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Obdachlose in Deutschland

allein 300.000 Menschen in Deutschland sind obdachlos.

Leben auf der Straße
Leben auf der Straße
Als obdachlos werden nicht alle Menschen, die auf der Straße leben müssen, bezeichnet. Man bezeichnet so vorwiegend die Menschen, die ungewollt ihr Haus verloren, in Notunterkünften oder in unzumutbaren Wohnverhältnissen leben. Es gibt viele von ihnen, gerade und leider auch in Deutschland.

Die Zahl der Obdachlosen allein in Deutschland wird auf 300.000 Menschen geschätzt

Bis zu 30.000 Menschen leben auf der Straße, ohne in einer Statistik aufzutauchen. Besonders wohnungslose Frauen müssen für ein Dach über dem Kopf einen

hohen Preis zahlen: finanzielle Abhängigkeit, sexueller Missbrauch oder Gewalt.

Bei den allein stehenden wohnungslosen Frauen muss von einem Frauenanteil von 21% Prozent ausgegangen werden, dies entspricht ca. 31.000 Personen, die Dunkelziffer liegt bei ca. 23%. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen liegt bei ca. 22% und die Anzahl der Männer bei ca. 55% (180.000, 2000: 215.000 Personen). Allein in den 90er Jahren sind bereits mehr als 107 Obdachlose misshandelt oder gar getötet worden, meist von Jugendlichen.

Wie überleben obdachlose und wohnungslose Menschen den Winter in Deutschland?

Zwischen 1991 und 2004 sind mindestens 225 obdachlose und wohnungslose Menschen auf der Straße erfroren, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Allein in diesem Jahr gab es bereits über ca. 23 Todesfälle von Obdachlosen in Deutschland. Auf der Straße im Winter überleben zu müssen, ohne ein warmes Bett, in welchem sie übernachten können und ohne Dach über den Kopf, ist bei den wohnungslosen Menschen Alltag, genauso wie der tägliche Tod durch die massive Kälte.

Hamburg setzt sich ein für Obdachlose

Am 1. November 2010 startete in Hamburg ein Notprogramm um die Obdachlosen und wohnungslose Menschen vor dem Erfrieren zu retten. Doch nehmen viele wohnungslose Menschen es erst richtig wahr, wenn ihnen die niedrigen Temperaturen und die Witterung eine Übernachtung draußen nahezu unmöglich machen. Die Sozialbehörde Hamburgs stellt für diese Menschen ab den 1. November bis zum 15. April 2011 rund 200 zusätzliche Schlafplätze im Rahmen des Notprogramms zur Verfügung. Bei Bedarf wird die Zahl der Plätze aufgestockt.

Gefördert wird das Winternotprogramm von der Sozialbehörde mit rund 400.000 Euro. Damit soll in Hamburg kein wohnungsloser Mensch mehr auf der Straße erfrieren. Ein gutes Beispiel für ganz Deutschland

Gründe für die Obdach- und Wohnungslosigkeit:

Für den Abstieg in die Obdachlosigkeit gibt es viele Gründe: Probleme mit der Arbeitslosigkeit, Streit in der Partnerschaft, Verlust der Arbeit, Verschuldung, Kündigung der Wohnung, Unterbringung in Notunterkünften, Griff zu Drogen.

Männer kommen schneller in die Situation der Wohnungslosigkeit, denn Frauen sind psychisch stärker und verfallen somit nicht so leicht in Depressionen. Wenn sie jedoch erst einmal auf der Straße sind, finden sich die Männer besser in dieser Lebenslage zurecht. Frauen sind schutzbedürftiger und können sich nicht gegen körperlich Überlegene wehren.

Bei Jugendlichen sind allerdings in den meisten Fällen familiäre Probleme der Grund für ein Leben auf der Straße. Diesen wird dann dadurch geholfen, dass man sie in Jugendhilfseinrichtungen unterbringt. Diese Obdachlosigkeit entsteht meistens nur kurzfristig. Quelle: http://www.obdach...

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Schlüsselwörter: Obdachlos | Bettler | Armut in Deutschland | Obdachlosigkeit | Wohnungslos | Youtube
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Kommentare

Peter Maier
am 19.03.2011 18:49:05 (93.219.183.xxx) Link Kommentar melden
Leider "boomt" die Obdachlosigkeit in allen Großstädten Deutschlands. Mehrere Hilfsprogramme der Caritas, des Samariterbundes usw. bieten Möglichkeiten von Schlafstätten, Suppenküchen und Bekleidungsstellen an.

Was mich am ärgsten trifft, ist die Zahl der ganz jungen Menschen, die Hilfsangebote ablehnen und selbst im strengsten Winter eher auf einen Joint gehen und - wenn überhaupt - unter einer dünnen Decke Schlaf suchen.
Hartmut Holz
am 22.03.2011 16:45:59 (217.80.200.xxx) Link Kommentar melden
Das ist wohl auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Denn nur die Starken kommen durch und wer schwach ist, der landet irgendwann auf der Straße.

