Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Internet: Rund ums Internet

Kommunikation im Internet

Spammer, Trolle, Intellektuelle: Brisante Mischung im WWW

Das Internet - ©Gerd Altmann/AllSilhouettes.com /
Das Internet - ©Gerd Altmann/AllSilhouettes.com /
Wer kennt sie nicht? Die unendlichen Möglichkeiten die einem das WWW bietet. Von Online-Spielen bis hin zu Diskussionsforen. Doch wie verhält man sich richtig im World-Wide-Web?

Man sollte sich zuerst mal Gedanken darüber machen, dass Geschriebenes schnell falsch interpretiert werden kann. So können Ausrufezeichen, Fett-Schrift, oder gänzlich Groß geschriebene Wörter als aggressiv missverstanden werden.

Kleine Tipsammlung

Zuerst einmal, sollte man sich mit jedem Text genug Zeit lassen, alles nach dem Schreiben mit zeitlichem Abstand nochmals durchlesen und erst dann, wenn man sich sicher sein kann, dass die Nachricht, welche man überbringen möchte, auch genau diesen Inhalt transportiert, das Geschriebene schliesslich abschicken.

Hier ein Beispiel

"Ich sagte dir doch bereits, dass das was du da planst, schief geht! Kannst du denn nicht einmal zuhören???"

Klingt nicht sonderlich nett oder hilfreich, oder? Das ganze würde doch viel schöner klingen, hätte man es folgendermaßen formuliert:

"Wie ich bereits sagte, fand ich deine Idee nicht so gut. Schade das es schief gelaufen ist... das nächste mal vielleicht auch mal die gutgemeinten Tips von anderen berücksichtigen;)"

Es hat beides den selben Inhalt, nur ist es jeweils anders formuliert.

Ausrufezeichen, genau wie Fragezeichen, sollten nie zu aufdringlich wirken, das könnte dem Leser gleich die Lust an allem nehmen. Da der Mensch, welchem man eine Nachricht überbringen möchte, den Text immer nur so interpretieren kann, wie er ihn liest, sind Missgeschicke unvermeidbar.

Ironie und Sarkasmus - schlechte Darstellungsmöglichkeiten in Kommentaren

Deshalb sollte man Ironie und Sarkasmus aus der Foren- und Internetwelt fernhalten, es sei denn, man weiß, wie man diese als solche kennzeichnen kann, oder aber man kennt den Betreffenden sehr gut und dieser versteht die ausgesprochene Ironie.

Zum Beispiel: "Naaain, da wäre ich ja nie drauf gekommen ;) *Ironie an*" oder "Ach... was du nicht sagst xD" an beiden Beispielen sollte der Leser bemerken, dass das, was geschrieben wurde, nicht sonderlich ernst oder sogar völlig anders gemeint war.

Diskussionsforen - viele Welten prallen aufeinander:

Es gibt sie in Hülle und Fülle, über alle erdenklichen Themen, von Tieren bis hin zu Aliens ist alles dabei. Meist können hier Spammer anonym zur Hochform auflaufen, was den am Thema real interessierten User zur Verzweiflung treiben kann.

Aber was macht diese Foren so populär? Es sind die User. Ein Forum lebt durch seine User, und ohne User, die sich mit Freude am Forenleben beteiligen, geht so eine Plattform schnell zu Grunde. Was sollte man also beim Schreiben in einem Forum (insbesondere bei sehr hitzigen Diskussionen) beachten? Derzeit gibt es zum Beispiel diverse Diskussionen über WikiLeaks, welche aus vielen verschiedenen Meinungen bestehen. Auch da ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht gegenseitig mit Schimpfwörtern zu bombadieren.

Wichtig ist, wie vorher schon erwähnt, die Wortwahl. Hatte man einen schlechten Tag, oder ist schlecht gelaunt, macht sich das auch in den Beiträgen bemerkbar. D.h. hatte man einen schlechten Tag, dann liest man lieber mal 'ne Zeitung und kühlt sich ein wenig ab, sonst entsteht in den Foren schnell Streit, und das ist nirgendwo erwünscht.

Im Grunde ist es ganz simpel, sich mit allen Usern zu verstehen, ist doch mal einer dabei, der auf Streit und Konfrontation gepolt ist, dann sollte man ihn einfach ignorieren und nicht weiter darauf eingehen. Solche User werden auch gerne als "Trolle" bezeichnet. Nimmt man solchen sogenannten Trollen die Aufmerksamkeit, dann hören sie auch bald auf, weil es ihnen langweilig wird. Und wenn es wirklich mal zu ernst wird, wendet man sich ohne schlechtes Gewissen an einen Admin oder Moderator. Im Normalfall wird dieser aufpassen und sich um die Probleme kümmern und den User unschädlich machen. Wie der Admin das macht, ist in dem Fall allein seine Entscheidung.

