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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Ex-Volkswagenbetriebsratchef Volkert zu Gefängnisstrafe verurteilt

Klaus Volkert ist wegen Anstiftung und Beihilfe zur Untreue und Verstoßes gegen das Betriebsverfassungsgesetz zu einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten verurteilt wurden. Der Mitangeklagte Ex-VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer wurde nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Die verhängten Urteile sind noch nicht rechtskräftig und die Verteidiger erklärten nach der Urteilsverkündung umgehend, Revision einlegen zu wollen.

Die Richter des Landgerichtes Braunschweig sind zu der Auffassung gekommen, dass der frühere Betriebsrat von VW Volkert zu Unrecht Sonderzahlungen in Höhe von fast 2 Millionen Euro erhalten habe und sich dessen bewusst gewesen sein, dass er keinerlei Anspruch auf diese Zahlungen gehabt habe. Er habe zielgerichtet die für die Gehälter der Betriebsräte zuständige Kommission umgangen um sich diese Sonderzahlungen zu erschleichen. Volkert hatte zwar argumentiert, dass er wichtige „wertschöpfende“ Tätigkeiten im Interesse des Volkswagenkonzerns für die Sonderzahlungen geleistet habe, aber dieser Auffassung folgte das Gericht nicht. Für die Richter des Landgerichtes war es unerheblich welchen Wert Volkerts Tätigkeit für das Unternehmen Volkswagen gehabt habe. Eine Sonderzahlung VW´s an die ehemalige Geliebte des Aufsichtsrates stufte das Gericht im gleichen Verfahren als Anstiftung zur Untreue ein.

Der Prozess am Landgericht ist das Resultat der VW-Affäre, in der es um Schmiergelder und „Lustreisen“ auf Kosten von VW geht. In einem früheren Verfahren wurde der ehemalige Personalchef Peter Hartz zu einer 2-jährigen Bewährungsstrafe und rund 500.000 Euro Geldbuße verurteilt. Hartz hatte in diesem Verfahren die Verantwortung für die unberechtigten Zahlungen und die „Lustreisen“ übernommen.

Irgendwie erscheint nach dem heutigem Urteil gegen Volkert die damalige Strafe gegen Hartz viel zu mild und es drängt sich der Verdacht einer 2 Klassenjustiz auf.

Wenn es nach der Staatsanwaltschaft gegangen wäre, wären die Strafen gegen Volkert und Gebauer noch härter ausgefallen. Der Staatsanwalt hatte für Volkert eine Gefängnisstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten gefordert und für Gebauer 20 Monate auf Bewährung

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Schlüsselwörter: Klaus Volkert | Klaus-Joachim Gebauer | Schmiergeldaffäre | Lustreisen | VW | VW-Affäre | VW-Betriebsrat
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Kommentare

Duke
am 24.02.2008 03:18:16 (78.52.252.xxx) Link Kommentar melden
Das ist richtig, Hartz 4 läuft frei herum, aber der gekaufte Betriebsrat soll ins Zuchthaus!

Verstehe wer will?

Der Ex-Betriebsrat hatte in zweierlei Sicht offensichtlich schlechte Beziehungen.
Genau deshalb geht er in den Knast.

Hartz 4 darf sich erneut freuen, seine Rechnung ging komplett auf!
gunhill
am 28.02.2008 00:06:52 (84.134.220.xxx) Link Kommentar melden
Es ist wie immer: Die Grossen kassieren Millionen, zahlen dann mal eine halbe mio Strafe, und lachen sich dann schlapp.
Den kleinen betriebsrat, der auch mal in der großen Welt schnuppern wolte, hängt man auf.
Ist doch alles normal in unserem land, oder ?

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