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Politik: Europa

Vorratsdatenspeicherung?

Ein gefährlicher Unsinn, der nichts bringt

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Die umstrittene Vorratsdatenspeicherung (VDS) – was bringt sie eigentlich wirklich in der Praxis? Wenn man sich die Aufklärungsrate ansieht, dann wird schnell und vor allem ganz objektiv bewiesen klar, dass die flächendeckende Vorratsdatenspeicherung (VDS), also die Speicherung (auf Verdacht, also nach dem Motto „vielleicht kann man es ja mal verwenden“) aller im Internet anfallenden personenbezogenen Daten für die Nutzer des Internets und für die Bürger eines Staates nicht den geringsten Vorteil hat, keinen Zuwachs an Sicherheit bedeutet. Allerdings eine große Gefahr in sich trägt und unsere Freiheit und Sicherheit einschränkt.

Analysiert man nur einmal die vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden veröffentlichten Zahlen für die Jahre 2007, 2008 und 2009, so ist bereits auf den ersten Blick auffällig, dass die Zahl der Straftaten generell leicht rückläufig war, von 6.284.661 (im Jahr 2007, ohne VDS) über 6.114.128 (2008, ohne VDS) hin zu 6.054.330 (2009, mit VDS gemäß der EU-Richtlinie), während die Aufklärungsquote bei diesen Straftaten im Prinzip konstant blieb, nämlich für alle drei Jahre bei etwa 55%, was leider nicht besonders hoch ist, jede zweite Straftat bleibt also unaufgeklärt (halbvolles Glas Wasser).

Jetzt aber kommt's! Die Straftaten, die einen Bezug zum Internet haben, haben zwar deutlich zugenommen, nämlich von 179.026 (im Jahr 2007, ohne VDS) hin zu 206.909 (im Jahr 2009, mit VDS gemäß der EU-Richtlinie), gleichzeitig haben sie jedoch eine höhere Aufklärungsquote als die Straftaten insgesamt, nämlich 75.7%, d.h. es werden mit Vorratsdatenspeicherung (VDS) immerhin von vier Straftaten drei aufgeklärt. Im Jahr 2007 waren es – ohne Vorratsdatenspeicherung (VDS) – allerdings noch mehr, nämlich 82.9%, also vier von fünf Fällen.

Unterm Strich bedeutet das: die Vorratsdatenspeicherung bringt keine Vorteile bei der Verbrechensbekämpfung, dafür aber eine Menge Nachteile und Gefahren für die meisten von uns: die nichtkriminellen Bürger!

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Schlüsselwörter: Vorratsdatenspeicherung | Bürgerrechte | Datenschutz | Freiheit | Grundgesetz | Kriminalstatistik
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Kommentare

286
am 02.11.2010 10:12:50 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Habe ich mir gedacht, dass das nicht viel bringt!
300
am 04.11.2010 12:11:10 (62.2.182.xxx) Link Kommentar melden
Stimmt, aber ich halte die Zahlen trotzdem für aussagekräftig, denn eigentlich hätten sie doch rapide ansteigen müssen, statt dessen ist die Aufklärungsquote gesunken.
300
am 08.11.2010 20:27:34 (62.2.182.xxx) Link Kommentar melden
Hier findet man übrigens Hinweise, wie selten Anonymisierungsdienste wie Jondonym für illegale Aktivitäten missbraucht werden.

https://anonymous...rauch.html

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