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Sonstiges: Gesundheit

Schwangerschaftskonfliktberatung - Qualität und Sinn

Abtreibung pro und contra - eine Tötungsmethode ist gesellschaftsfähig geworden

Die "mein-Bauch-gehört-mir"- Generation hat gesiegt, indem der Gesetzgeber mit der Schwangerschaftskonfliktberatung Abtreibung gesetzlich legalisiert hat. § 219 StGB regelt die Fristen, innerhalb deren eine Frau straffrei abtreiben darf.

Die Schwangerschaftskonfliktberatung ist somit ein Bindeglied zwischen dem Wunsch der Frau, von ihrem Kind vorzeitig ent-bunden zu werden und der gesetzlich legalen Möglichkeit, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.

Qualität der Konflikt-Beratung - Vier-Augen-Gespräche ohne Kontrollinstanz

Fraglich dabei ist, wer nun die Qualität der Beratung regelt. Für die Zulassung muss die Beratungsstelle eine staatliche Anerkennung haben, die in der Regel vom Sozialministerium des Landes erteilt wird. Text des Schwangerschaftskonfliktgesetzes

Viele Statistiken zu diesem Thema sind ca. 10 Jahre alt. Die neuesten Entwicklungen sind weitgehend nicht gesicherte Zahlen verschiedener Verbände.

Interessant wäre, nachdem in Deutschland ca. 14% aller Schwangerschaften auf künstlichem Wege enden, wieviele Beratungen die SKB, die das Ziel Abtreibung haben, durch ihre Beratung abwenden können. In Deutschland existiert keine Schwangerschaftsstatistik gemäss einheitlicher Erfassung aller Schwangerschaften auf systematisch und methodischer Basis. http://www.lza.de...eibung.pdf

"Die Welt" vom 29.1.2000 schreibt zur unvollständigen Abtreibungsstatistik u.a.: "Die Statistik der Schwangerschaftsabbrüche war immer schon ein ebenso dorniges wie unbearbeitetes Feld... Mit der Reform des Paragrafen 218 im Jahr 1995 wurde ein neues Meldeverfahren eingeführt. Die Zahl der vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche stieg um rund 35 Prozent und bewegt sich seitdem jährlich um 130 000. Um eine exakte Statistik bemüht sich zurzeit niemand. Der Gesetzgeber steckt den Kopf in den Sand, obwohl das Statistische Bundesamt auch der neuen Statistik jedes Jahr die Warnung voranstellt, die Zahlen seien nicht realistisch. Dies liege, so das Statistische Bundesamt, vor allem daran, dass die Landesärztekammern und die Gesundheitsbehörden der Länder die Anschriften der Ärzte, die abtreiben und der Kliniken, in denen Abtreibungen vorgenommen werden, nur lückenhaft und ohne einheitliches Kontrollverfahren an das Statistische Bundesamt schicken... 130.899 Abtreibungen meldet das Statistische Bundesamt Berlin für 1996. Und noch bevor sich Protest regt, fügt es gleich selbst hinzu ,daß diese Zahl gar nicht stimmen kann. Denn trotz der verschärften Erfassungsmethoden wird ein Großteil der Abbrüche gar nicht gemeldet.Das Statistische Bundesamt ist bei der Erfassung der Abtreibungszahlen auf Selbstauskünfte der Ärzte und auf Angaben der Länder angewiesen. Und selbst diese Zahlen sind nicht aussagekräftig: Schwangerschaftsabbrüche werden nur dann von den Ländern bezahlt,wenn eine besondere finanzielle Notlage vorliegt. In der Regel müssen Frauen die Abtreibung selbst bezahlen.

Während also lt. Statistik ca. 97,3% aller Abtreibungen aus sozialen Erwägungen passieren, sind lediglich 2,7% davon medizinisch wirklich notwendig, um das Leben der Mutter nicht zu gefährden.

Abtreibung vermeiden - aber wie?

Bei 97,3% aller Abtreibungen liegen also soziale Gründe vor, die man mit materieller Unterstützung und ggf. Kinderbetreuung (noch in Ausbildung, kein Arbeitsplatz, alleinerziehend) regeln könnte.

YouTube Video

Und wo bleibt der Mann bei der Entscheidung?

