Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

Energiesparlampen – Eine Gefahr für die Allgemeinheit?

Test des Umweltbundesamtes belegt die Gefährlichkeit

Energiesparlampe
Energiesparlampe
Das Umweltbundesamt veröffentlichte jetzt einen Bericht, der beweist dass die neuen Energiesparlampen zur gefährlichen Falle werden können, wenn sie zu Bruch gehen. Dann sind besonders kleine Kinder und schwangere Frauen gefährdet.

Beim Bruch der Energiesparlampe steigt die Quecksilberbelastung um das 20fache des Richtwertes. Das würde mehr als 7 Mikrogramm pro Kubikmeter bedeuten. Der Richtwert für Innenräume liegt bei 0,35 Mikrogramm. Dies ergab jetzt eine Messung, die das Umweltbundesamt machte. Beim Bruch der Energiesparlampe entweicht das Quecksilber und das giftige Schwermetall gelangt in die Raumluft.

Umweltbundesamt-Präsident Jochen Flasbarth rät daher allen Verbrauchern sowohl in Kinderzimmern als auch an anderen Stellen, an denen ein erhöhtes Bruchrisiko besteht, Energiesparlampen einzusetzen, die mit einer Kunststoffummantelung oder anderen Bruchsicherungen versehen sind. Dass aber geht dann auch wieder zusätzlich zu Lasten der Geldbörse des Verbrauchers. Die herkömmlichen Energiesparlampen, die angeblich bis zu 80 % Energie gegenüber der guten alten Glügbirne einsparen sollen, sind ohnehin schon extrem teurer als die Glühbirnen. Das schreckt wohl manchen davor ab. Abgesehen davon sind im Handel oft nur die einfachen Energiesparlampen zu bekommen.

„Daher brauchen wir mittelfristig eine Lampentechnik, von der keine Quecksilberbelastung ausgeht“, erkannte der Umweltbundesamt-Präsident richtig. Es darf schließlich nicht sein, dass durch den Energieeinsparungswahn, der mancherorts betrieben wird, ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko ausgeht. So ist im Falle der Energiesparlampen vor allem die Industrie gefordert. Sie muss eine Lampentechnik entwickeln, die ohne das gefährliche Quecksilber auskommt!

Bisher ist in einer einzigen Energiesparlampe bis zu fünf Milligramm Quecksilber. Das ist gleichzeitig auch der Maximalwert, den so eine Lampe enthalten darf.

Bei dem Test des Bundesumweltamtes wurden Energiesparlampen von europäischen Markenherstellern verwandt. Diese waren ohne Schutzummantelung und wurden in heißem Zustand zerbrochen. Die Belastungswerte der Luft in einer Höhe von einem Meter über dem Fußboden wurden nach fünf Minuten gemessen und waren erschreckend. Auch eine weitere Messung nach fünf Stunden ergab noch eine extreme Belastung, die die Gesundheit von kleinen Kindern, schwangeren Frauen und empfindlichen Menschen merklich beeinträchtigen kann.

Fotolegende: Gefährlicher Energiesparer. Foto: Alex Mais.

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Lesen Sie dazu auch:
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Quecksilber | Energiesparlampe | Glühbirne | Umweltbundesamt | Quecksilberbelastung
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

kommt123
am 03.12.2010 09:43:20 (92.230.250.xxx) Link Kommentar melden
Ich habe mich mit genügend Vorrat an Glühbirnen eingedeckt.

Sparbirnen sind so teuer, halten aber nicht so lange wie die gute alte Glühbirne, hab ich selbst erlebt.

Solange ich noch Glühbirnen habe, kommen die auch in meine Fassungen.
Punkt, Aus, Ende!
Smile
Hartmut Holz
am 03.12.2010 16:15:39 (217.80.202.xxx) Link Kommentar melden
Also, ich möchte diese giftigen Birnen nicht im Haus haben. Denn das Quecksilber ist ja hochgiftig.
Seitenaufbau: 0.10 Sekunden
19,725,413 eindeutige Besuche