  • Bildnachweis

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: WikiLeaks | Internet | WWW | Youtube | Kommunikation
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

kommt123
am 15.12.2010 19:34:00 (85.179.239.xxx) Link Kommentar melden
In einigen Foren sind auch Usersperren eingerichtet.

Trolle können gar nicht mehr öffentlich in das Blog oder dergleichen reinschreiben.
Ihnen ist zwar die Möglichkeit gegeben zu kommentieren, aber der Blogherr, also ich, entscheidet dann:
Okay, deinen Kommentar lasse ich zu, ich nehme ihn an.
Oder, Möglichkeit zwei:
Nein Nein, mein Freund, du hast keinen Zutritt, ich lösche deinen Kommentar.

Ich lösche die immer alle, so habe ich meine Ruhe.
Smile

Wenn sich das erst einmal "rumgesprochen hat, dann ist man auch diese Trolle los.

Denn Trolle wollen Aufmerksamkeit erzielen.
Sie wollen allen beweisen "ich kann dir so richtig die Meinung sagen", und alle können es lesen, bis man es dann löscht, wenn man erst On ist.

Aber auf die Weise, des"Anklopfens verlieren solche Trolle schnell die Lust, denn sie wissen, andere können ihre Proll Kommentare nicht lesen.

Bei mir im Forum gibt es noch eine andere Möglichkeit, da kann ich auch entscheiden welche einzelnen, mir bekannten User, ich zulasse.
Kindergaertner
am 15.12.2010 20:39:07 (217.224.42.xxx) Link Kommentar melden
Im Normalfall wird dieser aufpassen und sich um die Probleme kümmern und den User unschädlich machen.

Das klingt aber nach harten Bandagen.
Kindergaertner
am 15.12.2010 22:20:50 (217.224.42.xxx) Link Kommentar melden
Streit ist immer erwünscht. Alles nur eine Frage der Streitkultur. Das Wort "Streit" ist in unserem Kulturkreis zu negativ besetzt, m.E..
349
am 15.12.2010 22:23:00 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Ein sehr schöner und lesenswerter Artikel!
349
am 15.12.2010 22:23:09 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Doppelposting entfernt
  • Geändert von OZ24 am 16.12.2010 12:58:41.
IPG Independent Pressgroup
am 16.12.2010 03:06:16 (90.168.255.xxx) Link Kommentar melden
polemos panton men pater esti


Das Zitat ist unvollständig:

Krieg ist aller Dinge[102] Vater, aller Dinge König. Die einen macht er zu Göttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven, die anderen zu Freien.“[103]

„Unsterbliche sterblich, Sterbliche unsterblich: Sie leben den Tod jener, und das Leben jener sterben sie.“[104]

Die transitive Verwendung von „leben“ und „sterben“ deutet nach Held an, dass Heraklit das gesamte Leben als Sterben auffasst, wobei die menschliche Sterblichkeit zur göttlichen Unsterblichkeit in Kontrast tritt, sie als ihr Gegenteil erst bedingt und damit vollzieht oder erst denkbar macht. Das eigentliche Verhältnis von Gott und Mensch zeigt sich in diesem Verständnis des einen Status verleihenden Kampfes, aus dem sich der „Rangunterschied zwischen Göttern und Menschen […] ergibt: Offenbar lassen sich diese Gruppen nur durch ihr unterschiedliches Verhältnis zu dem Tod, mit dem sie im Kampfe konfrontiert werden, unterscheiden. Die Götter gehen aus dem Kampfe als die wesenhaft vom Tode nicht Betroffenen hervor; die Menschen hingegen erweisen sich als die Sterblichen […].“[105] Daher findet auch jede Erkenntnis des Menschen an seiner Sterblichkeit ihre Grenze und unterscheidet sich somit von göttlicher Weisheit, mit der sie Heraklit generell parallelisiert oder zumindest vergleicht


zu deutsch: wer früher stirbt ist länger totWink



Werke von teilweise deutlich späteren Autoren wie Platon, Aristoteles, Clemens von Alexandria, Hippolyt von Rom und Diogenes Laertios enthalten meist sinngemäße, selten wörtliche Zitate aus der ursprünglichen Schrift Heraklits. Aus diesen indirekten Quellen sammelte Hermann Diels 137 Fragmente sowie mehrere Äußerungen zu Heraklits Leben. Dieses Material veröffentlichte er 1901 unter dem Titel Herakleitos von Ephesos sowie ab 1903 als Teil seines Werks Die Fragmente der Vorsokratiker. Nach dieser Ausgabe werden Heraklits Fragmente gewöhnlich zitiert.[16] Allerdings gelten nach heutigem Forschungsstand von den Fragmenten ein bis drei Dutzend als unecht, zweifelhaft oder als lediglich schwache Paraphrasen ursprünglicher Zitate.