In der Wochenzeitung „Die Zeit“ sowie in der Magazin-Beilage „Zeit-Magazin“ outeten sich 2009 zehn Männer unter der Überschrift „Wir haben abgetrieben“ (eine Anspielung auf den „stern“-Titel vom 6. Juni 1971, in dem 374 Frauen erklärten, abgetrieben zu haben). Dies lenkte - wohl zum ersten Mal - das öffentliche Bewusstsein auf die Situation der „Erzeuger“:

* Seit 1995 können Frauen (nach obligatorischer Beratung) bis zur zwölften Woche eine Schwangerschaft beenden lassen, ohne eine Notlage nachweisen zu müssen – der Mann braucht nicht gefragt zu werden und hat kein Mitentscheidungsrecht. * Einige Männer versuchten erfolglos, die werdende Mutter auf juristischem Wege an einem Schwangerschaftsabbruch hindern zu lassen * Einige Männer verspüren nach der Abtreibung den starken Wunsch Vater zu werden. * Welche Rolle spielt er? Wie geht es ihm, wenn die Partnerin abtreibt?

Es gibt nur eine deutsche Untersuchung darüber, welche Rolle ein Mann bei einer Abtreibung hat und wie es ihm bei und nach einer Abtreibung geht: Anfang der 1990er Jahre sprach Helgard Roeder für das Institut für Psychosomatische Medizin der TU München mit 101 Paaren, die eine Abtreibung erwogen hatten oder sie bereits hinter sich hatten. Roeder: „Seitdem ist das Thema leider wieder in Vergessenheit geraten“.

Der Bielefelder Psychologe Wolfgang Neumann hat sich seit 15 Jahren auf das Therapieren von Männern spezialisiert und darüber das Buch „Den Mann zur Sprache bringen“ (2004) geschrieben. Er sagt: „Innerlich sind sie stärker beteiligt, als sie gewöhnlich glauben. Selbst hinter einer emotionslosen Fassade steckt oft viel Wut über die eigene Ohnmacht. Und da sind auch Enttäuschung und Trauer über den Verlust.“

(Wikipedia, Schwangerschaftsabbruch)

Abtreibung lebensfähiger Babies

Stellt sich die Frage, wieviele Beratungen in puncto sozialer Indikation durch geeignete Hilfen den Müttern ermöglichten, JA zum Kind zu sagen. Dies stellt ein wichtiges Kriterium dar, um die notwendige Qualitätskontrolle bei der Beratung sicherzustellen, denn aufgrund der hervorragenden Unterstützungsmöglichkeiten in Deutschland und den zahlreichen Hilfen im sozialen Bereich müsste eigentlich kein einziges Kind abgetrieben werden, wenn denn diese Hilfen auch umgesetzt werden würden.

Aus der Statistik von pro-leben de geht hervor, dass aus den bekannten Abtreibungsfällen mindestens 217 Ungeborene abgetrieben wurden, die bereits ausserhalb des Mutterleibes lebensfähig waren. Die Dunkelziffer liegt lt. Ärztevertretern bei 800 p.a.

http://www.lza.de...eibung.pdfS. 7 Mit 40% treiben Frauen ab, die bislang keine Kinder geboren haben, dagegen verblassen 0.9% der Abtreibungen von Müttern, die bereits 4 und mehr Kinder geboren haben.

Lt. dt.Ärzteblatt wurden 26 500 Schwangerschaftsabbrüche wurden in Deutschland im dritten Quartal 2010 gemeldet – 0,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Schwanger­schafts­abbrüche in Deutschland steigt. Darauf hat das Statistische Bundesamt aufmerksam gemacht. Demnach gab es im ersten Quartal 2010 bundesweit circa 29 800 Schwangerschaftsabbrüche und damit 1,3 Prozent oder 400 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Wer ist die typische Abtreibungspatientin? Dem Bundesamt zufolge waren knapp drei Viertel (74 Prozent) der Frauen, die im ersten Quartal Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, zwischen 18 und 34 Jahre alt. 14 Prozent der Frauen waren zwischen 35 und 39 Jahre alt, und nahezu acht Prozent waren 40 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jährigen betrug vier Prozent.Laut Statistik erhöhte sich die Zahl von Spätabtreibungen im ersten Quartal 2010 um 54,8 Prozent.

http://www.aerzte...p;id=77052

Es wurden 96 Abbrüche ab der 22. vollendeten Schwangerschaftswoche vorgenommen, im ersten Quartal 2009 waren es 62.

