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Wissenschaft: Sonstiges

Doch nicht out of Africa

Paläoanthropologen finden 400.000 Jahre alte Zähne in Israel

400.000 Jahre alte, hominide Zahnfunde
400.000 Jahre alte, hominide Zahnfunde
Im American Journal of Physical Anthropology erschien eine wissenschaftliche Abhandlung der Funde von acht menschenähnlichen Zähnen, deren Alter auf 400.000 Jahre datiert werden.

Professor Avi Gofer, Ron Barkai und Professor Israel Hershkovitz von der Abteilung für Anatomie und Anthropologie der medizinischen Fakultät in Israel haben die Studie geführt, die den Nachweis erbrachte, dass es sich um menschenähnliche Zähne handele, welche in der Kassem-Höhle nahe Tel Aviv gefunden wurden.

100.000 Jahre alte Fossilienfunde

Die ältesten in Israel bislang aufgefundenen menschlichen Überreste datieren auf 100.000 Jahre, während die bislang ältesten Hinweise auf den Homo sapiens in Afrika gefunden wurden, weshalb die akzeptierte Lehrmeinung derzeit davon ausgeht, dass die Wiege der Menschheit in Afrika liege.

Der Fund erfordert jedoch, dass die Wissenschaft diese Kerntheorie nochmals auf den Prüfstand stellt, denn der Fund dieser hominiden Zähne erlaubt nun ganz neue Rückschlüsse.

Forschungsbericht

Darwins Theorien nicht mehr haltbar

Unter diesem Aspekt muss auch Darwins Theorie in vielerlei Hinsicht kritisch hinterfragt und ggf. korrigiert werden.

Schon Charles Darwin hatte 1871 vermutet, der Mensch habe sich in Afrika entwickelt, da seine nächsten Verwandten – Schimpansen und Gorillas – dort beheimatet sind. Seit 1924, als das damals älteste Fossil eines unmittelbaren Vorfahren des Menschen (Hominini) in Südafrika entdeckt wurde (das Kind von Taung), trugen zahlreiche weitere Fossilfunde dazu bei, dass Darwins Hypothese heute als sehr gut abgesichert gilt und daher Afrika von den Paläoanthropologen als die Wiege der Menschheit angesehen wird.

http://de.wikiped...Menschheit

Bereits zu früheren Zeitpunkten wurde diese Theorie angezweifelt:

Dmanissi-Funde in neuem Licht

History Museum Homo Georgicus
History Museum Homo Georgicus
Erstmals bei derart alten Menschen-Fossilien können zudem Aussagen über die Variationsbreite der anatomischen Merkmale in einer Population getroffen werden, was zu einer Neubewertung der Abgrenzung von Arten führen könnte, die – wie Homo erectus und Homo habilis – häufig nur anhand eines einzigen Unterkiefers definiert wurden. Fraglich geworden ist durch die Dmanissi-Fossilien auch die Annahme, Homo erectus habe sich in Afrika aus Homo habilis entwickelt; möglicherweise entwickelte sich Homo erectus erst nördlich der Levante, und Teile der Population wanderten später wieder zurück nach Afrika, andere Richtung Asien und Europa.
http://de.wikiped...te_note-24

Diese Annahme scheint sich durch die neuesten Zahnfunde zu erhärten;

Ganz offensichtlich gibt es in der Paläoanthropologie noch viel Unentdecktes, sodass die Wissenschaft noch ein weites Feld vorfindet, um noch lange nach der tatsächlichen "Wiege der Menschheit" zu suchen.

Bildquelle: Screenshot/Quelle DPA und Wikipedia

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Schlüsselwörter: Avi Gofer Ron Barkai | Professor Israel Hershkovitz | Israel | Zahnfunde | anthropologie
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Kommentare

