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Internet: Rund ums Internet

Google, „Unmoral“ und Christentum

Warum Werbe-Anzeigen bildungspolitisch wünschenswert sind

Christliche Google-Anzeige bei OZ24
Christliche Google-Anzeige bei OZ24
Die OnlineZeitung24 ist selbstverständlich, wie viele Projekte im Internet, unter anderem durch Werbung finanziert. Das ist für den Leser nicht unbedingt ein Nachteil, denn diese automatisch eingebundene „Google-AdSense“-Werbung kann durchaus – wie im folgenden Beispiel erläutert werden wird – auch zum Forschen, Fragen, Suchen und Denken anregen, ist also aus Gründen der Bildung durchaus zu begrüßen. Da Anzeigen für Produkte und Dienstleistungen, für Ideen und Projekte aus unserer Welt ohnehin nicht mehr wegzudenken sind, sollte man wenigstens das Positive in ihnen sehen... – und es auch gelegentlich einmal ganz gezielt suchen. Ganz bewußt soll dies hier einmal an einer weltanschaulich gebundenen Werbung gezeigt werden.

Es handelt sich dabei um eine Weltanschauung, die ich aus historischen, politischen, psychologischen und religiösen Gründen ablehne. Nämlich um eine Spielart des intoleranten Christentums, um genau zu sein, um den römischen Katholizismus, und speziell um seine Neigung, sich stets aggressiv-dominant in den Vordergrund zu spielen, dies übrigens bevorzugt bei Themen, die Schule und Gesellschaft betreffen – siehe Kruzifixe in Klassenzimmern oder Gerichtssälen – oder Erziehung und Jugendschutz, Pressefreiheit und Meinungsfreiheit. Siehe die oben abgebildete Google-Werbung der DVCK. Natürlich weiß kaum jemand, was um alles in der Welt die DVCK sein soll, auch ich mußte dafür eigens die Werbung anklicken – was der OnlineZeitung24 immerhin einen Werbe-Umsatz beschert – und brachte so in Erfahrung, daß es sich hierbei um die Deutsche Vereinigung für eine christliche Kultur aus Frankfurt am Main handelt. Bisher kannte ich nur die DEVK oder die DGzRS, auch die DLRG selbstverständlich, als Rettungsschwimmer...

Natürlich ist es angesichts der Lektüre jener angeblichen Bemühungen um Jugendschutz ein etwas bitteres Lachen, das einem im Hals stecken bleibt, denkt man an die regelmäßigen und vor allem regelmäßig vertuschten Mißbrauchsfälle durch katholische Christen, sowohl im Priesteramt als auch als ganz normale fromme Christen... – daß Menschen, die einem solchen Verein angehören, dem manche seiner Kritiker durchaus auch menschenverachtende Züge attestieren – Stichwörter Verhütung, AIDS oder Homosexualität – sich tatsächlich öffentlich gegen eine belanglose und langweilige Zeitschrift wie die BRAVO glauben ereifern zu müssen, das hat schon etwas von Realsatire. Bisher kannte ich eine solch bigott-aggressive Verbohrtheit nur von der evangelikalen Missionskämpferin Christa Meves, einer typischen Vertreterin des „Pietcong“. – Und nun wurde ich plötzlich hinterrücks, bei der harmlosen Lektüre der OnlineZeitung24, aufgefordert, die BRAVO zu stoppen und deswegen an Angela Merkel zu schreiben?

Bravo - eine Welt von Unmoral

In was für einer Welt werden unsere Kinder und Enkel aufwachsen, wenn die Flut von Pornographie, Blasphemie und Unmoral in den Medien immer weiter ansteigt?

Zu viele in den Medien greifen rücksichtslos die moralischen Grundlagen unserer Kinder an.

Aber der Feind Nr. 1 der Kinder ist die Zeitschrift BRAVO, die jede Woche mit einer Auflagenstärke von 800.000 Exemplaren erscheint und schon von Kindern ab sechs Jahren gelesen wird, wie der Verlag in einer Presseerklärung vom 29. Juni 1999 selbst zugibt.

Es darf nicht so weitergehen, daß die Kindheit in Deutschland durch sogenannte “Jugendzeitschriften” wie BRAVO, die in Wahrheit erotische Blätter sind, zerstört wird.

Deshalb ist es so wichtig, daß Sie an dieser Initiative von „Kinder in Gefahr“ teilnehmen, und den Appell an Bundespräsident Wulff, Bundeskanzlerin Merkel und an die Bundesministerin für Jugend, unterzeichnen und an uns abschicken.

Quelle: Kinder in Gefahr

Wer einmal eine BRAVO in der Hand hatte, wird über derlei künstliche Aufregung wohl eher schmunzeln; denn nicht von dem Einfluß solcher oder ähnlicher Publikationen geht Gefahr für Kinder und Jugendliche aus, sondern von den Verführern in Schule und Familie, Verein und Kirchen. Kindesmißbrauch ist eine Beziehungstat, meist ist es der scheinbar „nette“ Onkel oder der vermeintlich „gute“ Nachbar. Es sind die Verführer und Haßprediger, vor allem jene unter den Männern in Frauenkleidern, die sich „Priester“ nennen und durch den absurden und menschenunwürdigen Zölibat selbst in so große sexuelle Not geraten, daß sie inzwischen ihre Opfer nicht mehr nur unter den Haushälterinnen suchen.

Doch es ging ja um Bildung, um Diskussion, um Erziehung und geistige Anregung. Allein dafür hat sich die Google-Anzeige der DVCK doch gelohnt; damit man beim nächsten Elternabend, auf einer Party oder bei jeder anderen sich bietenden Gelegenheit den vorlauten angeblichen „Lebensschützern“ und den schwafelnden vermeintlichen „Kinderseelen-Rettern“ Paroli bieten kann. Überlassen wir die Auswahl der Lektüre ebenso wie die Erziehung – damit auch die Sexualerziehung – doch vor allem den Eltern; die Schulen, die Jugendämter und die Gesellschaft dürfen und sollen dann eventuelle Abweichungen, sofern sie sozial nicht kompatibel sind, gerne korrigieren und sanktionieren. Aber nicht im Voraus eine flächendeckende katholische Zwangserziehung mit Einschränkung der Pressefreiheit schaffen, das wäre nicht mit unserem demokratischen Pluralismus vereinbar!

Christa Meves über Hirnforschung, Hormone und Hardrock:
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Christa Meves über Familie, Heuschrecken und den Untergang des Abendlands:

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Schlüsselwörter: Kapitalismus | Globalisierung | freie Marktwirtschaft | Kunden | Erziehung
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