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Hafer, Roggen und Gerste - die Energie aus dem Getreide

Kraftfutterrationen gezielt einsetzen


Das richtige Futter in einer dem Bedarf entsprechenden Menge und Zusammensetzung und mit dem richtigen Verhältnis der darin enthaltenen Nährstoffe.

Heute wie gestern richtet sich die Futterzuteilung nach diesen Grundsätzen. Schon im vergangenen Jahrhundert wusste man zwischen dem Erhaltungsbedarf des unbeanspruchten Tieres und dem zusätzlichen Leistungsbedarf des gerittenen, gefahrenen oder zu Zuchtzwecken herangezogenen Pferdes zu unterscheiden.

Das Kraftfutter - die richtige Wahl ist entscheidend

Die Beifütterung von Kraftfutter soll es dem Pferd ermöglichen, eine Arbeits- oder Ansatzleistung zu erbringen, aber so bemessen sein, dass es dabei nicht verfettet. Hafer und Gerste werden hier gleichberechtigt nebeneinander und sicher nicht zufällig erst nach dem Raufutter genannt. Denn trotz Kraftfutter darf die Heufütterung nicht vernachlässigt werden.

Lange Zeit galt Hafer als das Pferdefutter schlechthin, in den letzten Jahren machen ihm aber zunehmend Mais und Gerste Konkurrenz.

Welchem Futtermittel nun der Vorzug zu geben sei, darüber stritten und streiten sich die Fachleute. Da alle drei mit gewissen Nach- und Vorteilen behaftet sind, lässt sich keine allgemeingültige Meinung aussprechen.

Was war es doch früher scheinbar so einfach, das richtige Kraftfutter für das Pferd zu wählen. Hafer stand in der Hierarchie ganz oben, gefolgt von Mais und Gerste, während Weizen und Roggen ganz klar als ungeeignet angesehen wurden.

Kraftfutter - die Erkenntnisse aus heutiger Sicht

Heute tut sich der Pferdehalter oft schwer, unter den vielen angebotenen Möglichkeiten die beste herauszusuchen.

Müslifutter oder Pellet? Hafer oder besser kein Hafer?

Hafer ist auch heute noch das gebräuchlichste Kraftfutter. Trotz der unbestrittenen Vorteile - Preiswürdigkeit, gute Verdaulichkeit, vergleichbar hoher Rohfasergehalt, leichte Verfügbarkeit - weist dieses Getreide auch Nachteile auf und ist deswegen nicht unersetzbar.

Jeder Pferdehalter kennt die Eigenschaft von Hafer, die Pferde zu ,,stechen”: Stark gehaferte Vierbeiner gebärden sich oft ausgesprochen übermütig.

Des Weiteren besitzt Hafer ein sehr ungüstiges enges Calzium-Phosphor-Verhältnis und eine nicht optimale Proteeinstruktur, die eine hochwertige Ergänzung einer Heu/Haferration notwendig machen.

Möglich ist auch der Einsatz eines in doppelter Menge mit Mineralien und Vitaminen angereichertes Ergänzungsfuttermittel, das in Kombination mit Hafer oder Gerste verfüttert werden kann. So lässt sich eine gut verträgliche Futterration zusammenstellen. Gerste ist gehaltvoller als Hafer, weshalb jedes Kilo Hafer durch 0,9kg Gerste ersetzt werden kann.

Müslifutter erfreut sich steigender Beliebtheit. Man erkennt bei genauer Untersuchung noch die einzelnen Bestandteile, und diese Futter werden von Pferden ausgezeichnet vertragen und meist auch sehr gerne gefressen.

Die Inhaltsstoffe können bestens verwertet werden, so dass sich die nötige Menge im Vergleich zu anderen Kraftfuttermitteln etwas reduziert.

Zudem sind auch Müslifutter bereits mit allen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert, wodurch bei passender Rationszusammenstellung eine zusätzliche Vitamingabe entfallen kann.

Eine Futterration sollte immer der Nutzung und dem Typ des Pferdes angepasst sein. Zum Wohl des Pferdes. Leistungsbereitschaft , Gesundheit und ein langes Pferdeleben - das Pferd ist, was es “isst“…

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Schlüsselwörter: Hafer | Roggen | Gerste | Energie | Kraftfutter | Pferde | Getreide
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Kommentare

552
am 05.03.2011 11:11:16 (199.48.147.xxx) Link Kommentar melden
Wie beim Menschen: jede Kalorie, die zugeführt, aber nicht verbrannt wird, ergibt

F E T T
Royal Flush
am 05.03.2011 22:43:53 (92.224.145.xxx) Link Kommentar melden
Das sind die äußeren Merkmale, das Fett!
Verbunden mit dieser angefütterten Fettschicht sind Folgekrankheiten: Hufrehe, Krankheiten der Gliedmaße, Lungenprobleme, Herz- und Kreislaufbeschwerden, das Pferd ist nicht in der Lage die angeforderte Leistung zu vollbringen.

Wir, als verantwortungsvoller Besitzer, haben dafür Sorge zu tragen, dass das Pferd, der Leistung entsprechend, vernünftig versorgt wird.

Leider füttern unwissende Besitzer ihre Tiere einfach zu energiereich. Des Weiteren nicht nur ihre Tiere, auch sich selbst. Und dann belasten sie die Tiere zusätzlich mit ihrem Gewicht.

In Futtermitteln ist immer der Rohfaser- und Rohfettgehalt angegeben.
Viel Rohfaser, wenig Rohfett, denn Pferde sind Faserfresser.
Rohfaser fördert , durch das lange kauen, den Speichelfluss. Der wiederum ist wichtig für eine gesunde Verdauung. Das Futter soll optimal zerkleinert werden.

Die heutigen Freizeitpferde leisten immer weniger, bekommen aber immer mehr zu fressen, teils auch aus falsch verstandener Tierliebe.

Ich persönlich habe schon Pferde gesehen, da mussten die Besitzer fast Spagat vollbringen, um sie zu reiten - kein Joke - REALITÄT!

Spricht man sie dann darauf an, dann heißt es: “Mein Pferd hat einen starken Knochenbau”.
Shock

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