Was diese Zahlen bedeuten, auch für die seelische Gesundheit der Mütter und mitwirkendem medizinischem Personal, geht aus dieser Statistik nicht hervor. Sozialrechtliches Desaster

Warum entscheiden soviele Mütter gegen das Kind, wenn es doch Beratung und Hilfen in ausreichendem Maß gibt? Vielleicht hat die Gesamtsituation, in die z.B. ein Hartz4-Empfänger rutscht, die gesamte Abhängigkeit und das Brandmarken als Sozialhilfeempfänger damit zu tun, dass die Mütter die Hilfen ablehnen und sich trotz Beratung gegen das Kind entscheiden?

Spätabbrüche stellen alle Beteiligten vor große emotionale Belastungen: Für die Schwangere kann eine solche Abtreibung zu einer schweren psychischen Krise führen, weil sie in dieser fortgeschrittenen Phase bereits eine Bindung zu dem ungeborenen Kind aufgebaut hat. Für Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und das Pflegepersonal ergeben sich Probleme dadurch, „dass sich intuitiv der Schutzanspruch eines ungeborenen Kindes nicht grundlegend von demjenigen eines geborenen unterscheidet“, schreiben Christa Wewetzer und Thela Wernstedt im Vorwort. Die behandelnden Ärzte müssen einen Geburtsvorgang einleiten und möglicherweise ein lebensfähiges Kind am Leben erhalten, das eigentlich nicht geboren werden sollte. Oder sie müssen es „vor der Geburt töten und damit gegen das allgemeine Tötungsverbot verstoßen“. (dt. Ärzteblatt)

Warum nehmen Mütter es auf sich, gegen ein Kind, das bereits lebensfähig sein kann, zu entscheiden, warum lassen sie dem Kind keine Chance zu leben? Die Antwort ist vielschichtig, aber doch leicht zu erkennen: es sind überwiegend diejenigen, die gerade am Anfang einer beruflichen Laufbahn stehen, die nicht abrutschen wollen, die in der Lebensplanung keinen Platz für ein Kind finden, die diese Entscheidung gegen das Kind treffen.

Angst vor Behinderung und Überforderung

Es sind Mütter, deren Kinder vielleicht oder wahrscheinlich nicht gesund sein werden, die sich den Belastungen mit einem behinderten Kind nicht gewachsen fühlen, denen man eher zu-als abredet, das Kind nicht zu bekommen.

Ein weiterer Schwerpunkt für mich ist der Bereich Gesundheit und Rehabilitation. Ich will versuchen, die Leistungen für Menschen mit Behinderung auf ihre Zuständigkeit hin zu durchforsten. Denn es gibt eine ganze Menge Ansprüche, die Menschen mit Behinderung laut Gesetz haben, die diese aber nicht erhalten, weil Kranken-, Pflege-, Rentenkassen und andere Träger die Verantwortung den jeweils anderen zuschieben. Glauben Sie, dass die pränatale Diagnostik einen Einfluss auf das Bild der Behinderten in unserer Gesellschaft hat? Hüppe: Ja, natürlich! Kinder mit Behinderungen gelten als „vermeidbar“, wenn sie geboren werden sogar juristisch als Schaden.(...)Thema Spätabtreibungen: Die Bedenkzeit wurde eingeführt. Können Sie sich damit zufriedengeben? Hüppe: Natürlich freue ich mich, dass jetzt mehr beraten wird. Man muss aber darauf achten, dass Behinderten- und Angehörigenverbände an der unabhängigen Beratung teilnehmen. Denn es ist für unsichere Eltern wichtig zu wissen, wie man mit einem behinderten Kind lebt. Enttäuscht war ich, dass die Statistikpflicht im Parlament abgelehnt wurde. Zufrieden kann ich nicht sein, solange in Deutschland ungeborene Kinder immer noch bis zur Geburt getötet werden dürfen, sogar wenn sie außerhalb des Mutterleibes lebensfähig wären.
Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen http://www.aerzte...p;id=67858

Deutschland leidet an einer Überalterung seiner Gesellschaft, und diese Überalterung wird das Problem derer werden, die heute meinen, eine Abtreibung sei eine reguläre Form der Familienplanung.

