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Politik: Deutschland

E10 jetzt kommt das Biobenzin

oder: Die dümmsten Bauern haben die größten Gewinnspannen

Manjok
Manjok
Knapp 10.000 km entfernt von Deutschland geschieht Erstaunliches auf dem Markt für eine Pflanze, deren Verwendung den anbauenden Bauern vor Ort gar nicht bekannt ist. Das Zeug wird „Man Isan“ genannt auf deutsch die Kartoffel des Isan.

Anders als „Man Farrang“, der Kartoffel der Europäer. Die Rede ist von Manjok. Es dauerte zwar fast zwei Jahre, bis der Autor das herausfand, weil vor Ort keiner die europäische Bezeichnung kannte, aber dem Leser soll hier kein Ratespiel aufgegeben werden. Was hat nun Manjok aus Südostasien, mit E10, dem Biobenzin und der ADAC Motorwelt zu tun, werden sie fragen.

Aufmerksamen Menschen fallen gewisse Dinge auf:

Jeden Morgen zwischen 5.30 und 7.00 Uhr fordern vier vierbeinige gute Freunde ihr Recht auf Auslauf oder Gassi gehen wie man so sagt. Nicht jeden Tag die gleiche Tour sondern Abwechslung bitte. Da diese Übung auch gut gegen menschliche Trägheit ist, ergänzen sich die Interessen vom tierischem Wachpersonal, dem besten Freund des Menschen und dem Chef des Ganzen hervorragend.

So gibt es also kaum eine Gegend im Umkreis von vielen Kilometern die man im Laufe der Zeit nicht regelmäßig durchstreift. Ganz automatisch gewinnt man dabei einen Überblick was die Bauern so anpflanzen. Überraschenderweise wird seit etwa gut einem Jahr exzessiv Manjok angebaut. Überall, selbst auf früheren Brach- oder Weideflächen, selbst innerhalb des Ortes auf jedem verfügbaren Quadratmeter. Reisfelder werden umgepflügt, um nun in der Trockenzeit zu versuchen dort ein paar Tonnen Manjok zu produzieren. Das gelingt nicht immer besonders gut. Es weiß zwar immer noch keiner, was aus dem Manjok hergestellt wird, interessiert aber auch keinen. Was jedoch jeden interessiert, ist der Preis pro Tonne, und der hat sich seit dem Tiefstand vor etwa 2 Jahren unglaublicherweise verfünffacht.

Manjok Pflanze
Manjok Pflanze
Da, wie gesagt, verlässliche Aussagen nicht zu bekommen waren, ging der Autor schon von Anfang an davon aus, dass wohl Alkohol aus dem sehr stärkehaltigen Knollen gewonnen wird. Nachdem dieser exorbitante Preisanstieg erfolgt war, wurde klar, dass diese Einschätzung zutraf und sicher nicht der Bedarf an Trinkalkohol diesen Preisanstieg verursachte. Auch ergaben die Recherchen, dass die EU und die zuständigen Regierungen den „Bioalkohol“-Anteil im Benzin anzuheben beabsichtigten.

Der Artikel „E10 jetzt kommt das Biobenzin“ in der ADAC Motorwelt beseitigten nun letzte Zweifel

Erneuter Schwindel mit Bio-Benzin und E10

Im erwähnten Artikel der ADAC Motorwelt vom Dezember 2010, gibt Norbert Röttgen, der Bundesumweltminister, ein Interview. Auf die Frage: „Herr Minister, warum wird E10 eingeführt?“ antwortet er: „ Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung. Wenn wir Biokraftstoffe verwenden, sinkt unsere Abhängigkeit vom immer knapper werdenden Erdöl. Erdöl müssen wir importieren, ein Großteil der benötigten Rohstoffe für Bioethanol wächst in Deutschland oder Europa. Daher hat die EU beschlossen, den Bio-Sprit-Anteil im Verkehrsbereich zu erhöhen.“ Schauen wir uns das Gesagte genauer an, rhetorische Tricks allenthalben: „ein Großteil der benötigten Rohstoffe für Bioethanol wächst in Deutschland oder Europa.“ Was sagt das? Was ist ein „Großteil“? In Deutschland oder Europa! Oder vielmehr in Südostasien!