Und die jungen Menschen sind besonders betroffen. Hauptsächlich durch Arbeitslosigkeit geraten diese Menschen an den Rand unserer Gesellschaft. Sie können dann keine Miete mehr zahlen und so ist dann die Obdachlosigkeit vorprogrammiert.
Peter Maier
am 22.03.2011 20:40:22 (93.219.165.xxx) Link Kommentar melden
Es gibt aber leider auch immer mehr Menschen, die die offen gebotene Hilfe nicht annehmen, sei es aus Scham oder aus falschem Stolz heraus.

Und junge Menschen bedenken nicht die Folgeschäden, die sich aus ihrer teils selbst gewählten Lebensart ergeben. Hier bedarf es nach wie vor jeder Menge Aufklärung.
Hartmut Holz
am 23.03.2011 14:57:40 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
Genau so ist es. Und um diese Menschen muss sich massiv gekümmert werden.
349
am 25.03.2011 21:37:37 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Kommentar gelöscht.
  • Geändert von Argusauge am 26.03.2011 13:21:21.
Peter Maier
am 02.04.2011 21:21:42 (93.219.171.xxx) Link Kommentar melden
Wieviele Erwachsene sich über die Gedanken hinwegsetzen, kann man in keine Statistik packen. Kinder werden massiv überfordert mit der Gedankenwelt der eigenen Eltern. Aber auch Eltern stehen unter Druck: DU MuSST zusehen, dass dein Kind einen Weg einschlägt, den die Gesellschaft achtet! Ja, und wenn das Eltern aus der eigenen Kraftlosigkeit nicht schaffen, schafft es eben auch das Kind nicht - Fortsetzung vorgegeben - zwingt man ein Kind in einen unliebsamen Schulweg (muss Abitur bestehen), klappt das - klappt das nicht, dann der kleinere Weg, klappt der auch nicht, entsteht Frustration. Wer nimmt die wieder weg - die Eltern - die Gesellschaft, der böse Betreuer, der böse Lehrer - oder wer? Der Leidtragende ist das Kind - egal, wie alt, egal, von wem "gedrückt" .
349
am 04.04.2011 15:50:09 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Da mein voriger Beitrag zwar erst veröffentlicht, aber dann doch wieder gelöscht wurde, fehlt mir der Diskussionsfaden (ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, was ich vor zwei Wochen als Kommentar geschrieben hatte).

Zum Beitrag von Peter Maier 02.04.2011 21:21:42 wäre zu sagen: wenn Eltern zu kraftlos sind, Kinder zu erziehen, dann sind sie entweder krank (es müssen ja nicht immer nur Alkohol und Drogen sein) oder sie sind unfähig, Kinder zu erziehen (wobei man dann fragen könnte, warum sie überhaupt welche haben).

In beiden Fällen ist dann das Jugendamt gefragt, also die Gesellschaft, die Kirchen und caritativen Organisationen. Wenn Kindern nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen, kann das - unter den skizzierten Bedingungen - ein Segen für die Kinder sein.
Hartmut Holz
am 06.04.2011 18:20:51 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
Und das werden immer mehr. Aber wahrscheinlich sind die Eltern auch von ihren
Eltern nicht richtig erzogen worden.
349
am 07.04.2011 21:41:55 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
@ Hartmut Holz, ja, leider setzt sich das oft in der Familie fort, wenn man solche Erfahrungen macht, mit hoher Wahrscheinlichkeit. - Sarrazin hat dazu auch Stellung genommen, dass sich Hartz-IV-Bezieher oft über mehrere Generationen hinweg in dieser gesellschaftlichen Nische einrichten.
Hartmut Holz
am 08.04.2011 17:20:09 (217.80.206.xxx) Link Kommentar melden
Es ist ja leider so, dass Armut, in den betroffenen Familien, vererbt wird. Und was lernen diese Kinder denn auch kennen. Vater und Mutter arbeiten nicht und beziehen Hartz IV. Für diese Kinder ist es also normal, dass die Eltern nicht zur Arbeit gehen.

Schlimm ist ja auch folgendes: Da wurden Jugendliche, in der Schule, gefragt, was sie einmal werden wollen. Die Antwort war bedrückend: "Ich möchte Hartz IV werden. Dann bin ich wenigstens, im finanziellen Bereich, abgesichert.

Und je länger die Arbeitslosigkeit andauert, desto schwerer finden die Betroffenen ja auch wieder in die Arbeitswelt zurück. Da mangelt es Qualifikation und leider auch an Motivation. Aber das ist nur bei einigen Arbeitslosen der Fall. Die meisten ALG II Bezieher sind hochmotiviert und möchten auch arbeiten.

War wir benötigen ist ein zweiter Arbeitsmarkt. Auch sollte sich, um die Betroffenen, von seiten der Jobcenter verstärkt gekümmert werden. Und so
mancher Jugendlicher muss ja auch ersteinmal lernen was es heißt jeden Morgen aufzustehen, um dann zur Arbeit zu gehen. Denn dieses haben sie ja nicht, vom Elternhaus, mitbekommen.

Das schlimme ist nur, dass ja Frau von der Leyen jetzt 2 Milliarden Mark, bei den Arbeitslosen, einsparen möchte. Damit verschlechtert sich die Lage, dieser
Betroffenen, dann nocheinmal. Denn so manche Förderung wird dann wegfallen.
D. h., dass dieser Personenkreis dann noch schlechter Arbeit findet.
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