Schwangerschaftskonfliktberatung - ein zahnloser Tiger

Das ist sie nicht und sie wird es auch nie sein, nur solange die Beratungsstellen keine echte Lebenshilfe leisten, werden sie über den Status der Persilscheinverteiler nicht hinauskommen. Der Staat ist gefordert, behinderte Kinder sowohl finanziell als auch medizinisch mehr zu fördern und Mütter mehr als bisher zu unterstützen. Sich in einer akuten Notlage durch Behördendschungel kämpfen zu müssen und Papierberge zu erklimmen, ist wenig reizvoll und dem Kind sicher nicht hilfreich. Im Gegenteil, es herrscht auf allen Behörden eine Art "St.Floriansprinzip", indem man weitgehend die gesetzlich verbrieften Rechte ignoriert, bis der entnervte Antragsteller weiterwandert, noch bevor ihm Hilfe zuteil wurde. Zugangsschwellenerhöhung nennt sich dies im Behördendeutsch.

Mütter brauchen Unterstützung, um Kinder bekommen und erziehen zu können, Erziehung kostet Geld, Bildung kostet Geld, Kinderkrippen und Kindergärten sind nicht flexibel an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes angepasst und helfen daher nur rudimentär.

Bei der Beratung ist der Gesetzgeber gefordert, mehr und bessere statistische Datenerfassung zu betreiben, denn die Dunkelziffer aller Abtreibungen ist nach wie vor viel zu hoch und liegt lt. Schätzungen bei über 40%.

Der Kaiserschnitt oder die vorzeitig eingeleitete Geburt auf natürlichem Wege „bricht eine Schwangerschaft ab“. Dies ist eine ärztliche Handlung, die das Leben von Mutter und Kind bewahren will. Anders ist es mit der Abtreibung. Wenn man den Begriff Abtreibung nicht mag, könnte man ihn ersetzen durch „Schwangerschaftsabbruch mit Tötungsabsicht“ oder „Schwangerschaftsabbruch inklusive Kindestötung“. Der Sachverhalt wäre so eindeutig beschrieben. Diese vorgeschlagene Begrifflichkeit wäre weniger griffig, aber zumindest ehrlich und sachgemäß: Sie beschreibt das, was passiert und seine Folgen. Dass der Begriff Abtreibung eine „negative Konnotation“ besitzt, liegt nämlich in der Natur der Sache: Ein Kind wird getötet. Und das empfinde ich als sehr negativ! Es ist kein terminologisches Problem, sondern ein zutiefst menschlich-ethisches Problem. Meine Kollegin möge sich dieser Tatsache stellen, statt zu versuchen, sie begrifflich „wegzudefinieren“. Dr. med. Andreas Kuhlmann (dt. Ärzteblatt)

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Schlüsselwörter: Abtreibung | Schwangerschaftskonfliktberatung | Youtube | Behinderung | Spätabtreibung | Schwangerschaftsabbruch | ungewollte Schwangerschaft | pro familia | donum vitae
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Kommentare

286
am 01.02.2011 21:32:38 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Dass der Begriff Abtreibung eine „negative Konnotation“ besitzt, liegt nämlich in der Natur der Sache: Ein Kind wird getötet. Und das empfinde ich als sehr negativ!

Ein Zellhaufen, de sechs Wochen Zellteilung hinter sich hat, ist kein Kind. Ist auch noch kein Mensch.
Detlef
am 01.02.2011 21:32:50 (84.128.1.xxx) Link Kommentar melden


Es ist schon verwunderlich das gerade Chaim diesen Text als Propaganda und zu einseitig ansieht.

Gerade jemand der fast nur über Antisemitismus und über Propaganda schreibt,sollte doch mal etwas offener und moderner reagieren.

Ich sehe das anders und gebe GataLinda recht,Abtreibungen sind heute die Normalität.
Für mich war es nie normal,natürlich gibt es Ausnahmen,aber Zehntausende Abtreibungen sind keine Ausnahmen.
kommt123
am 01.02.2011 22:12:24 (92.224.148.xxx) Link Kommentar melden
Für mich ist ein Schwangerschaftsabbruch durchaus moralisch vertretbar.

