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20 Jahre danach

Die DDR lebt weiter... – oder: wie (un)politisch sind eigentlich Wörterbücher?

Renommiert? Ja! Aber wissenschaftlich...? Nein...
Renommiert? Ja! Aber wissenschaftlich...? Nein...
Daß blinde Hühner auch mal ein Korn finden, weiß man sicher bereits; viel seltener schon sind allerdings solche Zufallsfunde, die selbst den Sachkundigen und den – in der betreffenden Materie jedenfalls – sich sprichwörtlich wie ein Fisch im Wasser fühlenden Zeitgenossen überraschen, beispielsweise den Philologen, den Philosophen, den Politologen oder auch den Historiker. Zufallsfunde, die man wie eine Stecknadel im Heuhaufen findet, nämlich in aller Regel nicht durch angestrengtes Suchen mit Tunnelblick, sondern die man eher beiläufig wahrnimmt, wenn man – zufällig eben! – an der richtigen Stelle gräbt.

Eine sehr nützliche und durchaus empfehlenswerte Einrichtung für Fachleute wie für Laien, für Wissenschaftler wie für Journalisten, ist das „Digitale Wörterbuch der Deutschen Sprache des 20. Jh.“, das DWSD, das ursprünglich aus dem Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) der untergegangenen DDR stammt. Hier werden online schnell erreichbar wichtige Informationen über unsere Sprache bereitgestellt und auch graphisch ansprechend aufbereitet dargeboten. Die Wurzeln dieser lexikalischen Sisyphusarbeit datieren aus dem Jahr 1952, sind also 60 Jahre alt und stammen aus den Anfängen der DDR. Nun könnte bereits jeder, der die deutsche Geschichte und vor allem die DDR kennt, einen inneren Alarm verspüren, eine Sirene hören oder ein Blinklicht sehen, nämlich im Sinn der inneren Frage: wie steht's denn mit der Ideologie? Denn die angebliche Ideologiefreiheit ist ja selbst nichts weiter als eine Ideologie. Oder, wie der unnachahmliche – leider bereits verstorbene – zeitgenössische Philosoph und Kabarettist Hanns Dieter Hüsch es formulierte: Realisten sehen die Welt so, wie sie sie sehen. Und die DDR-Stalinisten sahen eben die Welt so, wie es in ihre infantile Marx-Engels-Interpretation paßte...

Das Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) wurde in Berlin an der Deutschen Akademie der Wissenschaften (ab Oktober 1972: Akademie der Wissenschaften der DDR) zwischen 1952 und 1977 erarbeitet. Das WDG umfasst über 4.500 Seiten und enthält 60.000 bzw. unter Hinzunahme der Komposita 90.000 Stichwörter.

Quelle: DWDS

...statt dessen: Ideologie statt Wissenschaft!
...statt dessen: Ideologie statt Wissenschaft!
Nehmen wir ein beliebiges, zufällig in einem ganz anderen Kontext gefundenes Beispiel, einen einzigen Begriff unter diesen 60.000 Wörtern, bei dem wir ganz sicher und völlig zurecht eine neutrale, wissenschaftliche Beschreibung des Wortes, wie in einem Duden, erwarten dürfen. Erwarten wollen, ja sogar erwarten müssen! Denn ein Wörterbuch erklärt ein Wort, das geht auch ohne Ideologie und Wertung, es geht neutral. Nehmen wir also einfach einmal just for fun – das völlig harmlose Wort „Zionismus“. Was lesen wir dann, im Jahr 2010, dort, auf einer wissenschaftlichen Seite eines renommierten Instituts? Wir lesen dort wortwörtlich:

Zionismus, der; -, /ohne Pl./ <hebr. EN>; gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Strömung in der jüdischen Bourgeoisie, die bes. die Schaffung eines jüdischen Nationalstaates zum Ziel hatte, sich aber als reaktionäre, nationalistische Ideologie offenbarte

