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Sonstiges: Shopping

„Sag mal, kann ich das eigentlich tragen?“

Neues von der Krawatten-Front

Auch okay?
Auch okay?
Die Mode – ist sie eigentlich eine schöne Abwechslung oder doch eher bloß ein nerviger Zwang? So klar die Frage, so unbestimmt die Antwort: das muss natürlich jede(r) selbst für sich entscheiden.

Fakt ist jedoch: die Mode verändert sich immer wieder; was gestern top war, ist heute vielleicht schon ein Flop. Dafür kann man es in drei Jahren wieder nehmen, vielleicht aber auch erst in fünf oder zehn, je nachdem, wie produktiv Karl Lagerfeld, Yves Saint Laurent oder Donatella Versace gerade sind. So kennen wir das von Blazern und Blusen, von Brillen und Frisuren, von Schmuck und Schuhen. Kein Wunder, dass es auch bei Krawatten so ist: mal breit, mal lang und dünn, mal Leder, mal Holz, mal Metall, wer will denn immer nur Seide? Wir wissen aber auch, dass Moden nicht logisch oder natürlich sind, sondern nur gemacht werden, irrational und der Kultur entsprechend.

Besonders chic ist deshalb natürlich, wenn man es sich leisten kann, das „unmodisch“ Gewordene trotzdem zu tragen: eine Weste mit spitzen Ecken statt mit runden, weil man genau diese vielleicht als ein Erbstück vom Großvater besonders mag. Oder eine Nickelbrille von 1920, weil sie eben einfach vintage ist, ein Schnäppchen vom letzten Flohmarktbesuch in Paris. Vielleicht sogar – das wäre ja glatt der Gipfel des politisch-ökologischen Nicht-Korrekt-Seins – einen wärmenden Muff oder einen schmeichelnden Pelzkragen vom Ozelot, der wegen des Artenschutzabkommens nicht einmal mehr im Handel angeboten werden darf, selbst der Verkauf bei eBay wäre daher also gesetzlich verboten, man müsste das gute Stück auf den Kompost tun und die Regenwürmer damit füttern... – Aber da das Tier bereits 1890 erlegt wurde, geht davon, dass man es trägt, die Welt eben auch nicht unter, und das Verkaufsverbot macht das Tier auch nicht wieder lebendig!

So spart man auch noch das Deo...
So spart man auch noch das Deo...
Beliebt ist es auch, mehrere Stile zu mischen; ein guter Freund läuft täglich im Frack (aber ohne Zylinder) herum, dazu Jeans und Turnschuhe und, je nach Laune, entweder eine Art Bahnarbeitermütze oder aber die schlichte eines Heizers der Deutschen Reichsbahn: aber nie geht er ohne Kopfbedeckung. Der Gute ist ein freischaffender Künstler, als Azubi oder Banker bei der XY-Bank ginge das vermutlich wohl eher nicht im Sinne der Yuppie-Kleiderordnung durch. – Aber alternativ dazu: man kann sich auch wie Nina Hagen kleiden, schminken und piercen, aber auf der Basis und mit den Accessoires von Cindy aus Marzahn...

...auch so kann man das machen...!
...auch so kann man das machen...!
Bei Krawatten ist es ähnlich: erlaubt ist, was man sich traut und wo der Chef (noch) nicht meckert. Die statt dessen meistens hierzu genannten. Also die üblichen und eigentlich ziemlich einfältigen Kriterien (keine gestreifte Krawatte zu einem gestreiften Hemd, Krawatte immer dunkler als das Hemd, keine Applikationen oder gar Motive auf der Krawatte, kein Jeansstoff, kein Metall, kein Holz) sind albern, langweilig und ursprünglich ja auch nur für geschmacks-unsichere Spießer gedacht. Denn wer Geschmack hat, der findet sowieso seinen eigenen Weg; wer darüber hinaus noch Mut hat, der geht diesen Weg dann sogar auch. Wenn der Chef es nicht mag, sollte man sich dann allerdings einen neuen Job suchen oder sich eben vielleicht doch lieber den Spielregeln des Chefs anpassen... – es kann ja schließlich nicht jeder ein freischaffender Künstler werden!