Wird heute doch schon ambulant durchgeführt, nach 15 Minuten ist alles überstanden.
Und sogar schmerzfrei.
Smile
Detlef
am 01.02.2011 22:25:11 (84.128.1.xxx) Link Kommentar melden
Zur Sache: Schwangerschaftsabbrüche sind ein aufgeblasenes Scheinthema.


Ich wüsste gerne warum ein Schwangerschaftsabbruch ein Scheinthema sein soll?

Wirklich schlimm finde ich das einige Frauen ihre Schwangerschaft teilweise ohne Nennenswerten Grund abbrechen(es passt gerade zeitlich eben nicht)und viele Ehepaare nicht in der Lage sind Kinder zu zeugen,aber gerne Kinder hätten.

Nein,wenn wir wirklich ehrlich sind,müssen wir uns eingestehen das wir mit dem Leben umgehen wie mit alten Puppen.

Sicherlich sollte man einigen Frauen und Männern das Wort Verhütung ins Gesicht tätowieren,damit sie morgens und Abends daran denken,was in der Nacht passieren kann!
kommt123
am 01.02.2011 22:39:24 (92.224.148.xxx) Link Kommentar melden
Detlef:
Sicherlich sollte man einigen Frauen und Männern das Wort Verhütung ins Gesicht tätowieren,damit sie morgens und Abends daran denken,was in der Nacht passieren kann!




Das kann zu allen Tageszeiten passieren.
Es soll auch Menschen geben, die haben am Tag Se*.
Grin
GataLinda
am 01.02.2011 23:36:00 (90.171.14.xxx) Link Kommentar melden
Ich wüsste gerne warum ein Schwangerschaftsabbruch ein Scheinthema sein soll?

weil Chaim das so meint, bestimmen zu können, genauso meint er, bestimmmen zu können, wer ein Kritiker ist und wer nicht.
Dass die Herrschaften nicht mal im Ansatz verstanden haben, worum es bei dem Artikel geht, nämlich um die Frage, wie gut ist die Beratungsqualität derer, die eigentlich eine Schutzfunktion für das werdende Leben sein sollen,
dass es um die Frage geht, welche Erfolge diese Beratung hat,
dass es um die Frage geht, wenn die Beratungsqualität nicht gut genug ist, was fehlt den Müttern eigentlich, um das Kind auszutragen (wollen würden ja einige, aber sie wissen nicht wie - finanziell gesehen)haben sie nicht mal im Ansatz gecheckt.
Sie übersehen geflissentlich, dass es explizit auch um die Frage der Spätabtreibung geht

Ein Zellhaufen, de sechs Wochen Zellteilung hinter sich hat, ist kein Kind. Ist auch noch kein Mensch.

sie haben die Statistik weder gelesen und noch weniger verstanden, die sich um den Zeitpunkt der meisten Abtreibungen dreht.

Laut Statistik erhöhte sich die Zahl von Spätabtreibungen im ersten Quartal 2010 um 54,8 Prozent.

Spätabtreibung heisst, aktive Tötung eines lebensfähigen Kindes.

Also nix Zellhaufen und so.
Für mich ist ein Schwangerschaftsabbruch durchaus moralisch vertretbar.

Wird heute doch schon ambulant durchgeführt, nach 15 Minuten ist alles überstanden.
Und sogar schmerzfrei.

Für diejenigen, die zu blöde sind zu verhüten, mag es durchaus normal sein, beim Doc die Folge einer ungeschützten Nacht auf diese Art beseitigen zu lassen.
Ärzte und Schwestern haben deshalb oft moralische Kämpfe mit ihrem Beruf und ihrer Verpflichtung, leben zu retten, auszustehen.

Es wurden 96 Abbrüche ab der 22. vollendeten Schwangerschaftswoche vorgenommen, im ersten Quartal 2009 waren es 62.

Was diese Zahlen bedeuten, auch für die seelische Gesundheit der Mütter und mitwirkendem medizinischem Personal, geht aus dieser Statistik nicht hervor.