Kollokationen für „Zionismus“
Kollokationen für „Zionismus“
Das Wort Bourgeoisie könnte man hier noch gelten lassen, da es ein fest geprägter und nicht generell negativ konnotierter Begriff für das Bürgertum ist, doch das Wort reaktionär ist eindeutig ein ideologischer Kampfbegriff des Sozialismus, eine Abwertung des politischen Gegners also, nichts weiter als eine höhnisch-verächtliche Diffamierung Andersdenkender. Somit übrigens durchaus nicht im Sinne der Jüdin Rosa Luxemburg, die bekanntlich das große Wort geprägt hat: „Freiheit ist immer Freiheit der anders Denkenden, sich zu äußern.“ Ähnlich fortschrittlich-tolerant hatte es zuvor bereits Voltaire – übrigens ein Spötter des Christentums und ein Hasser des Judentums – formuliert, und er prägte mit diesem seinem Ausspruch das Prinzip der Meinungsfreiheit: „Ich bin nicht Eurer Meinung, aber ich werde darum kämpfen, dass Ihr Euch ausdrücken könnt“. Derselbe Voltaire sagte allerdings auch „Ich spreche mit Bedauern von den Juden: Diese Nation ist, in vielerlei Beziehung, die verachtenswerteste, die jemals die Erde beschmutzt hat“, und reiht sich damit erfolgreich ein in die Garde der Judenhasser und Antisemiten von Luther bis Hitler und Goebbels, doch das sei nur am Rande zu dem ansonsten durchaus lesenswerten philosophischen Atheisten angemerkt.

Die Äußerung, daß der Zionismus „bes. die Schaffung eines jüdischen Nationalstaates zum Ziel hatte, sich aber als reaktionäre, nationalistische Ideologie offenbarte“, enthält einen weiteren Stachel, der nahtlos an die Sprache und das Denken des NS-Antisemitismus anknüpft: der Jude als innerer Feind, als jemand, der unterwandert... – das kommt in der Formulierung „offenbarte sich“ zum Ausdruck, vorher war der Zionismus anscheinend getarnt, ein Virus also, er gab sich anders als er wirklich war, nach Meinung der DDR-Lexikologen.

Kollokation... – wo und wie taucht das Wort auf?
Kollokation... – wo und wie taucht das Wort auf?
Es geht hier übrigens keinesfalls um eine weltanschauliche Diskussion für oder wider irgendeine politische Position zum Thema Juden, Israel, middle east oder Antisemitismus, es geht lediglich – völlig unpolitisch – um die Reflexion einer vorgeblich wissenschaftlichen Philologie. Einer Philologie, die nichts weiter ist als die Abbildung sprachlicher Wirklichkeit. Anders gesagt: die folgende „Kollokationstabelle“ (siehe link) sagt nichts über „richtig“ oder „falsch“ aus, sondern zeigt nur, wie ein Wort verwendet wird, in welcher Konnotation es vorkommt, was Menschen mit dem Wort subjektiv verbinden.

Um es salopp zu sagen: wenn Millionen Fliegen auf Kuhfladen sitzen, macht dies keine Ausage über die moralische Qualität von Kuhfladen, sondern allenfalls über die ernährungsphysiologische Qualität der Kuhfladen aus Sicht der Fliegen. Aber es gibt natürlich auch Statistiken darüber, wann (Tageszeit? Luftdruck? Mondphase? Luftfeuchtigkeit?) welche Fliegenart (Blaue Schmeißfliege? Vogelblutfliege? Goldfliege?) welchen Kuhfladen (Schwarzbunt? Holsteiner? Charolais?) bevorzugt...

Daß das Wort Zionismus besonders oft im Kontext mit „Rassismus“ oder mit „Imperialismus“ genannt wird, macht also keine Aussage über eine wissenschaftliche Erhebung oder eine ethische Begutachtung, sondern es spiegelt schlicht und einfach sprachliche(!) Wirklichkeit wider; daran sollte man denken, wenn man diese oder ähnliche „Weisheiten“ des real existiert habenden Sozialismus zitiert. Es zeigt lediglich, was Menschen, deren Sprache untersucht wird, denken. Ob die Gedanken sinnvoll und klug oder dumm, abseitig und antisemitisch sind, das spielt sprachwissenschaftlich keine Rolle, Sprachwissenschaft ist – originär jedenfalls – nicht politisch. Und genau hier liegt das Problem des DWDS. Denn im DWDS haben sich – man muß es so kraß sagen – die sinnfreien Antisemitismen des real existierenden Sozialismus erhalten, dort haben sie 20 Jahre lang überwintert.

