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Medien: Sonstiges

Der Hai: Monster, Bestie, Menschenfresser - Medienlügen killen Ökosystem

Haie sind gefährlich - wenn man sie isst...

freundlicher Weißer Hai in Begleitung
freundlicher Weißer Hai in Begleitung
Haie sind immer für eine Schlagzeile gut, ob man nun in Sharm-el-Sheikh tote Schafe ins Wasser werfen muss, bis einige Touristen getötet werden, oder ob man das Wasser so verschmutzt, bis die Tiere keinen Lebensraum mehr vorfinden, in welchem sie noch Beute finden - fast immer ist der Mensch Auslöser, wenn es zu schweren Unfällen mit Haien gekommen ist.

Das Image von Haien war noch nie wirklich gut, denn ihnen fehlt der Kuschelfaktor, kein Fell, keine niedlichen Stupsnasen wie die Delfine, man kann in ihnen schwer etwas anderes sehen als die hochgetunte Fressmaschine. Dass Haie unverzichtbarer Bestandteil des Ökosystems sind, gerät dabei fast in Vergessenheit.

  • Allein in den USA und Kanada werden jährlich rund 40 Menschen von Schweinen getötet, sechsmal mehr als weltweit von Haien.
  • In Australien ist es 20 mal wahrscheinlicher, zu ertrinken, als von einem Hai gebissen zu werden.
  • In den USA ist es 16 mal wahrscheinlicher, von einem Blitz getroffen als von einem Hai gebissen zu werden.
  • Es werden wesentlich mehr Menschen von Kokosnüssen erschlagen, als weltweit von Haien gebissen.
  • Allein in New York werden jährlich 10 mal mehr Menschen von Menschen gebissen als weltweit von Haien
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Shark-Foundation

Haimafia tötet industrialisiert

Unverdrossen werden Haie abgeschlachtet, allen voran steht Asien mit einer Fischfangmafia, die den hochangepassten Raubfischen mit Schleppnetzen und

Hai-Revier - freundliche Begegnung
Hai-Revier - freundliche Begegnung
schwimmenden Fischfabriken zu Leibe bzw. zu Flosse rückt. Zwischen 100-200 Millionen Haie werden weltweit pro Jahr abgefischt, man schneidet dabei nur die "wertvollen" Flossen ab und wirft in den meisten Fällen die sterbenden Tiere zurück ins Meer.

Spanien Spitzenreiter im Export

Aber auch in Europa ist man nicht zimperlich, wenn es um die Ausrottung der Haie geht: Spanien ist Spitzenreiter im Export von Haiflossen, den Dornhai hat man in Europa damit annähernd ausgerottet, 95% des Bestandes sind bereits Geschichte.

Dabei geht es wieder einmal um Politik und wirtschaftliche Interessen:

Die Nahrungsmittel-Industrie erfindet mittlerweile die kuriosesten Namen, um die Herkkunft des Fischproduktes zu verschleiern: wer sich für Schillerlocken, Königsaal, Steinlachs, Seestör entscheidet, hat Hai auf dem Teller.

Verbraucherschutz Fehlanzeige - Haie haben keine Lobby

Was die Verbraucherschützer anscheinend bis dato nicht zu interessieren scheint, denn betrachtet man die Schadstoffe, die Haie durch ihre Lebensumstände und die biologische Stellung am Ende der Nahrungskette aufnehmen, dürfte Hai nach menschlichem Ermessen allenfalls als Gift in der Apotheke, nicht aber als Lebensmittel im Kühlregal liegen. Schon der Verzehr von 5g Haifilet kann gesundheitsgefährdend sein:

Der Verdacht, Haifleisch enthalte besonders viel dieses Giftes, konnte in einigen Fällen bestätigt werden: Dabei wurde in extrem belasteten Haifischen so hohe Methylquecksilbergehalte gefunden, dass durch den Verzehr von nur fünf Gramm dieser Fische bereits die maximal tolerierbare/empfohlene Tageshöchstdosis für den Menschen erreicht würde.
http://de.wikiped...uecksilber
Schillerlocken wie auch die als „Seeaal“ gehandelten Rückenmuskeln des Dornhais enthalten pro Kilogramm im Durchschnitt rund 700 Mikrogramm Methylquecksilber überwiegend natürlicher Herkunft. Als für Erwachsene tolerable Tagesdosis von Methylquecksilber gelten 0,1 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht.
http://de.wikiped...28Fisch%29

Warum also Verbraucherschutz hier nicht genauso gehandhabt wird wie z.B. bei anderen Giften wie z.B. beim Dioxinskandal Dioxinskandal, weshalb die Medien auf dem Gejagten herumhacken und sich an durchschnittlich 10 Unfällen pro Jahr ergötzen, aber die wahren Gesundheitsgefahren totschweigen, ist nicht zu erklären - ausser mit wirtschaftlichen Interessen und mafiösen Strukturen.