Es ist eben nicht jeder so ignorant, dass es ihm normal vorkommt, ein zerkleinertes Baby in der Petrischale im Krankenhausmüll zu entsorgen.
Aber ich habe von den "sog. Kritikern" nichts anderes als Menschenverachtung erwartet, daher ist mir auch relativ egal, was sie nun zu diesem Thema zu sagen haben.
Ich räume ein, dass es durchaus berechtigte Gründe gibt, ein Kind nicht zu bekommen.
Und auch, dass den Müttern dieses Recht auf freie Entscheidung zusteht.
Wenn aber die pure Not diese Entscheidung negativ beeinflusst, muss man die Not lindern, damit die Frauen nach ihrem eigentlich vorhandenen Wunsch nach Schutz für ihr ungeborenes Kind handeln können. Und nicht die Abtreibung zum Bagatellschaden deklarieren und diese archaische Form der Kindestötung im Mutterleib als moderne Form der Geburtenkontrolle propagieren.
Wer das tut, dem fehlt eine entscheidend wichtige Windung im Oberstübchen.
kommt123
am 02.02.2011 00:05:12 (92.224.148.xxx) Link Kommentar melden
Gata Linda:
Es wurden 96 Abbrüche ab der 22. vollendeten Schwangerschaftswoche vorgenommen, im ersten Quartal 2009 waren es 62.

Was diese Zahlen bedeuten, auch für die seelische Gesundheit der Mütter(...)



Die angesprochene seelische Belastung kommt in den seltensten Fällen von der Abtreibung, sondern von der "Gesellschaft", die einem dafür auf Teufel komm raus Gewissensbisse einreden. Das ist die seelische Belastung, die Abtreibung kaum.
GataLinda
am 02.02.2011 02:20:32 (90.169.70.xxx) Link Kommentar melden
Die angesprochene seelische Belastung kommt in den seltensten Fällen von der Abtreibung, sondern von der "Gesellschaft", die einem dafür auf Teufel komm raus Gewissensbisse einreden. Das ist die seelische Belastung, die Abtreibung kaum.

Gut dass du anscheinend mehr weisst als die Krankenhausärzte, mit denen ich gesprochen habe, mehr weisst als die Pro-Familia-Beraterinnen, mehr weisst als andere, die das Thema beruflich behandeln.
Wenn du von dir auf andere schliesst, dann hat das noch lange keine Allgemeingültigkeit.
Wenn eine Mutter erfährt, dass das Kind, das sie seit 8 Monaten im Bauch trägt, eine derartig schlimme Behinderung haben wird, dass es nicht lebensfähig sein wird, und allenfalls einige Wochen dem Tode entgegendämmert, meinst du dann, dass es dieser Frau leicht fällt, einer Abtreibung zuzustimmen, den Tod des Kindes zu planen, sich innerlich von dem gesunden Kind ihrer Phantasie zu trennen...
DU hast ja nicht einmal Ahnung wovon ich überhaupt rede. Ich betreue seit mehr als 8 Jahren Mütter mit Problemkindern, ich engagiere mich ehrenamtlich für Schwangere mit sozialen und gesundheitlichen Problemen, kurz: ICH weiss, wovon ich rede. Sicher nicht von einem nicht repräsentativen Einzelfall.
Und ja: ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass Frauen, die ein schwerst behindertes Baby erwarten, dessen Tod leichter verkraften, wenn sie es auf natürliche Art gehen lassen, als wenn es durch einen sterilen Eingriff aus ihrem Leben entfernt wird.
Und ja: ich habe Fälle erlebt, wo Ärzte dem Kind keine Überlebenschance geben wollten, rieten, es gehen zu lassen, und sie haben sich geirrt.


Teilkommentar entfernt
  • Geändert von OZ24 am 02.02.2011 08:32:13.
kommt123
am 02.02.2011 07:49:15 (92.224.145.xxx) Link Kommentar melden
bezog sich auf gelöschten Teilkommentar, deswegen gelöscht.
  • Geändert von OZ24 am 02.02.2011 08:56:55.
kommt123
am 02.02.2011 07:54:54 (92.224.145.xxx) Link Kommentar melden
Etwas unpassende Aussage zu diesem Thema. Deswegen entfernt
  • Geändert von OZ24 am 02.02.2011 20:25:04.
Seite 1 von 3: 1 2 3

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