Vielleicht sollte man das alles einfach lockerer sehen, mehr als Spiel; einfach mal experimentieren, mit einem Strick oder einem herausgeschnittenen Stück aus einer alten Jeans. Das Leben wird dadurch vielleicht anstrengender, aber dafür auch bunter...

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Schlüsselwörter: Krawatte | Mode | Business | Stil
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Kommentare

349
am 18.01.2011 08:17:45 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Smile Bild Nr.1 und Bild Nr. 3 kämen für mich jetzt wahrscheinlich weniger in Frage, die Version in Bild Nr. 2 wäre zu mancher Gelegenheit vielleicht passend.
266
am 18.01.2011 11:36:49 (204.93.160.xxx) Link Kommentar melden
Mir persönlich sagt die klassische Stilrichtung am meisten zu, doch die erste Variante (Bild 1) werde ich hier bei uns mal zur Diskussion stellen.

Bei Krawatten ist es ähnlich: erlaubt ist, was man sich traut und wo der Chef (noch) nicht meckert.
Wenn er schon meckert, ist es bereits zu spät. Erstes Alarmzeichen ist die hochgezogene Augenbraue oder ein kurzes Stocken im Redefluß.
kommt123
am 18.01.2011 12:39:53 (92.231.127.xxx) Link Kommentar melden
Zu Bild 1:

Das ist ja völlig unprofessionell gewickelt.

Staut sich ja alles...Grin
kommt123
am 18.01.2011 13:29:02 (92.231.127.xxx) Link Kommentar melden
Ja, die Farben sind sehr schön gewählt, doch wenn das Teil länger drum bleibt, dann, na wie soll ich es sittlich beschreiben - dann hat das Eingepackte auch diesen Farbton...Smile
kommt123
am 18.01.2011 13:44:54 (92.231.127.xxx) Link Kommentar melden
Ich habe es mir aber ganz genau betrachtet.

Es ist gewickelt, sieht man oben am Ansatz.

Und - Wenn man es noch genauer betrachtet - auch an der Slipform.

Also an dem Farbunterschied, wo die Unterhose sitzt.


Damen tragen ja mehr Tangas, dann wäre da aber nicht ein so großer Farbunterschied, denn Tangas haben ja nur wenig Stoff.

Smile
Aber warten wir mal ab was die Autorin sagt!
kommt123
am 18.01.2011 13:53:49 (92.231.127.xxx) Link Kommentar melden
Natürlich.
Es tragen ja auch Herren Tangas.

Ich bin ja mal gespannt...Grin
300
am 18.01.2011 14:30:36 (178.33.255.xxx) Link Kommentar melden
Damen tragen ja mehr Tangas, dann wäre da aber nicht ein so großer Farbunterschied, denn Tangas haben ja nur wenig Stoff.
Es soll für Damen auch größere und für Herren kleinere Modelle im Wäschebereich geben.


@kommt123 Sag mal, Du hattest doch selber dazu ein Bild ins Forum gestellt mit einem Riesenteil Wink

i52.tinypic.com/2qdwzef.jpg
357
am 18.01.2011 15:17:24 (84.19.165.xxx) Link Kommentar melden
Meine Antwort auf die Frage „Sag mal, kann ich das eigentlich tragen?“ wäre ein klares NEIN!

Auf alle drei Bilder bezogen! Wink
286
am 18.01.2011 17:55:27 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Grin Das hätte ich mir ja fast denken können, dass dieses Bild Euch vom Inhalt des Artikels ablenkt.

Mein Freund hat noch gesagt: "nimm nicht DIESES Bild", aber ich wollte es halt...

Das habe ich nun davon.
Gata Linda
am 18.01.2011 18:09:36 (90.169.155.xxx) Link Kommentar melden
ch will Dir ja nicht zu nahe treten, was Deine physiologischen Kenntnisse des menschlichen Körpers angeht... - aber ich hätte das von der Schenkelform her und in Anbetracht der Hüft-Silhouette doch eher für einen weiblichen Körper gehalten...

sag mal Chaim, was kennst´n du für Frauen...?Grin *grübel*
Das ist ein Kerl mit muskulösem, durchtrainierten Körper, sowas sieht man doch! (Kompliment Dorota, die Krawatte hat nun endlich mal eine wirklich dekorative Verwendung gefunden, muss ich mal ausprobieren, wie das in natura wirktWink )
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