Ökosystem in Gefahr - Mensch in Gefahr

anmutige Eaglerays
anmutige Eaglerays
Was die Ausrottung der Haie für das feine ökologische Gleichgewicht der Meere bedeutet, ist den meisten Menschen nicht bewusst, sie stehen dem Tod dieser phantastischen Tiere relativ gleichgültig gegenüber.

Auf der Beliebtheitsskala rangieren Haie ganz unten. Zu Unrecht, sagen Wissenschaftler und weisen auf den unschätzbaren Nutzen der Knorpeltiere hin. (...) Ohne Haie gibt es kein ökologisches Gleichgewicht. Wenn die großen Haie fehlen, dann vermehren sich etwa kleinere Raubfische über die Maßen. Das gefährdet das ganze Artengefüge im Meer.
Informationen über diese hochspezialisierten Meeresbewohner bekommt man unter Hai-Stiftung und Sharkproject

YouTube Video

Bildnachweis:

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Schlüsselwörter: ökosystem | hai | finning | sharkproject | mittelmeer | shark foundation | rettung | rote liste | youtube
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Kommentare

357
am 12.02.2011 08:47:02 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
betrachtet man die Schadstoffe, die Haie durch ihre Lebensumstände und die biologische Stellung am Ende der Nahrungskette aufnehmen, dürfte Hai nach menschlichem Ermessen allenfalls als Gift in der Apotheke, nicht aber als Lebensmittel im Kühlregal liegen. Schon der Verzehr von 5g Haifilet kann gesundheitsgefährdend sein
In welchem Essen ist denn heute kein Gift mehr oder keine Schadstoffe? Frown
GataLinda
am 12.02.2011 12:23:11 (90.169.36.xxx) Link Kommentar melden
@Chaim:
Medienlügen - damit sind die masslos aufgebauschten, wenigen Unfälle und tragischen Todesfälle gemeint, die, ebenso wie Machwerke im Stil von "der weisse Hai" oder "Haialarm vor Mallorca" die unsinnige Panik schüren, die dem Hai entgegengebracht wird.
Saubere Berichterstattung ist leider kaum zu finden.
Und unsinne Tötungsaktionen wie zuletzt in Ägypten zeigen einmal mehr, wie Medienlügen vorgaukeln, dass nun, nachdem der "Feind" abgeschlachtet wurde, wieder Sicherheit im Meer herrscht.
Da ich am Meer lebe, und zwar direkt am Meer, daich ferner schon seit Jahren mit Delfinen beruflich zu tun habe, sehe ich, wie unterschiedlich die beiden Spezies in den Medien behandelt werden. Diese Medienlüge vom "guten Delfin" und dem "bösen Hai" ist ebenfalls ein Thema, das in Kürze weiter berichtigt werden wird.

@Emanuel Speh:
In welchem Essen ist denn heute kein Gift mehr oder keine Schadstoffe?

Wenn du diese Frage ernst meinst, angesichts der Tatsache, dass Methylquecksilber in grossem Mass in Haifleisch abgelagert ist, sodass bereits der Verzehr von 5g (!!!) als maximale unschädliche Grenze des Verzehrs gewertet werden muss, dann weiss ich auch nicht, bleibt mir nur, dir guten Appetit zu wünschen, oder besser gesagt, viel Glück.
Kontaminant in der Nahrungskette

Chemische Elemente können in verschiedenen Formen vorliegen und je nach Form ganz unterschiedliche Eigenschaften zeigen. Quecksilber wirkt in Form seiner organischen Verbindungen, insbesondere das am häufigsten vorkommende Methylquecksilber (= Monomethylquecksilber), mehr als hundert Mal so giftig wie eine gleich große Menge dieses Elementes in anorganischer Bindungsform.

