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Ex-KGB-Agent und Ehefrau bluffen mit Quecksilber-Vergiftung

Polizei stellt Ermittlungen ein und hält "gezielte Selbstkontamination" für möglich
17.02.2011 15:52:10 eingesandt von GataLinda für OnlineZeitung 24.de

17.02.2011 | 12:30 Uhr Newsticker stern.de:

Hamburg (ots) - Ein russisches Ehepaar hielt monatelang deutsche Behörden und Geheimdienste in Atem, weil es angeblich von Verfolgern aus seiner Heimat mit Quecksilber und anderen Substanzen vergiftet werde. Der mysteriöse Fall, der an den Giftmord an dem russischen Dissidenten Alexander Litwinenko vor fünf Jahren in London erinnerte, machte international Schlagzeilen. Mittlerweile hat das Landeskriminalamt (LKA) Berlin die Ermittlungen gegen Unbekannt eingestellt, wie das Online-Magazin stern.de berichtet - "eine fortdauernde Vergiftung hier in Deutschland" schließt man aus.

Der ehemalige KGB-Agent Victor Kalaschnikow und seine Ehefrau Marina waren wiederholt in Berliner Kliniken untersucht worden, wobei lediglich einmal erhöhte Quecksilber-Werte festgestellt wurden. Das LKA hält ausdrücklich eine "gezielte Selbstkontamination durch die Eheleute" für möglich, zitiert stern.de aus einem Ermittlungsbericht.

Den Kalaschnikows sei es mit bemerkenswerter Beharrlichkeit gelungen, "diverse behördliche und humanitäre Institutionen und Personen, ausländische Vertretungen, deutsche Vertretungen im Ausland sowie Presse und verschiedene Behörden im hiesigen Gesundheitswesen für ihre eigenen Zwecke geschickt zu instrumentalisieren", wie es laut stern.de im LKA-Abschlussbericht heißt, "um eigene Interessen - hier insbesondere die Erlangung eines Aufenthaltsstatus' und finanzielle Vorteile - zu verfolgen".

Ende dieser Woche, berichtet stern.de weiter, läuft ihr bereits mehrfach verlängertes Visum "zum Zwecke der medizinischen Behandlung in Deutschland" aus. Angeblich wollen dem Ehepaar jetzt Bundestagsabgeordnete der Grünen helfen - Namen nennen die Klaschnikows allerdings nicht.

Pressekontakt:

stern-Redakteur Johannes Gunst

Weitere Informationen finden Sie unter www.stern.de/kalaschnikow

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