GataLinda
am 29.12.2010 20:47:01 (90.171.35.xxx) Link Kommentar melden
@Admins: bitte um Beachtung meiner PN bzgl edit.
Danke!
GataLinda
am 29.12.2010 20:54:29 (90.171.35.xxx) Link Kommentar melden
Danke Argusauge. Ging ja fixSmile
300
am 30.12.2010 15:16:37 (178.33.255.xxx) Link Kommentar melden
So schnell kann es gehen mit "wissenschaftlichen" Theorien Grin
GataLinda
am 30.12.2010 15:58:43 (90.169.155.xxx) Link Kommentar melden
@MoD: naja, kanpp 200 Jahre...wirklich schnell ist das ja nicht, für Erkenntnisgewinn...
GataLinda
am 31.12.2010 00:10:56 (90.169.155.xxx) Link Kommentar melden
Ich meinte damit Darwins Geburt, denn mit ihm enstand die Theorie. Nicht erst mit der Veröffentlichung, sondern mit gewonnenen Erkenntnissen, die man zeitlich nicht genau festlegen kann.
522
am 31.12.2010 00:19:03 (93.219.184.xxx) Link Kommentar melden
außerdem schrieb gata doch : knapp 200 Jahre ... wollten Sie das jetzt auf die Minute genau präzisiert haben? Ich schrieb Ihnen vorhin/s/ bereits, knapp daneben ist auch ganz dicht vorbei ...........
GataLinda
am 31.12.2010 00:26:07 (90.169.155.xxx) Link Kommentar melden
Eine kurze Darwin-Biografie:

Charles Robert Darwin wurde am 12. Februar 1809 auf dem in Shrewsbury gelegenen Anwesen Mount House geboren...Seit dem Frühjahr 1817 besuchte er die Tagesschule der Unitarier-Gemeinde...Das Durchdringen komplexer Sachverhalte wie Euklids Geometrie, in der ihn ein Privatlehrer unterrichtete, oder die Feineinstellung eines Barometers, die ihm sein Onkel Samuel Tertius Galton (1783–1844) erläuterte, bereiteten ihm hingegen Freude. Schon zu dieser Zeit sammelte Darwin Muscheln, Siegel, Münzen und Mineralien,[2] und seine unablässigen Streifzüge durch die Natur, bei denen er die Verhaltensweisen von Vögeln untersuchte, schärften seine Beobachtungsgabe. Angeregt durch Experimente seines älteren Bruders Erasmus (1804–1881), die dieser in einem selbstgebauten Labor im elterlichen Geräteschuppen durchführte und bei denen Darwin mithelfen durfte, beschäftigte er sich intensiv mit Chemie. Charles sollte wie sein Vater Arzt werden und hatte bereits in dessen Praxis hospitiert...Über 20 Jahre lang trug er Belege für diese Theorie zusammen.


Insofern hat sich die Theorie ausserordentlich lange gehalten. Wenn sie nun widerlegt wird, dann ist das keine Schande, da man es damals eben nicht besser wissen konnte. Mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln hat Darwin das Optimale herausgeholt aus seinen Beobachtungen.
GataLinda
am 31.12.2010 00:26:43 (90.169.155.xxx) Link Kommentar melden
Zitiert aus Wikipedia/Darwin
Amschel
am 31.12.2010 06:52:44 (110.49.5.xxx) Link Kommentar melden
...weshalb die akzeptierte Lehrmeinung derzeit davon ausgeht, dass die Wiege der Menschheit in Afrika liege.

Der Fund erfordert jedoch, dass die Wissenschaft diese Kerntheorie nochmals auf den Prüfstand stellt, denn der Fund dieser hominiden Zähne erlaubt nun ganz neue Rückschlüsse. (...)


...aber ganz und gar nicht ! Als Wiege der Menschheit wird Afrika bezeichnet, weil dort, zeifelsfrei, die ersten Fossilien von Australopithecus afarensis gefunden wurden, und sonst niergends auf der Welt.

Bestenfalls könnte man die Hominisation in Afrika bestreiten, aber dazu taugen "nur" 400.000 Jahre alte Zähne auch nicht, den Fossilien der Spezies: Homo erectus, Gehirngröße bis zu 1250 cm³, der vor 1,85 Mio. Jahren bis vor ca. 40.000 Jahren lebte, sind in Afrika, Europa, Asien nachgewiesen.

Von undogmatischen Forschen wird nicht bestritten, daß der Neandertaler im eiszeitlichen Europa entstand, welcher als zwischen 160.000 und gar 500.000 Jahre alt gilt. Desweiteren lassen neueste Erkenntnisse den Schluß zu, daß entgegen früher Behauptungen, doch eine genetische Verwandschaft von Homo sapiens und Homo neanderthalensis existiert.