Vielleicht erinnert sich noch jemand an die massiv steigenden Lebensmittelpreise im Jahre 2008. Besonders Reis, Mais und Weizen waren betroffen, als man in der Folge des exorbitanten Ölpreises begannen, diese Grundnahrungsmittel zu „Biosprit“ zu verarbeiten. Die Verantwortlichen gelobten seinerzeit dafür zu sorgen , dass so etwas nicht wieder eintritt. Der Preis von Palmkernöl welches in Asien zum garen von Speisen bevorzugt Verwendung findet, aber eben auch im Biodiesel landet, hat sich sprunghaft um 45% verteuert. Erst vor einer Woche erreichten die Preise der wichtigsten Nahrungsgetreide an den Börsen wieder historische Höchststände. (Stand 22.02.2011)

Ganz offensichtlich sind es Lippenbekenntnisse der Politik, der „ Biosprit“ Einsatz sei ökolögisch sinnvoll und bedrohe die Nahrungsmittelversorgung nicht. Es sieht wohl eher so aus, dass die "Klimarettung", welche ja mittlerweile als Klimaschwindel entlavt ist, alles rechtfertigt, selbst die Preise des Nahrungsmittelmarktes exorbitant in die Höhe zu treiben.

Bildnachweis:
  • Manjok: http://de.wikiped...0829203737 (http://de.wikiped...0829203737 Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. )
  • Manjok Pflanze: http://upload.wik...assava.jpg (Ich, der Urheberrechtsinhaber dieses Werkes, veröffentliche es hiermit unter der folgenden Lizenz: GNU head Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht v)

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Schlüsselwörter: E10 | Biosprit | Super Benzin | Klimawandel | Klima | Adac
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Kommentare

Amschel
am 22.02.2011 20:06:00 (2.210.44.xxx) Link Kommentar melden
Eher ein Nachtrag, als ein Kommentar:

Mitte Februar wurden zwei Sachverhalte zu E10 bekannt.

Erstens, das zum 01.01.2011 angekündigte E10 wurde er erst langsam ab der ersten Februar Woche an einigen wenigen Tankstellen eingeführt.

Zweitens, ergaben Tests, dass aus 70% der als E10 gekennzeichneten Zapfsäulen, herkömmliches E5 floss.

Schaden tut all dies niemandem, denn E10 wird billiger verkauft als E5, zumindest künftig, bzw. E5 wird künstlich verteuert.

Alles in allem ein Etikettenschwindel, wie üblich beim Thema "Klimaschutz"
349
am 23.02.2011 17:02:41 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Man sollte auch berücksichtigen: aufgrund der geringeren Energiedichte steigt der Verbrauch bei Nutzung von E10-Sprit um ca. 5% (manche Quellen sagen auch 8%), es ist also nicht unbeingt teurer, das alte Superbenzin ohne Bio-Alkohol zu tanken. Zumal viele Autos (Citroen, Fiat) das E10 gar nicht vertragen.
Hartmut Holz
am 23.02.2011 17:12:55 (217.80.206.xxx) Link Kommentar melden
Dieser neue Treibstoff E 10 ist alles andere als umweltfreundlich. Ja, er schadet unserem Klima mehr als uns lieb ist.

Denn dieser Treibstoff wird ja aus nachwachsendem Rohstoff, wie Manjok oder aus anderen Pflanzen gewonnen. Und, um diese Pflanzen anbauen zu können, wird der Regenwald, in Südostasien, abgeholzt.

Also umwelt- und klimafreundlich ist dieses nun rein gar nicht. Man sollte daher diesen Treibstoff schnell abschaffen.
300
am 23.02.2011 18:56:12 (178.33.255.xxx) Link Kommentar melden
Es dauerte zwar fast zwei Jahre, bis der Autor das herausfand, weil vor Ort keiner die europäische Bezeichnung kannte, aber dem Leser soll hier kein Ratespiel aufgegeben werden. Was hat nun Manjok aus Südostasien, mit E10, dem Biobenzin und der ADAC Motorwelt zu tun, werden sie fragen.
Wo wohnst Du denn? In den Tropen? Denn da gehört Maniok hin, oder wächst das auch im kalten Deutschland?

Du solltest Deine vier Hunde besser erziehen oder abends noch mal rausgehen, denn 5.30 Uhr ist ja unmenschlich zum Gassigehen.

Zum Thema: E10 ist der pure Schwachsinn, finde ich.
557
am 23.02.2011 22:14:39 (88.68.111.xxx) Link Kommentar melden
E10 ist der pure Schwachsinn, finde ich.
Reine Abzocke, die pure Beutelschneiderei! Sad
Peter Maier
am 24.02.2011 21:46:00 (93.219.168.xxx) Link Kommentar melden
Wo wohnst Du denn? In den Tropen? Denn da gehört Maniok hin, oder wächst das auch im kalten Deutschland?

