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Wasser

Das Lebenselixier für unsere Pferde

Wasser ist Leben
Wasser ist Leben
Ein äußerst wichtiger Faktor bei einer Pferdehaltung ist die Wasserversorgung unserer Lieblinge, die leider nicht immer so ganz ohne Probleme zu bewältigen ist. Je nach Lage und Ausführung des Stalls kann die Versorgung mit Wasser vor allem dann problematisch werden, wenn kein Wasser über das öffentliche System vorhanden ist. Auch zur Pflege unserer Pferde - kühle Dusche im Sommer, Hufpflege oder Reinigung von Zubehör - ist ebenfalls Wasser notwendig.

Die Tränkung der Pferde wird aber immer im Vordergrund stehen, denn diese muss in jedem Fall sichergestellt sein, will man nicht die Gesundheit der Tiere aufs Spiel setzen. Wassermangel ist für Tiere immer eine Not.

Bei jeder Arbeit ist man bekanntlich bestrebt, diese so einfach wie möglich zu erledigen. Gerade die Stallarbeit ist sehr aufwändig, so dass man immer auf der Suche nach raffinierteren Lösungen ist, um die Versorgung der Pferde nach deren Bedürfnissen, aber ohne viel Aufwand, zu gewährleisten.

Pferde benötigen stets frisches Wasser, damit sie ihren Durst löschen können, wann immer sie Bedürfnis danach verspüren. Am praktischsten ist es deshalb, wenn am Stall ein Wasseranschluss vorhanden ist. Dann lassen sich Selbsttränken installieren, mit denen die Tiere frisches Wasser stets abrufen, wenn sie mit der Nase gegen einen Hebel drücken, der in der Tränke eingebaut ist.

Die Pferde lernen die Bedienung einer Selbsttränke sehr schnell und der Pferdehalter hat keine Arbeit mit Wasserschleppen. Dennoch muss er täglich die Selbsttränken auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüfen und die Tränkebecken von Verunreinigungen säubern.

Wenn kein Wasseranschluss vorhanden ist, gibt es den nächsten Wasserhahn vielleicht am angrenzenden Haus. Einfach mal mit den Bewohner über das Problem kommunizieren. Wenn es trotz der Bemühungen nicht möglich ist, die Wasserleitung bis zum Stall zu verlängern, muss das Wasser mit Eimern oder Kanistern herangeschafft werden, was sehr mühsam und bei einem großem Pferdebestand auch zeitraubend ist.

Eine Erleichterung kann man sich in jedem Fall schaffen, wenn man einen Schlauch verlegt und größere Tränkebehälter bereitstellt. Gerade für die Haltung auf der Weide eignen sich auch größere Behältnisse, in denen das Wasser sogar zwei bis drei Tage - je nach Witterung, Fassungsvermögen und Pferdebestand - vorhält.

Nach jedem dritten Tag sollte der Tränkebehälter jedoch vollständig entleert, gesäubert und wieder frisch aufgefüllt werden.

Weil Pferde von Natur aus immer nur von Bodennähe Wasser aufnehmen, sollten sowohl die Selbsttränken als auch Wasserbehälter tief angebracht sein.

Für die Wasserbehälter auf der Weide oder im Offenstall eignen sich beispielsweise Mörtelkästen mit einem Fassungsvermögen von 70-100 l.

Bei einem größerem Pferdebestand kann man zwei oder drei Behälter nebeneinander aufstellen. Man muss sie nicht unbedingt verteilen, weil sich die Pferde normalerweise nie lange beim Trinken aufhalten und auch nicht alle exakt zur selben Zeit zur Tränkestelle gehen, so dass es sicher nicht zu Rangeleien an der Wasserstelle kommen wird.

Sehr gut lassen sich aber auch ausgediente, Badewannen verwenden. Diese sind - wenn sie gefüllt sind - recht schwer, dass sie auch von den Pferden nicht umgestoßen werden können.

Das Tränken aus Eimern ist dann notwendig, wenn die Tiere in einzelnen Boxen untergebracht sind und für jedes Pferd ein eigener Wasservorrat bereitgestellt werden muss. Zum Zeitvertreib stoßen viele Pferde den Wassereimer um und spielen damit in der Box. Deshalb muss der Eimer auf jeden Fall gut fixiert werden - ihn nur in eine Ecke in der Box zu stellen, reicht nicht aus.

Man kann einen Eisenring an der Boxenwand anbringen, in den der Eimer gerade hineinpasst, um ihn an der Wand zu fixieren. Er sollte mindestens auf Brusthöhe angebracht werden, weil die Pferde ansonsten mit den Hufen hängenbleiben könnten.

Wenn die Tage kürzer werden, und der erste Frost zieht sich wie ein weißer Teppich über unsere Weiden, dann ist der Winter nicht mehr fern. Und auch im Winter sollte natürlich die Wasserversorgung unserer Lieblinge gesichert sein. Wenn die Werte in den Gefrierpunkt kommen, besteht auch die Gefahr, dass die Leitungen der Selbsttränken frieren, was zu Schäden und Rohrbrüchen führen kann. Wer also keine frostsicheren Tränken zur Verfügung hat, muss die Wasserzuleitung frühzeitig absperren und auf Eimertränkung zurückgreifen.