Richtig ist, daß die ältesten Knochenreste die bislang einem Homo sapiens zugeordnet werden in Afrika gefunden wurden. Deshalb darauf zu schließen, daß er dort entstand, ist unseriös, wie so vieles in der Paläoanthropologie. Fast jeder streitet sich mit jedem, ein unsagbares Bezeichnungswirrwar durchzieht die Geschichte dieser Wissenschaft und Dogmatismus beeinträchtigt das Aufzeigen vernünftiger Ergebnisse.

Gleich soweit zu gehen und Darwin widerlegt zu sehen, ist ebenfalls unstatthaft, Australopithecus afarensis gilt selbst unter den Streithähnen als Vormenschenarten. Kein herkömmlicher Affe mehr, da aufrecht gehend, aber noch nicht ganz Mensch. (daher fehlt der Zusatz homo in der Bezeichnung)

Darwins Theorien nicht mehr haltbar

Unter diesem Aspekt muss auch Darwins Theorie in vielerlei Hinsicht kritisch hinterfragt und ggf. korrigiert werden.


Dieser Aussage wird energisch widersprochen !

Selbst der Nachfolger des Australopithecus, Homo habilis, Gehirngröße 500 - 650 cm³ lebte vor ca. 2,5 bis ca. 1,4 Millionen Jahren in Ostafrika und wurde bislang nirgends sonst verortet.

Legt man hingegen diesen Artikel zu Grunde:

http://www.welt.d...deckt.html

So ist die Aussage eine Andere, nämlich die, daß die 400.000 Jahre alten Zähne einem Homo Sapiens zugeordnet werden, was eine lange unterdrückte, aber doch sehr vernünftig anmutende Theorie, bestätigt: Der Homo Sapiens oder besser gesagt, sein außergewöhlich leistungsfähiges Gehirn, entstand außerhalb Afrikas !
GataLinda
am 31.12.2010 09:57:13 (90.169.115.xxx) Link Kommentar melden
daß der Neandertaler im eiszeitlichen Europa entstand, welcher als zwischen 160.000 und gar 500.000 Jahre alt gilt.

Es geht im Artikel eindeutig nicht um Neandertaler, sondern um eine nicht näher bezeichnete Homo-Spezies, im englischen Originaltext des American Journal of Physical Anthropology wird der Neandertaler explizit ausgeschlossen.

Sie schrieben:
So ist die Aussage eine Andere, nämlich die, daß die 400.000 Jahre alten Zähne einem Homo Sapiens zugeordnet werden, was eine lange unterdrückte, aber doch sehr vernünftig anmutende Theorie, bestätigt: Der Homo Sapiens oder besser gesagt, sein außergewöhlich leistungsfähiges Gehirn, entstand außerhalb Afrikas !


Die Aussage ist exakt dieselbe wie im Artikel, wenn Sie alles gelesen hätten:

Fraglich geworden ist durch die Dmanissi-Fossilien auch die Annahme, Homo erectus habe sich in Afrika aus Homo habilis entwickelt; möglicherweise entwickelte sich Homo erectus erst nördlich der Levante, und Teile der Population wanderten später wieder zurück nach Afrika, andere Richtung Asien und Europa.
Diese Annahme scheint sich durch die neuesten Zahnfunde zu erhärten;



Und zu Darwins Theorie sagt mein Artikel folgendes:

Schon Charles Darwin hatte 1871 vermutet, der Mensch habe sich in Afrika entwickelt, da seine nächsten Verwandten – Schimpansen und Gorillas – dort beheimatet sind. Seit 1924, als das damals älteste Fossil eines unmittelbaren Vorfahren des Menschen (Hominini) in Südafrika entdeckt wurde (das Kind von Taung), trugen zahlreiche weitere Fossilfunde dazu bei, dass Darwins Hypothese heute als sehr gut abgesichert gilt und daher Afrika von den Paläoanthropologen als die Wiege der Menschheit angesehen wird.

Darauf bezog sich die Feststellung
Unter diesem Aspekt muss auch Darwins Theorie in vielerlei Hinsicht kritisch hinterfragt und ggf. korrigiert werden.

Nichts anderes besagt auch der Welt-Artikel, den Sie zitieren:
Bisherige Funde zum Homo sapiens sind etwa 200.000 Jahre alt. Sollten sich die Annahmen der Wissenschaftler bestätigen, würden die Ausgrabungen "das gesamte Bild der Evolution" verändern, sagte der Archäologe Avi Gopher.
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