen, ein Geist drang in ihn ein und aß seine Leber (nicht ganz abwegig, der Geist namens Alkohol).
Ich tippte per Ferndiagnose eher auf eine Lungenkrankheit oder Leberzirrhose.

Leberzirrhose:
"...Bei fortschreitendem Krankheitsbild entwickeln sich Krampfadern entlang der Speiseröhre, weil das Blut nicht mehr durch die Leber fließen kann und sich durch die Venen der Speiseröhre einen Umweg sucht. Das ist gefährlich, weil die Krampfadern leicht reißen können. Dann schießt das Blut aus dem Mund, und die Patienten ersticken an ihrem eigenen Blut. Neben Blutungen treten unter Umständen auch krebsartige Entartungen auf. Es besteht akute Lebensgefahr. ..."
Quelle: http://www.alkoho...eiten.html
Peter Maier
am 08.03.2011 20:22:49 (93.219.183.xxx) Link Kommentar melden
Wir haben immer nur Wasser aus fest verschlossenen Flaschen getrunken, selbst zum Zähneputzen habe ich nicht die "Wasserleitung" benutzt. Eiswürfel waren ebenso tabu. Es wird ja auch reichlich gewarnt. Dennoch bezahlen manche - gerade junge Menschen - durch Leichtsinnigkeit einen hohen gesundheitlichen Preis.

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