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Medien: Buch

„Komm, süßer Tod“

Wer ist eigentlich Simon Brenner?

Simon Brenner, Detektiv
Simon Brenner, Detektiv
Jeder Mensch kennt Simon Brenner. Jeder? Wirklich jeder? Nun, zumindest jeder politisch interessierte Zeitungsleser in Baden-Württemberg, oder – auch so könnte man sagen – jeder Linke im Raum Heidelberg-Mannheim-Karlsruhe, im Rhein-Neckar-Raum und in der Kurpfalz. Denn Simon Brenner war immerhin der Student, der aus dem Süden kam, aus Waldshut in Südbaden, wo auch Samuel Koch zuhause ist, in der Nähe der Grenze zur schönen Schweiz; der Student der Germanistik und Ethnologie, später auch der Soziologie, ein Kollege in spe also. Simon Brenner, jener junge Mann, der so wahnsinnig nett und hilfsbereit war, der politisch so überaus wach und interessiert sowie links-aktivistisch engagiert war, darüber hinaus auch noch überdurchnittlich sportlich für einen Linken, Der Spion, der sich liebte, so eine Art „Jäger aus Kurpfalz“.

Ferner kennt jeder Leser der onlinezeitung24 den Simon Brenner mindestens genauso gut wie er René Hähnlein oder Götz Bockmann kennt.

Doch Simon Brenner ist nicht nur wesentlich sympathischer als die fränkischen SED/PDS-Politiker Hähnlein und Bockmann, er ist überdies auch – aus gutem Grund – viel bekannter als die beiden; außerdem auch noch erfolgreicher. „Simon Brenner“ ist nämlich eine bekannte Romanfigur aus den Kriminalromanen des Österreichers Wolf Haas. Es gibt übrigens mit der Roman-Figur „Simon Brenner“ sechs Romane, hier chronologisch geordnet:

  1. 1996 Auferstehung der Toten (spielt in Zell am See)
  2. Der Knochenmann (spielt in Klöch, Steiermark), 1997
  3. Komm, süßer Tod (spielt in Wien), 1998
  4. Silentium! (spielt in Salzburg), 1999
  5. Wie die Tiere (spielt in Wien), 2001
  6. Das ewige Leben (spielt in Graz), 2003

Die Figur Brenner

Der Privatdetektiv Simon Brenner ist im ersten Band der Reihe 44 Jahre alt und stammt aus Graz, Bezirk Puntigam. Er ist Junggeselle, breitschultrig, klein, dicklich und hat einen Kantschädel mit roter Nase und wasserblauen Augen. Seit er sich das Rauchen abgewöhnt hat, bekommt er regelmäßig Migräneanfälle. Noch dazu kommt, dass ihm vor zwölf Jahren seine Verlobte Josefine, kurz Fini, davongelaufen ist. Aber dem Leser wird schnell klar, dass es nicht die letzte Frau in seinem Leben ist, da er schnell Bekanntschaften mit Frauen schließt.

Mehr auf Wikipedia lesen...

Über „Simon Brenner“ und Haas' Bücher gibt es soviele Rezensionen, daß sich hier eine weitere völlig erübrigt; um ganz ehrlich zu sein, diente der Verweis auf die Roman-Figur eigentlich einem ganz anderen Zweck, Rezensionen findet man im Internet wie Sand am Meer, vermutlich auch als eBay-„Testbericht“...

Viel wichtiger erscheint nun allerdings, aus aktueller politischer Sicht, die Frage: lesen Studenten in Deutschland keine Bücher? Wundert man sich unter Linken in Heidelberg nicht über merkwürdige Zufälle und Namensähnlichkeiten? Man kann auch fragen: fiel den Mitarbeitern im Außendienst des LKA wirklich kein besserer Deckname ein? Und ist wirklich einer für diese Aufgabe geeignet, der im Urlaub damit angibt, er sei Polizist?

Fragen über Fragen.