Für die Zufuhr organischen Quecksilbers ist hauptsächlich der Fischverzehr verantwortlich Methylquecksilber (MeHg) ist die bei Fisch am häufigsten vorkommende Form von Quecksilber. Zugleich die am stärksten toxische Quecksilberform, die vom Menschen über die Nahrung aufgenommen wird. Methylquecksilber entsteht hauptsächlich auf mikrobiellem Weg durch das im Meer vorkommenden Quecksilber...
http://www.umwelt.../methylhg/

Für die Zufuhr organischen Quecksilbers ist hauptsächlich der Fischverzehr verantwortlich. Alte Fische sind dabei deutlich stärker mit Quecksilber belastet als junge, und Raubfische sind stärker belastet als Friedfische.



Lange wurde es vermutet, jetzt steht es fest: Haifleisch ist giftig!! Durch ein neues Analyseverfahren, patentiert durch Prof. Klaus Heumann von der Universität Mainz, wurden jetzt alarmierende Konzentrationen von Methylquecksilber in Hai-Steaks gefunden.

Durch eine von der Haischutzorganisation Sharkproject in Auftrag gegebene Studie wurden in pro Kilogramm Blauhaisteak bis zu 1400 Mikrogramm Methylquecksilber nachgewiesen. Dies sind 420 Mikrogramm Methylquecksilber in einer normalen 300 Gramm Haisteak-Portion und entspricht dem 60-fachen, was ein 70 kg schwerer Konsument pro Tag zu sich nehmen darf.
http://www.vision...eisch.html
Methylquecksilber ist für den menschlichen Körper höchst gefährlich. Toxikologe Dr. Hermann Kruse von der Universität Kiel erklärt warum: "Es ist eines der biologisch aktivsten und gefährlichsten Gifte für den Menschen. Hinzu kommt, dass Methylquecksilber ein "Trojanisches Pferd" ist, das mühelos jede Schutzbarriere wie den Trennmechanismus zwischen dem mütterlichen Blutkreislauf und dem des ungeborenen Kindes sowie die Blut-Hirn-Schranke eines jeden Erwachsenen passieren kann.


http://www.dasers...c5s~cm.asp
Wem nach diesen Infos immer noch der Sinn nach Hai steht, dem ist nicht zu helfen.
357
am 12.02.2011 15:50:27 (84.19.165.xxx) Link Kommentar melden
Gata Linda, ich habe noch nie Hai gegessen und werde es auch nicht tun, meine Bemerkung war nicht gegen Dich gerichtet, eher der Ausdruck von Frustration über die Nahrungs-Industrie-Mafia.

Fisch kaufe ich am liebsten frisch im Hafen oder Süßwasserfisch vom Angler, da weiß man, was man hat.
317
am 13.02.2011 04:18:38 (80.237.225.xxx) Link Kommentar melden
Ein interessanter Artikel; es ist immer gut, wenn Nachrichten auch einmal "zurechtgerückt" werden.
GataLinda
am 13.02.2011 20:55:50 (90.168.208.xxx) Link Kommentar melden
Ehrlich, mir sind Haie völlig wurst. Es sind schon so viele Tierarten ausgestorben, das Leben geht weiter. Einfach locker bleiben.


Da unterliegst du leider einem großen Irrtum, denn es ist mittlerweile wissenschaftlich gesichert, dass ohne Haie das Meer resp. der Fischreichtum innerhalb weniger Jahre aussterben wird, und mit dem Meer stirbt der Mensch, denn die Produktion von Sauerstoff wird in überwiegendem Masse, wenn nicht fast 100% aus dem Meer erzeugt.
Wenn es keine Haie mehr gibt, werden sich die grossen Raubfische so vermehren, dass sie den Artenreichtum der kleineren Fische so sehr dezimieren, bis nichts mehr vorhanden ist. Es wird keine natürlichen Feinde mehr für sie geben und das bedeutet, dass das ökologische Gleichgewicht vollständig gestört würde.
Dass die Welt auf Haie verzichten kann, ist leider ein Trugschluss, denn sie sind das wichtigste Glied für das Gleichgewicht der Arten.
266
am 14.02.2011 09:21:52 (204.93.160.xxx) Link Kommentar melden
Nun bleiben Sie doch mal gelassen, Gata Linda, die Evolution wird das alles schon regeln, wie sie das bisher auch getan hat.
300
am 15.02.2011 09:58:58 (178.33.255.xxx) Link Kommentar melden
Methylquecksilber entsteht hauptsächlich auf mikrobiellem Weg durch das im Meer vorkommenden Quecksilber...
Sag mal, kommt das da natürlicherweise vor?
GataLinda
am 15.02.2011 12:21:31 (85.55.16.xxx) Link Kommentar melden
Ja. Es entsteht auf natürliche Weise und da Haie nunmal die letzten "Fresser" sind, nehmen sie kumuliert all das auf, was die kleineren Fische und Meerestiere vorher gebunkert haben.
Außerdem ist der Sauerstoffgehalt unseres Planeten im Fließgleichgewicht, mit Haien oder ohne Haie, einfach mal das Suchwort nachschlagen, oder?