Textbeispiele aus dem DWDS
Textbeispiele aus dem DWDS
Daß es durchaus auch anders ginge, zeigt ein Blick in Wahrigs Deutsches Wörterbuch, dort steht unter „Zionismus“ nämlich ganz nüchtern eine objektive Beschreibung, unter der sich jeder ausreichend viel vorstellen kann:
Zio'nis-mus, (m.; unz.) moderne jüd. Bewegung zur Herstellung eines selbstständiger jüd. Staates Israel

Es geht also, ohne Seitenhieb, ohne Ideologie, ohne „Klassenkampf“-Parolen und ohne zur Schau gestelltem „Kampf gegen den Imperialismus“. Man kann, wie bei Gerhard Wahrig, einfach ein Wort beschreiben, umschreiben. Die gängigen Assoziationen und landläüfigen Konnotationen gehören nämlich nicht in ein Wörterbuch, sondern ergeben sich aus der Kollokationstabelle. – Ähnlich gut und neutral ist die Definition des Begriffes bei Wikipedia: „Zionismus (von Zion) bezeichnet eine politische Ideologie und die damit verbundene Bewegung, die auf Errichtung, Rechtfertigung und Bewahrung eines jüdischen Nationalstaats in Palästina abzielen. Als Eretz Israel wird dabei ein aufgrund historischer und religiöser Überlieferung beanspruchtes Siedlungsgebiet der Juden in Palästina bezeichnet. Der Zionismus wird als Ideologie den Nationalismen, als politische Bewegung den Nationalbewegungen zugerechnet. (...)“ – Dagegen kann man wirklich nichts sagen. Sogar die kaum etwaiger nationalistischer Sympathien verdächtige linke taz ist in der Lage, sich relativ neutral dem Thema zu nähern: „Es mutet verdächtig an, wenn allein Zionismus im Fokus der Kritik steht.

Daß der Begriff „Zionismus“ auf den ersten fünf Rängen der Kollokationstabelle im DWDS mit „Imperialismus“, „Rassismus“, „Kampf“, „politisch“, und „international“ konnotiert ist, macht durchaus eine Aussage. Allerdings keine über Zionismus. Mehr schon über die vermeintlichen Experten jüdischer Geschichte, die in Deutschland besonders häufig anzutreffen sind. Das sind meist jene Antisemiten, die die Verbrechen ihrer Großväter an den Juden heutzutage so wahnsinnig gern wiedergutmachen: allerdings an Arabern, Pallis, Türken und Mohammedanern...

Corpus: DWDS Corpus

Abfrage: Zionismus #less_by_date #cntxt

Trefferanzahl: 239 auf 5 Seiten. Davon sind 228 Treffer aufgrund rechtlicher Nutzungsvereinbarungen anzeigbar.

