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Politik: Welt

Steht Thailands neue Regierung unter einem schlechten Stern?

Der Liebesakt zweier Warane vor dem Parlament wird als böses Omen gewertet

Foto: Axel Ertelt
Foto: Axel Ertelt
Nach dem letzten Militärputsch in Thailand, der im September 2006 stattfand hat es mehr als ein Jahr gedauert, bis das südostasiatische Land wieder einen legitimen demokratischen Premierminister bekam. Doch die Vereidigung der neuen Regierung steht unter einem schlechten Stern…

Der neuen thailändischen Regierung gehören Minister von sechs verschiedenen Parteien an. Zum Regierungschef war vom Parlament bereits Ende Januar Samak Sundaravej gewählt worden. Er gehört der People Power Partei (PPP) an, die offiziell als Gewinner der letzten Wahlen gilt.

Just zu dem Zeitpunkt als jetzt die neue Regierung Anfang Februar vereidigt werden sollte, tauchte plötzlich ein liebeshungriges Waran-Pärchen vor dem Parlament auf und begann mit seinem tollkühnen Liebesspiel. Während man sich bei uns zu Lande darüber köstlich amüsiert hätte, sorgte dies im thailändischen Parlament für eine gewaltige Unruhe. Über die liebestollen Warane bei der Paarung vor dem Parlamentsgebäude konnte sich im geistergläubigen Thailand nämlich niemand amüsieren. Im Gegenteil, hier gilt so etwas gleich allen Ernstes als böses Omen für die neue Regierung. Die Thais glauben nämlich, dass das Auftauchen eines Warans bei einem Haus oder vor einem Büro großes Unglück bringt. Und so können die Reptilien, die sich unmittelbar vor dem Parlamentsgebäude paarten nichts Gutes für das neue Kabinett bedeuten.

Auch ansonsten ist man in Thailand recht abergläubisch. Und der alte Animismus der Naturreligionen hat gerade in diesem südostasiatischen Land ganz geschickt mit dem Buddhismus verwoben. Es gibt eine große Zahl böser und guter Geister, an die die Thais auch heute noch glauben. Und so kann man in den ländlichen Regionen immer noch vor jedem Haus mindestens ein Geisterhäuschen finden, die extra für die Geister des Grundstücks aufgestellt wurden, damit die die neuen Grundstücksbewohner in Ruhe lassen…

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Schlüsselwörter: Thailand | Aberglaube | Animismus | Geisterglaube | Thai-Parlament
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