Leider nicht, Chaim.
Du scheinst die Fakten noch nicht zu realisieren oder sie bewusst zu negieren, warum, erschliesst sich mir nicht.

das Beziehungsgefüge aller Organismen (Lebensgemeinschaft, Biozönose), die einen bestimmten Lebensraum (Biotop) besiedeln, untereinander und mit den unbelebten Faktoren dieses Lebensraums, z. B. Regenwald, See, Korallenriff. Ökosysteme sind offene Systeme, weil ein Energieeintrag in Form von Sonnenlicht und vielfach ein Stoffaustausch mit der Umgebung stattfindet. Intakte Ökosysteme befinden sich in einem dynamischen Gleichgewicht (→ Fließgleichgewicht); sie zeichnen sich durch eine Regulationsfähigkeit aus, die durch menschliche Eingriffe verloren gehen kann. Ökosysteme sind hinsichtlich ihrer Lebensgemeinschaften unterschiedlich komplex. Besonders reich strukturiert sind z. B. Regenwälder und Korallenriffe. Werden sie großflächig zerstört, können sie sich nicht wieder regenerieren. Mit der Untersuchung von Ökosystemen beschäftigt sich die Ökosystemforschung, die → Synökologie und die → Produktionsbiologie.

http://www.wissen...03436.html
Die Gefahr, die unseren Kindern droht durch den Verlust des ökologischen Gleichgewichtes ist leise, sie ist nahezu unbemerkt, da nicht jeder Mensch einen nahen Bezug zum Meer hat.
Aber sie ist mehr als existent, und es wäre sinnvoll, diese Tatsachen anzuerkennen und sich dafür einzusetzen, dass die Gefahr gebannt werden kann anstatt in verbrauchender Lebensweise und Raubbau fortzufahren, als gäbe es keine nachfolgenden Generationen.
Es stimmt, es ermüdet, immer die Warnungen hören zu müssen, aber es ist Zeit, aufzuwachen davon, nicht einzuschlafen und zu resignieren. Mach mit!
349
am 15.02.2011 12:43:05 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
@master of desaster, das ist einerseits Natur, wird dann aber vom Menschen gemacht, hauptsächlich durch Verbrennung:

Quecksilber wird in großen Mengen durch menschliche Aktivitäten freigesetzt. Es wird geschätzt, dass jährlich etwa 2.200 Tonnen als gasförmiges Quecksilber in die Atmosphäre abgegeben werden, zudem noch erhebliche Mengen in Böden und Gewässer. Die größte Emissionsquelle ist das Verbrennen von Biomasse, vornehmlich die Brandrodung von Regenwäldern. Der anhaltende Ausbau von Kohlekraftwerken in China wird jedoch dazu führen, dass sich in Zukunft die Kohleverbrennung zum größten Emittenten entwickelt. In Stein- und Braunkohle tritt Quecksilber zwar nur in Spuren auf, die hohe Menge der weltweiten verbrannten Kohle führt aber zu erheblichen Freisetzungsraten. Weitere bedeutsame Quellen sind die Chlorproduktion, Zementwerke und die kleingewerbliche Goldgewinnung (Artisanal Small Scale Mining)

http://de.wikiped...emissionen

Spricht für einen guten Mix aus erneuerbaren Energieträgern und Kernenergie.
286
am 15.02.2011 13:44:07 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Spricht für einen guten Mix aus erneuerbaren Energieträgern und Kernenergie.
Klar, es geht nicht ohne Kernkraft, außerdem ist es schade drum, Öl oder Kohle zu verbrennen.
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