Du solltest Deine vier Hunde besser erziehen oder abends noch mal rausgehen, denn 5.30 Uhr ist ja unmenschlich zum Gassigehen.


Ist doch egal, wo der Autor wohnt, er hat einen authentischen Artikel geschrieben, persönliche Daten braucht er wohl hier nicht preiszugeben.

ansonsten gut recherchiert, ich mag Leute, die nicht aus Berichten abschreiben, sondern von sich selbst berichten - gut gemacht, Amschel
Amschel
am 24.02.2011 23:24:45 (2.211.133.xxx) Link Kommentar melden
Vater von Gandalf und Galahad
am 23.02.2011 17:02:41 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Man sollte auch berücksichtigen: aufgrund der geringeren Energiedichte steigt der Verbrauch bei Nutzung von E10-Sprit um ca. 5% (manche Quellen sagen auch 8%), es ist also nicht unbeingt teurer, das alte Superbenzin ohne Bio-Alkohol zu tanken. Zumal viele Autos (Citroen, Fiat) das E10 gar nicht vertragen.
Hartmut Holz
am 23.02.2011 17:12:55 (217.80.206.xxx) Link Kommentar melden
Dieser neue Treibstoff E 10 ist alles andere als umweltfreundlich. Ja, er schadet unserem Klima mehr als uns lieb ist.

Denn dieser Treibstoff wird ja aus nachwachsendem Rohstoff, wie Manjok oder aus anderen Pflanzen gewonnen. Und, um diese Pflanzen anbauen zu können, wird der Regenwald, in Südostasien, abgeholzt.

Also umwelt- und klimafreundlich ist dieses nun rein gar nicht. Man sollte daher diesen Treibstoff schnell abschaffen.

Die "Drecksäcke" haben E5 gleich um mindestens 5 cent verteuert, oft gleicher Preis wie Super Plus. Wenn man einen Wagen mit Klopfsensor und hoher Verdichtung hat (wie z.B. neuere BMW Benziner) könnte Super Plus (ROZ98) einen Minderverbrauch bewirken der den Preisunterschied ausgleicht. Vernünftige Fahrweise vorausgesetzt.

(Natürlich ist es teurer jetzt E5 zu tanken, vorher max. 1,51Euro jetzt 1,56Euro + X )
Hartmut Holz
am 25.02.2011 17:04:04 (217.80.233.xxx) Link Kommentar melden
Warum wurde denn E 10 von der EU genehmigt. Oder wurde da nur auf die Meinung von Green Peace, den Umweltlobbyisten, gehört?
Amschel
am 26.02.2011 16:40:34 (109.250.251.xxx) Link Kommentar melden
Warum wurde denn E 10 von der EU genehmigt. Oder wurde da nur auf die Meinung von Green Peace, den Umweltlobbyisten, gehört?

Offiziell dient das dem "Klimaschutz", CO2 Einsparung. In Wahrheit wird es so sein, daß "Peakoel" doch Realität, und wir zur Zeit am Top sind. Eine weitere Steigerung der Förderung ist nicht mehr möglich. Die leer gepumpten Ölfelder können gerade noch so durch Neufunde ersetzt werden.

http://www.phoeni...amp;skip=2

In obigem Phönix - Fernsehbeitrag wurde dies u.a. thematisiert.

Um keine Panik und Ölhortungen auszulösen, wird das Märchen des menschengemachten Klimawandels kultiviert.

Im Beitrag wurde erwähnt, daß Kuwait und Saudi Arabien falsche Angaben zur Größe ihrer Lagerstätten machen. Dies ist auch bei anderen Lieferländern möglich. Es gibt keine gesicherten Zahlen in diesem Zusammenhang.

Tatsache ist, daß die Ölsuche und Förderung immer aufwendiger wird und die Neufunde dennoch ständig schrumpfen.
Peter Maier
am 27.02.2011 22:10:51 (93.219.190.xxx) Link Kommentar melden
Und Tatsache ist, dass jeder, der weiß, dass wegen dieses neu eingeführten Kraftstoffes in den Entwicklungsländern Felder für Nahrungsmittelaufzug wegfallen, dieses Zeug nicht tanken wird. Jedenfalls jeder, der sich für Entwicklungsländer einsetzt.

Das Lockmittel, dass es billiger ist, zieht hier nicht. Wenn man allein von einer jährlichen Ersparnis von ca. 40 Euro ausgeht (bei 5 Cent pro Liter im Unterschied zu Superbenzin / bei einem Verbrauch von ca. 800 Liter Sprit im Jahr).

Eine der üblichen Verblendungsmaschen, um die Autoindustrie aufzumöbeln.
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