Doch auch im Eimer friert das Wasser ein, und in strengen Frostperiodenverwandelt sich das Nass innerhalb weniger Stunden zu einem dicken Eisblock.

Um dies zu verhindern, füllt man die Eimer zur Winterzeit mit lauwarmen Wasser. Das gewährleistet eine längere eisfreie Wasserversorgung. Wird das Wasser nur von einer dünnen Eisschicht überzogen, können die Pferde diese mit ihrer Nase ohne weiteres durchdrücken.

Wasser ist Leben, es ist notwendig um einen geregelten Stoffwechsel der Pferde zu garantieren. Verdauung und Wohlbefinden unserer Lieblinge hängt auch von diesem Nass ab.

Verantwortung für die so starken - doch auch schwachen - Lebewesen, das liegt in unseren Händen.

Bildquelle: Tinypic

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Schlüsselwörter: Wasser | Pferde | Selbsttränke | Winter | Versorgung
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Kommentare

Royal Flush
am 07.01.2011 10:43:54 (92.230.251.xxx) Link Kommentar melden
Ein Großpferd benötigt diese Mengen, das ist richtig.
Es ist aber auch von Tier zu Tier recht unterschiedlich.
Einer benötigt mehr Wasser, ein anderer weniger von dem Nass.
Wink

Wenn man die Pferde, so wie ich auch, in Eigenregie hält, dann reicht es vollkommen aus den Pferden zweimal am Tag Wasser anzubieten.


Ich habe im Offenstall in der Stallecke 2 Tröge, die sind ausschließlich für Wasser.

Sie haben ein Fassungsvermögen von je 40l.

Diese befülle ich morgens.
Zu diesem Zweck habe ich Kanister, dei werden mit warmen Wasser gefüllt.
Dann bekommen meine Pferde morgens ihr Heu.
Danach, weil das Heu ja trocken ist, haben sie natürlich auch Durst.
Deshalb auch das warme Wasser - so kann ich sicher sein, dass das Wasser nach 3 Stunden, denn so lange benötigen die Pferde für die Heuration, noch nicht eingefroren ist.


Sie trinken auch nicht alles aus.

Wenn ich dann am späten Nachmittag in den Stall fahre, dann sind die Kanister mit heißem Wasser befüllt, so taut der Eisklumpen wieder auf, die Pferde haben dann lauwarmes Wasser.

So halte ich das immer.

Man parkt ja auch dicht am Stall, dann geht das schon.
Wink
Deshalb sollte man sich den Platz für Pferde auch genau aussuchen und die Verhältnisse vorausschauend betrachten.



Bis zu welchen Frostgraden können diese Tiere eigentlich draußen sein? Mir kam ein normaler (ungeheizter) Pferdestall schon immer recht kalt und zugig vor.


Um auch deine gestellte Frage einzugehen...

Pferde können das ganze Jahr über im Freien gehalten werden. Sie benötigen nur einen Unterstand, der sie vor Nässe schützt.

Das ist auch vom Tierschutzgesetz so vorgeschrieben.

Die Pferde, die das ganze Jahr draußen sind entwickeln ein dickes Winterfell, sodass ihnen Kälte nicht im geringsten etwas ausmacht.

Es darf nur keine Nässe und Zugluft entstehen.

Daher auch der Unterstand.

Im Offenstall gibt es ja auch eine Schutzecke, d.h. der Stall ist zu dreiviertel geschlossen. die Tiere haben also nir einen Durchgang.
In meinem Fall sind es ja 2, denn ich habe ja meinen Stall mit einem Aussenpaddock versehen.
Jedes Pferd hat also seinen eigenen Bereich.

Pferde haben eine dickere Haut als Menschen.
500 - 700 kg Muskelmasse, da friert es sich nicht so schnell.

Und wenn es doch mal etwas eisig sein sollte, dann gibt es auch Pferdedecken.

Guckst du da...

http://www.pferde...n-shop.de/

Wink
Royal Flush
am 07.01.2011 11:03:01 (92.230.251.xxx) Link Kommentar melden
So sah er ursprünglich aus, jetzt ist er ja umfunktioniert worden zu einem Offenstall mit Paddock.

i51.tinypic.com/33tow9w.jpg

Wink
Royal Flush
am 07.01.2011 11:36:48 (92.230.251.xxx) Link Kommentar melden
Um noch einmal die Wasserversorgung anzusprechen.

Es gibt viele Möglichkeiten die Wasserversorgung zu gewährleisten.
Ist natürlich auch eine Kostenfrage, denn die gesamten Leitungen müssen ja gegen den Frost geschützt werden.
Da kommen sehr schnell ein paar tausend Euro zusammen.
Viele tausend, um genau zu sein, denn je mehr Pferd, desto teurer - ist ja auch logisch.

Wink

http://www.suevia...er-rinder/
Royal Flush
am 07.01.2011 11:37:42 (92.230.251.xxx) Link Kommentar melden
Pferd -e-

Grin

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