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Schlüsselwörter: Simon Brenner | Wolf Haas | K14 | Staatsschutz | LKA | Polizei | Spitzel | Baden-Württemberg
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Kommentare

300
am 29.12.2010 09:37:49 (178.33.255.xxx) Link Kommentar melden
„Simon Brenner“ ist nämlich eine bekannte Romanfigur aus den Kriminalromanen des Österreichers Wolf Haas. Es gibt übrigens mit der Roman-Figur „Simon Brenner“ sechs Romane, hier chronologisch geordnet...
Ganz gut geschrieben, die Bücher, "Komm süßer Tod" ist besonders spannend, kann ich empfehlen Smile
Gata Linda
am 29.12.2010 10:14:55 (90.169.79.xxx) Link Kommentar melden
Dieses Thema ist eigentlich sehr ernst und verdient im Grunde etwas mehr als einen kurzen Absatz, der sich im Wesentlichen mit zwei Nebensächlichkeiten des Falles befasst:
fiel den Mitarbeitern im Außendienst des LKA wirklich kein besserer Deckname ein? Und ist wirklich einer für diese Aufgabe geeignet, der im Urlaub damit angibt, er sei Polizist?

Die zentralen Fragen, die sich aus diesem grundgesetzwidrigen Handeln ergeben, hat der Autor imho nicht einmal im Ansatz behandelt.
So stellt sich dem geneigten Leser denn irgendwie die Frage, was denn der Autor des Artikels nun wirklich transportieren wollte mit diesem Beitrag:
geht es ihm um die Fragen, die ich oben zitiert habe, die man jeweils mit ja/nein/weiss nicht abhandeln kann, oder geht es ihm um eine Verharmlosung des an und für sich unglaublichen Eingriffs in die Privatsphäre, eine bislang undenkbare Handlungsweise der deutschen Polizei, die in bester FBI-Manier am Grundgesetz vorbeioperiert?
Ein sehr guter Artikel zu diesem Thema, der seriös die Umstände dieser ostentativ illegal scheinenden Polizeiaktion beleuchtet, ist unter http://www.dasdos...perpolizeiveröffentlicht.
Rechts­ex­per­ten sehen einen ver­dachts­un­ab­hän­gi­gen Ein­satz von Spit­zel durch das Lan­des­kri­mi­nal­amt als il­le­gal an, da das Tren­nungs­ge­bot von Po­li­zei und Ge­heim­diens­ten nicht be­ach­tet werde.

http://www.dasdos...r-verdacht
Wenn sich bereits die staatlichen Organe, welche für die Einhaltung von Recht und Ordnung verantwortlich zeichnen, nicht mehr an die verfassungsgemäßen Aufgaben und Vorschriften halten, dann ist die Rechtsstaatlichkeit in Deutschland nicht mehr gewährleistet und die Demokratie ist ausser Kraft.
Gata Linda
am 29.12.2010 11:12:59 (90.169.79.xxx) Link Kommentar melden
Es kommt halt immer darauf an, auf welcher Seite man steht.
Gata Linda
am 29.12.2010 11:20:46 (90.169.79.xxx) Link Kommentar melden
Hier geht es aber um etwas ganz anderes. Ich weigere mich, auf der Grundlage einseitiger Darstellungen empört zu sein, das ist alles. Bis dahin stehe ich außerhalb und auf gar keiner Seite.

Einseitig? Immerhin ist der Sachverhalt ja durch "Simon" direkt aufgedeckt worden, welche Seite fehlt denn noch?
Gata Linda
am 29.12.2010 12:04:48 (90.169.79.xxx) Link Kommentar melden
An der Uni ist Brenner offiziell immatrikuliert und legte zur Einschreibung in den Fächern Germanistik und Ethnologie zum vergangenen Sommersemester einen Personalausweis und ein Abiturzeugnis vor. Das bestätigte die Uni auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE; mehr könne man aber nicht sagen.

Dein Einwand geht, wie sollte es auch anders sein, erwartungsgemäß ins Leere, denn
Auch ein Sprecher des LKA will keine Stellungnahme abgeben: "Zu Einsätzen von verdeckten Ermittlern sagen wir grundsätzlich nichts."

