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Sonstiges: Tierschutz

Grindadráp - Tradition oder Schlachtfest?

Jährlicher Tiermassenmord auf den Färöer Inseln

Vor den Türen Europas spielt sich jedes Jahr ein brutales und blutiges Schlachtfest ab. Die Färöer Inseln sind ein teilautonomer Staat innerhalb des Königreichs Dänemarks und jagen unter dem Deckmantel einer uralten "Tradition" aus Wikingerzeiten jährlich hunderte von Grindwalen.

Von März bis September werden Grindwalschulen in etwa 20 Buchten der Inseln mit Booten zusammengetrieben. Wenn der Ausruf Grindaboð! ertönt, lassen die Anwohner dieser Buchten alles liegen und stehen und eilen in die Buchten. Mit einfachen Messern und speziellen Haken mit Rundkopf bewaffnet versuchen sie die panisch um sich schlagenden Tiere zu töten, was nicht immer so schnell gelingt, wie die Färinger es selbst darstellen. Oft erleiden die Tiere einen stundenlangen, qualvollen Todeskampf, der manchmal bis zu einem Tag dauern kann. Dies ist eindeutig ein Verstoß gegen die eigene gesetzliche Regelung zur Tötung dieser Walart.

2008 veröffentlichte der international renommierte Färinger Wissenschaftler Pál Weihe eine Untersuchung, in der ein bis zu 1000-fach höherer Quecksilbergehalt des Walfleisches festgestellt wurde, als erlaubt. Er riet seiner Regierung, das Fleisch nicht mehr an schwangere Frauen und die, die es werden wollen sowie an Kinder zu verteilen. Alle Warnungen wurden bisher missachtet und das Fleisch weiterhin sorglos verteilt. Die Färinger Regierung setzt damit die Gesundheit der eigenen Bevölkerung bewusst aufs Spiel. Jahrzehntelange Proteste wurden bisher ignoriert und diese archaische Tradition permanent verteidigt.

Selbst die Dänische Regierung interveniert nicht.

In Kürze wird über Facebook ein weltweiter Boykott gegen Dänische und Färinger Produkte und Dienstleistungen ausgerufen, der von Millionen organisierter Tier- und Meeresschützer unterstützt wird.

Traditionen, die vor Hunderten von Jahren noch eine andere Bedeutung hatten, müssen in einer modernen, ökologisch orientierten Welt überdacht und gegebenenfalls beendet werden.

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Schlüsselwörter: Wale | Dänemark | Tradition | Walschutz | Färöer | Tierschutz
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Kommentare

MarBrun
am 14.11.2010 15:10:07 (92.117.66.xxx) Link Kommentar melden
Ist es human, wenn z.B.: Hühner in viel zu kleine Käfige einsperrt,& enlendig ermordet werden, ohne das sie auch nur einmal das Sonnenlicht gesehen haben?

Ist es human, wenn z.B.: Chinesen Hunde auf elende Art umbringen und verspeisen?

Ist es human, wenn z.B.: der Hummer lebendig ins heiße Wasser geworfen wird?

Ist es human, wenn z.B.: Schlangen bei lebendigem Leib abgezogen werden?

Ist es human, wenn z.B.: auf diversen Volksfesten eine SUPER LECKERE Pferdewurst angeboten wird?

Wer stoppt diese barbarischen Quälereien?
Wo sind da die weltweiten Boykott aufrufe?
Redaktion Tierschutz
am 14.11.2010 21:30:16 (90.169.75.xxx) Link Kommentar melden
Hallo
ein Unrecht kann irgendwie nicht relativiert werden durch ein schlimmeres anderes Unrecht. Insofern halte ich deine Kritik nicht für zutreffend, denn sicherlich gibt es immer etwas, was "noch schlimmer" ist, aber deshalb muss man das ganze ja nicht gleich tolerieren oder ignorieren.
Das Gemetzel an den Grindwalen ist zugegebenermassen ein sinnloses Töten friedlicher und intelligenter Tiere, das ebenso wie der unsägliche Stierkampf in der heutigen Zeit einfach nicht mehr gerechtfertigt werden kann.
Es ist nur Töten aus Lust am Tiermord, steht in der gleichen Kategorie wie die Touri-Jäger, die sich einen Löwen aus dem Safaripark aussuchen, um ihn dann abzuknallen und vor Freunden damit prahlen.
Ich finde es auch schlimmer, dass in Afrika ein Völkermord vor den Augen der UN ablief, ich finde es auch schlimmer, dass tausende und abertausende von Aidswaisen dem Hungertod entgegendämmern, während die EU überlegt, wie man den Milchpreis stabil halten könnte, indem man Lebensmittel und Butterberge vernichtet.
Aber deshalb darf man am Leid und am Tod dieser wunderbaren Meeressäuger nicht einfach vorbeigehen und es als Bagatelle abtun.
Und mit dem Islam hat dieses Thema nun gar nichts zu tun, daher gehe ich auch nicht auf deinen Einwurf ein, denn ich vermag keinen Zusammenhang mit dem Artikelthema herzustellen.
@Marbrun:
richtig,

[quote]Ist es human, wenn z.B.: Hühner in viel zu kleine Käfige einsperrt,& enlendig ermordet werden, ohne das sie auch nur einmal das Sonnenlicht gesehen haben?

Ist es human, wenn z.B.: Chinesen Hunde auf elende Art umbringen und verspeisen?

Ist es human, wenn z.B.: der Hummer lebendig ins heiße Wasser geworfen wird?
[quote]
es ist nicht human. Aber darum geht es nicht. Den Hühnern wird nicht zur Volksbelustigung, wie den Stieren z.B. das Augenlicht genommen, indem man glühendes Fett hineintropft, es wird ihnen nicht in die Geschlechtsteile geschnitten, bevor man sie tötet, sie werden nicht bis aufs Blut gequält, während 5.000 Zuschauer ihren Tod beklatschen. Sie werden auf billigste Art produziert und dann verzehrt. Ja. Dass das ebenso kritikwürdig ist, ja. Aber es gibt schon noch Unterschiede zwischen Geflügel und Säugetieren, den sogar der Gesetzgeber würdigt. Ebenso gegenüber Hummern und Schlangen.
Aber das ist nun wieder ein neues Thema.
Redaktion Tierschutz
am 14.11.2010 21:33:35 (90.169.75.xxx) Link Kommentar melden
UPS, VERGESSEN:
http://www.nabu.d...11835.html

Grindwale sind wie alle Vertreter der Familie der Cetaceen durch die Berner Konvention zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen streng geschützt. Ebenso hat Dänemark die Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten unterzeichnet. Dennoch entzieht sich Dänemark der Verantwortung, das Töten zu beenden, unter Berufung auf den autonomen Status und die kulturelle Eigenständigkeit der Färöer-Inseln. Umso unverständlicher, dass Dänemark andere wichtige Staatsfunktionen der Färöer inne hat, so die Justiz und die Verteidigung.
286
am 14.11.2010 21:53:55 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Sie werden auf billigste Art produziert und dann verzehrt.

Das ist das Schicksal von Hühnern. Ich habe heute zwei zubereitet, lecker mit Zitrone und Knoblauch, ein persisches Rezept. Es blieb nichts übrig. Der Rest war für den Hund.
Redaktion Tierschutz
am 14.11.2010 23:23:02 (90.169.75.xxx) Link Kommentar melden
@ Chaim: schau doch mal im Forum den Link an, den ich dort zu diesem Thema eingestellt hab...

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