Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Sonstiges: Reise

Wahrsager verunsichern Thailand-Touristen

Neuer Tsunami soll die thailändische Ferieninsel Phuket heimsuchen

Tsunamiwelle vor der Küste...
Tsunamiwelle vor der Küste...
Übermorgen, am 2. Weihnachtstag dieses Jahres, jährt sich der Jahrestag der verheerenden Tsunami-Katastrophe, die rund 230.000 Menschenleben forderte, zum sechsten Male. Besonders schlimm hatte es in Thailand auch die beliebte Ferieninsel Phuket getroffen. Und ausgerechnet hier soll wieder ein Tsunami bevorstehen. So jedenfalls Gerüchte aus Kreisen dubioser Wahrsager.

Die Berichte dazu entstanden Anfang Dezember und veranlassten bereits etliche Urlauber ihre Thailandreise nach Phuket zu stornieren. Dabei soll es sich allerdings hauptsächlich um asiatische Gäste gehandelt haben und aus Europa seien keine Stornierungen bekannt geworden. – Ein neuer Schlag gegen den ohnehin schon stark angeschlagenen Thailand-Tourismus.

Einen Tsunami kann man genauso wenig vorhersagen wie ein Erdbeben oder irgendeine andere Naturkatastrophe. Erst wenn der Auslöser, im Falle eines Tsunamis ist das in der Regel ein Seebeben, stattgefunden hat, lassen sich Wahrscheinlichkeitsberechnungen anstellen und die möglicherweise betroffenen Küstengebiete warnen. Dies aber auch nur, wenn die technische Voraussetzung in Form eines Frühwarnsystems vorhanden ist. Wie lange die anschließende Reaktionszeit ist, in der die Bevölkerung sich in Sicherheit bringen kann, hängt davon ab, in welcher Entfernung das Seebeben stattgefunden hat.

Nun ist es mit den Prophezeiungen von Wahrsagern, Kartenlegern und ähnlichen Zeitgenossen so eine Sache. Man kann daran glauben oder auch nicht. Persönlich neige ich da eher zum letzteren und habe deshalb auch noch nie einen Wahrsager befragt oder mir anderweitig die Zukunft lesen lassen – und werde dies wohl auch nie machen.

Während die einen, die Gläubigen, ihre Reise nach Phuket stornierten, freuten sich die anderen, die, die nichts auf solche dubiosen Vorhersagen geben, über die Reiseschnäppchen in Form der dadurch freigewordenen Last-Minute-Angebote.

Narranon Yangyuen, die Vorsitzende des Hotelverbandes in Phuket bestätigte entsprechend Buchungsausfälle. Das Zimmerkontingent auf Phuket sei derzeit zu 60 % belegt. Normal seien um diese Zeit 80 %. Allerdings führt sie dies weniger auf die dubiose Wahrsagerei zurück, sondern vielmehr auf die Wirtschaftssorgen und die Rezession in Europa. Hinzu komme die derzeitige Schwäche des Euro gegenüber dem thailändischen Baht.

Bangornrat Shinaprayoon, die für Phuket zuständige Direktorin der thailändischen Tourismusbehörde, wies daraufhin, dass für Phuket Frühwarnsysteme vorhanden seien und regelmäßig Evakuierungsübungen stattfänden. So wissen Einheimische und Touristen, was im Fall des Falles zu tun ist.

Erfreulich sind für die thailändische Tourismusbranche auf Phuket die diesjährigen Besucherzahlen trotzdem. Mit 5,5 Millionen bereits in diesem Jahr lagen die um rund 800.000 höher als im Jahr der Tsunami-Katastrophe 2004. Beteiligt daran sind vor allem die Gäste aus Russland, deren Zahl seitdem um 50 % gestiegen ist. Aber auch aus Deutschland kamen bereits 9 % mehr Besucher.

Fotolegende: Tsunami-Welle vor der Küste? Foto: Michael Heimann, Pixelio.de.

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Lesen Sie dazu auch:
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Tsunami | Thailand | Phuket | Wahrsager | Frühwarnsystem | Evakuierungsübungen
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.04 Sekunden
36,605,550 eindeutige Besuche