Man muss also zunächst einmal die Aussagen der Studenten als wahr unterstellen, denn eine Gegenaussage gibt es nicht und wird es nicht geben.
Im Gegensatz dazu bezweifelst du deren Aussage, WEIL es keine Gegenaussage gibt und nicht geben wird.
Und er kommt zu dem Ergebnis:
«Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil», so schließt er messerscharf,
«nicht sein kann, was nicht sein darf.
» (Christian Morgenstern)
Gata Linda
am 29.12.2010 12:11:27 (90.169.79.xxx) Link Kommentar melden
Was wollte ich transportieren? Zum einen wollte ich ein Gegengewicht zu "Georg Manns" (Alias!) flachem Geschreibsel schaffen, zum zweiten auf ein interessantes Buch hinweisen, zu dritten aber alle Generalempörten darauf hinweisen, daß sie sich gerade mal wieder zum Deppen machen und vor den Karren der gewaltbereiten Linksextremen in Südwestdeutschland spannen lassen.

Danke für die Antwort.
Leider verkennst du nur eines bei der gesamten Diskussion: Unabhängig davon, WER das Ziel der Operation war, ist allein die Frage der derzeitigen Entwicklung, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern z.B. auch in Spanien, besorgniserregend, denn ganz nach der Schäuble-Manier (siehe dazu den Artikel http://www.faz.ne...ntent.html)geht es prizipiell um den nichtrechtmässigen Eingriff in die Privatsphäre deutscher Bürger, unabhängig derer Politikzugehörigkeit.
Ob man die Linken nun mag oder nicht, darf bei dieser Frage keine Rolle spielen.
Gata Linda
am 29.12.2010 12:12:43 (90.169.79.xxx) Link Kommentar melden
unabhängig derer Politikzugehörigkeit relevant.
*Ergänzung*
357
am 29.12.2010 12:50:22 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
Es hat eine gewisse Art von Humor, wenn das LKA sich derartige Decknamen ausdenkt. Es macht auch eine Aussage über die mangelnde Belesenheit der linken Kreise in Heidelberg, wenn ihnen das nicht spanisch (bzw. österreichisch) vorkam.

Den Simon Brenner kennt doch jeder Krimiliebhaber, sollte man annehmen.
266
am 29.12.2010 13:56:45 (204.93.160.xxx) Link Kommentar melden
@Gata Linda, ich zitiere einfach einmal aus einer Seite, die es bei OZ24 gibt:

Eine Quelle allein ergibt keine Nachricht.
Für eine Nachricht braucht es mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen.


Vielleicht mögen Sie erst einmal darüber nachdenken, was das hier bedeuten könnte, bevor sie antworten?

Guten Tag!

(Wünscht Ihnen Ihr "Klatschaffe" I. Mayer)
Gata Linda
am 29.12.2010 14:42:53 (90.171.35.xxx) Link Kommentar melden
IMayer referiert: Eine Quelle allein ergibt keine Nachricht.
Für eine Nachricht braucht es mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen.


Vielleicht mögen Sie erst einmal darüber nachdenken, was das hier bedeuten könnte, bevor sie antworten?

Es gibt zu dem Vorgang DIVERSE von einander unabhängige Zeugen, alle hatten Kontakt zum gleichen Studenten, es gibt Belege, es gibt die Aussage über die Immatrikulierung des Studenten etc.
Auch die Tatsache, daß besagter Simon B. nunmehr spurlos verschwunden ist mag ein Hinweis auf die Richtigkeit der Aussagen sein.
Es gibt Mietverträge, die der angebliche Student abgeschlossen hat, es gibt Kopien des Ausweises.
ZWEI Quellen bedeutet im Journalismus nicht gleichzeitig zwei divigierende Aussagen.

Ein Dementi von Behördenseite gibt es jedoch nicht.

Schön, daß ich Ihnen hier weiterhelfen konnteWink...
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