Besser gefällt mir im Zusammenhang mit dem Inhalt dieses Artikels folgendes Zitat:

„Richtiges Bewusstsein ist die größte Tugend, und Weisheit (ist es), Wahres zu sagen und zu handeln nach der Natur, auf sie hinhörend.


Der heraklitische Logos hat einen universalen, allgemein gültigen Charakter und steht allen Menschen als gemeinsame „Denkform“[72] und „Denkverfahren“[73] offen. Somit beinhaltet er sowohl einen objektiven Bedeutungsgehalt als Regelungsprinzip im Sinne eines „Weltgesetzes“, einer „Weltvernunft“ oder eines „Sinns“ als auch einen subjektiven und allgemeineren wie „Wort“, „Rede“, „Darlegung“, „Lehre“.[74] Dadurch ist Heraklits Vortrag auch sprachlich eng mit dem Inhalt dieses Begriffs verbunden. Dieser Logos ist nach Heraklit aufgrund seiner Allgemeinheit erfahrbar wie auch in den eigenen Worten Heraklits vermittelt. Denken im heraklitischen Sinne hat daher Erkenntnis und Vollzug des Logos zum Ziel. Dennoch verlieren sich die meisten Menschen in eigenen Meinungen, ohne den allen gemeinsamen Logos begreifen zu wollen. Ob der Logos aber tatsächlich erkannt wird, ist für Heraklit nicht entscheidend, da er stets außerhalb des menschlichen Verstandes existiert und in Übereinstimmung mit ihm alle Prozesse verlaufen, wodurch im Logos „alles eins ist“ (ἓν πάντα εἶναι. / hén pánta eînai.):

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Heraklit

„Für diesen Logos aber, obgleich er ewig ist, gewinnen die Menschen kein Verständnis, weder ehe sie ihn vernommen noch sobald sie ihn vernommen. Alles geschieht nach diesem Logos, und doch gebärden sie sich wie Unerprobte, so oft sie es probieren mit solchen Worten und Werken, wie ich sie künde, ein jegliches nach seiner Natur zerlegend und deutend, wie sich’s damit verhält.“[25]

Drum ist’s Pflicht, dem Gemeinsamen zu folgen. Aber obschon der Logos allen gemein ist, leben die meisten doch so, als ob sie eine eigene Einsicht hätten.“[75]

„Habt ihr nicht mich, sondern meinen Logos vernommen, ist es weise zuzugestehen, dass alles eins ist.“


Ich finde diese Zitate sehr ansprechend und für nahezu zeitlos.
IPG Independent Pressgroup
am 16.12.2010 13:00:41 (90.169.136.xxx) Link Kommentar melden
das "verstehen" sollte vielleicht eher mit "verständigen" bezeichnet werden, eine Verständigung kann auch innerhalb einer Kontroverse stattfinden und muss nicht in virtuelle Schlammschlachten ausarten.
266
am 16.12.2010 18:24:41 (94.119.7.xxx) Link Kommentar melden
Sehr gut, Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund.
kommt123
am 17.12.2010 08:09:02 (92.224.97.xxx) Link Kommentar melden
"Ich sagte dir doch bereits, dass das was du da planst, schief geht! Kannst du denn nicht einmal zuhören???"

Klingt nicht sonderlich nett oder hilfreich, oder? Das ganze würde doch viel schöner klingen, hätte man es folgendermaßen formuliert:

"Wie ich bereits sagte, fand ich deine Idee nicht so gut. Schade das es schief gelaufen ist... das nächste mal vielleicht auch mal die gutgemeinten Tips von anderen berücksichtigenWink"


Also wenn ich das jetzt richtig interpretiert habe, den fiesen Spruch so umändern, dass der Admin keinen Grund darin sieht ihn zu löschen.

Und der Angesprochene sich nicht angepi**t fühlt.

Ich meine also "Dummes Schwein", schreibe aber "Minderintelligentes Schnitzel".
286
am 17.12.2010 08:24:27 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Ist doch ziemlich egal, wie man es formuliert, wenn nur die Botschaft richtig ankommt Grin
Seite 1 von 2: 1 2

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.07 Sekunden
39,892,009 eindeutige Besuche