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Wirtschaft & Finanzen: Welt

Die Suche nach Wegen aus der Finanzkrise

Foto via pixelio.de
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Die Finanzwelt schaut heute gespannt nach Washington. Die Notenbank der USA berät heute über weitere Schritte gegen die andauernde US-Finanzkrise und eine weitere Zinssenkung steht außer Frage. Unklar ist nur noch die Höhe der Absenkung des Leitzinssatzes. Experten gehen von einer Absenkung von einem Prozentpunkt von derzeit 3 auf 2 Prozent aus. Sollte die Senkung wirklich so deutlich ausfallen wie vorhergesagt, wäre das der niedrigste Stand seit dem Jahr 2004.

An den Weltfinanzmärkten geht die Angst vor weiteren Bankenkonkursen um, nachdem kürzlich erst die renommierte Investmentbank Bear Stearns nur durch einen Notverkauf vor dem drohenden Crash gerettet werden konnte. Am Montag kam es zu einem Krisentreffen führender Finanz- und Börsenchefs mit Vertretern der US-Regierung. Teilnehmer waren Präsident Georg W. Bush, Finanzminister H. Paulsen, der Chef der US-Notenbank Ben Bernnke und der Chef der New Yorker Börse Ch. Cox. Ergebnisse dieses Spitzentreffens wurden bisher noch nicht bekannt.

Weltweit geht die Sorge um, dass die Finanzkrise zu einem weiteren Abwärtstrend in den USA führen wird. H.-W- Sinn, Präsident des IFO-Institutes rechnet mit einer anhaltenden Rezession in den USA. Für ihn ist ein Ende der Finanzkrise in den USA nicht in Sicht und deshalb rechne er mit weiter fallenenden Kursen an den amerikanischen Börsen. Ebenfalls sieht er die US-Unternehmen an den Börsen als überbewertet an und das sei ein weiterer Grund, neben der momentanen Finanzkrise, für fallende Kurse in der nächsten Zeit.

Für den europäischen Wirtschaftsraum sieht er die Lage nicht ganz so schwarz. Zwar stehen die europäischen Finanzmärkte im Sog der amerikanischen Finanzinstitute, aber die reale Wirtschaft zeigt sich momentan noch resistent gegen diesen Einfluss. Dennoch wird der wirtschaftliche Abschwung in den USA nicht spurlos an der deutschen Wirtschaft vorbeigehen. Die alte Weisheit, dass wenn die USA husten, die Welt Schnupfen bekommt gelte heute genauso wie vor 20 Jahren.

Bundesfinanzminister Steinbrück hält die andauernden Turbolenzen an den Finanzmärkten für eine der schwersten Krisen der vergangenen Jahre, die auch andere Länder erfassen könnte. Er äußerte die Hoffnung, dass Deutschland von einer Zuspitzung der Situation wie in den USA verschont bleibe. Grund für seine Hoffnung sind die guten ökonomischen Fundamentaldaten der deutschen Wirtschaft. Unabhängig davon forderte er eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von Politik, Bundesbank und Bankverbänden in Deutschland.

Spitzenmanger fordern unterdessen ein stärkeres und beherzteres Eingreifen der Politik. Josef Ackermann Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank glaubt nicht mehr an eine „Selbstheilung“ der Märkte. Es reiche auf Dauer nicht immer noch mehr Geld in den Finanzmarkt zu pumpen. Die Regierungen müssten seiner Ansicht nach mehr Einfluss auf die Märkte ausüben.

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Schlüsselwörter: Finanzkrise | US-Finanzkrise | Notenbank | Zinssenkung
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Kommentare

552
am 24.02.2011 16:21:24 (85.25.84.xxx) Link Kommentar melden
Lernen ... tut weh und macht nicht immer Spaß.
So ist es, und das dann auch noch ein Leben lang!

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