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Sonstiges: Tipps & TricksWie soll mein Kind heißen?

Kinderporträt ©Ronny Senst/pixelio.de
Schon in der Bibel: der Mensch vergibt Namen
Im ersten Buch Mose Kapitel 2,19f heißt es:
Der Vornamen als Familientradition
Wenn wir unseren Kindern Namen geben, können wir aus einer Fülle von Wissen, Erfahrung und Symbolik schöpfen. Mit der Namensgebung wollen wir etwas zum Ausdruck bringen. Das kann die familiäre Tradition sein, mit der man Verbundenheit zum Ausdruck bringen möchte; dann wird das Kind, wenigstens mit dem zweitem oder dritten Vornamen, nach Tante Felicitas oder nach Onkel Friedrich benannt. Auch die Großeltern freuen sich, wenn sie sich in den Namen ihrer Enkel wiederfinden. Aus ähnlichen Überlegungen gibt es die Tradition, den Sohn wie den Vater zu benennen, dann haben wir zum Beispiel Josef Schmidt Sr. (Senior) und Josef Schmidt jr. (Junior), hieß der Großvater genauso, dann stellt man mithilfe der römischen Zahlen als Namenssuffix die notwendige Klarheit her. John Miller IV hat also denselben Namen wie seine drei direkten Vorfahren.
Namen als Ausdruck der Weltanschauung

Auge in Auge ©urulaia/pixelio
Vorbilder, Fimstars, Sagenhelden
Auch aus Filmgeschichte oder Sagenwelt, aus vergessenen oder untergegangenen Kulturen, aus der griechischen Klassik werden gern Anleihen genommen, was dann in der späteren Entwicklung der so benannten Kinder nicht immer als glückliche Wahl erscheint, wenn beispielsweise ein „Artus“ oder eine „Penelope“ so gar nichts Königliches in ihrem sozialen Verhalten erkennen lassen oder ein „Gandalf“ wenig Weisheit zeigt. Auch Namen wie Kevin, Marvin, Patrick oder Marcel gelten – zumindest unter Pädagogen – aus rein empirischen Gründen nahezu als eine Garantie für Verhaltensauffälligkeiten und pädagogische Problemfälle. Ebenso bedenklich sind unter Umständen Namen, die bestimmten Moden oder politischen Strömungen entspringen und in ihrer Häufigkeit wellenartig anschwellen und abebben; eine ganze Generation von DDR-Kindern erkennt man zum Beispiel als Ronny oder Maik, als Sandro oder Mario, als Sandy, Mandy und Cindy... – ganz ähnlich, wie man zuvor die Kinder des Tausendjährigen Reiches als Horst, Helmuth oder Hermann erkannte.

Emma mit 3 Monaten ©Franz Mairinger
Grundsätze des Namensrechts in Deutschland
Dies alles findet übrigens – jedenfalls in Deutschland – in einem rechtlich festgefügten Rahmen statt; das deutsche Namensrecht ist relativ streng, ein einmal vergebener Name läßt sich so gut wie nicht ändern, allenfalls mit hohem finanziellen Aufwand, guten Gründen und zäher Hartnäckigkeit. Grundsätzlich gelten in Deutschland für Vornamen bestimmte Regeln.
- Als wichtigster Grundsatz ist zu beachten, daß ein Vorname seinen Träger in keiner Weise belasten darf. Beleidigungen sind sicher auszuschließen, niemandem wird es erlaubt, sein Kind durch den Namen der Lächerlichkeit und dem Spott auszusetzen.
- Zweiter Grundsatz: Namen, die das Geschlecht nicht eindeutig erkennen lassen, werden nur dann eingetragen, wenn ein zweiter Vorname eine einwandfreie und eindeutige Geschlechtszuordnung ermöglicht.
- Dritter Grundsatz: Ein Vorname muß als solcher erkennbar sein, er darf also nicht gleichlautend wie der Familienname sein. Der Sohn von Anton und Martha Fritz kann also nicht den Vornamen Fritz bekommen, wohl aber kann der Sohn von Marten und Anna Friedrichsen den Vornamen Friedrich erhalten.
Ausgefallene Namen – nicht immer gut fürs Kind

Lias Hand im Sand ©disegno/pixelio.de
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Kommentare
Und das mit der Liste- eine wirklich gute Idee.
Wie das Kind im Mutterleib reift, so reifen auch die Entscheidungen für einen Namen.
Es ist so eine Art “zusätzliches Glücksgefühl”
Also "Birkenfeld Marcel Hinterhuber" oder "Richard Sunshine Moeller", richtig?

- Gelöscht von OZ24 am 02.02.2011 20:17:41.
Gefällt mir. Klingt besser als "Sonnenschein".
Keins der Kinder hat sich bisher beschwert über unsere Wahl.
Sehr gut, Traditionen solcher Art sollte man pflegen.
- Gelöscht von OZ24 am 04.02.2011 11:05:21.
- Gelöscht von OZ24 am 04.02.2011 11:05:47.




Bei der Vielzahl der Namen, eine nicht gerade leichte Entscheidung.
In vielen Fällen müssen ja sogar ein männlicher, sowie ein weiblicher Vorname in Betracht gezogen werden - wenn der Arzt, bei der Ultraschalluntersuchung - es nicht 100% mitteilen kann.
Doch wenn man das Glück hat, dann kann man sich entscheiden.
Und die Einkäufe, die man dann tätigt, die haben plötzlich auch, ist meine Meinung, eine ganz andere Bedeutung.
Denn man kauft nicht für xyz ein, sondern für ein Wesen, das man auch schon “gesehen” hat und einen Namen hat!
Ein sehr schöner Artikel...