  • 1 Ze 1900 ... er Kohn heißt, das ist doch ganz im Geiste jenes Zionismus gedacht, dessen Nährmutter gekränkte Eitelkeit ...
  • 2 Ze 1902 ... Letzteren steht vielmehr in direktem Gegensatz zum Zionismus , der in seinen Schlußforderungen sich geradezu ...
  • 3 Ze 1902 ... Hier zeigt sich also ganz direkt, wie der Zionismus den Antisemiten die Handhaben gibt, um die ...
  • 4 Ze 1903 ... nicht die inneren Schwierigkeiten sind, die dem Zionismus in Deutschland hinderlich sind, - dass es sich ...
  • 5 Ze 1903 ... zu lösen, sei unethisch, ergo auch der Zionismus nicht ethisch. Wo Auerbach -, wie er ...
  • 6 Ze 1903 ... dass er Germane sei, nicht, dass es ihn etwa zum Zionismus bringe. Es liesse sich auch für die Jeremias ...
  • 7 Ze 1903 ... diesen Kampf kämpfen müssen, ehe sie sich zum Zionismus bekannten? Die, denen das erspart blieb, waren ...
  • 8 Ze 1903 ... Kämpfen sie nicht, ehe sie sich für oder wider Zionismus entscheiden? Sie heucheln wohl doch nicht, ...
  • 9 Ze 1903 ... weil sie so deutsch --national empfinden, den Zionismus ablehnen, der das Jüdisch - nationale doch nun ...
  • 10 Ze 1903 ... zum erworbenen Vaterland und darum sich wieder vom Zionismus abwendet. Dafür könnte ich viele Beispiele ...
  • 11 Ze 1903 ... Jeremias - sagt nun, dass der Bekehrung zum Zionismus häufig "ein hartes Ringen mit der Anhänglichkeit ...
  • 12 Ze 1903 ... Phrasen! Ich sprach so ähnlich, als ich den Zionismus noch selbst nicht ganz erfasst hatte. Andere ...
  • 13 Ze 1903 ... dass eine Vertiefung, eine Verinnerlichung des Zionismus erfolge, dass der ganze Gedankengehalt des ...
  • 14 Ze 1903 ... die Juden in Tersk eine Broschüre über den Zionismus von Dr. Schlaposchnikow -, wurden dadurch für ...
  • 15 Ze 1903 ... durch Herrn Schlaposchnikow näher über den Zionismus zu informieren. Schlaposchnikow war auch ihr ...
  • 16 Ze 1903 ... Die internen und externen Förderungen des Zionismus in und durch Russland sind eine neue Tatsache, ...
  • 17 Ze 1904 ... non accipit. Was hat ein durch beharrlichen Zionismus in die &#130; Neue Freie Presse' gelangter Reporter ...
  • 18 Ze 1905 ... geben, steht aber im übrigen den Bestrebungen des Zionismus - dessen tiefe Berechtigung er durchaus anerkennt ...
  • 19 Ge 1906 ... - Vgl. Nossig, » Die Bilanz des Zionismus « (1903). - Zioniten, - s. Ellerianische ...
  • 20 Ze 1910 ... Kreisen zu, die sich entschieden gegen den Zionismus aussprechen. Herr Dr. ...
  • 21 Ze 1910 ... Teil der deutschen Juden kennt die Tendenzen des Zionismus nicht und steht ihm interesse - - und ...
  • 22 Ze 1910 ... war diese Indifferenz verzeihlich. Da der Zionismus aber keine Abschwächung erfahren hat - ob er ...
  • 23 Ze 1911 ... Ikdam" fordert zu energischer Bekämpfung des Zionismus - in der Türkei auf, der bereits große ...
  • 24 Ze 1911 ... gestrigen Erklärungen des Großwesirs über den - Zionismus werden in der türkischen Presse - verschieden ...
  • 25 Ze 1911 ... den jüdischen Mitbürgern nur anempfehlen, dem Zionismus Keinerlei Unterstützung angedeihen zu lassen -, ...
  • 26 Ze 1911 ... Der gestrige Ausspruch des Großwesirs über den Zionismus läßt dagegen an Klarheit nichts zu wünschen ...
  • 27 Ze 1911 ... mit Einschluß der Dönmes noch weniger für den Zionismus zu erreichen ist, als es unter Abdul Hamid der ...
  • 28 Ze 1911 ... des Redners als Märchen - und erklärte den Zionismus für ein Phantasiegebilde -. Abg. Ubeidullah - ...
  • 29 Ze 1911 ... Verwirklichung ihrer. Bestrebungen suchen, den Zionismus in öffentlicher Parlamentsrede glattweg als ...
  • 30 Ze 1911 ... Es bedeutet einen harten Schlag gegen den Zionismus , daß der leitende Staatsmann gerade des Reiches, ...
  • 31 Ze 1911 ... Jüdischer Zionismus und jungtürkischer Nationalismus sind ...
  • 32 Ze 1911 ... - Die Anleihe habe absolut nichts mit dem Zionismus zu tun und fügte hinzu: "Es - gibt da ein paar ...
  • 33 Ze 1911 ... das Taximterrain - wandte er sich heftig gegen den Zionismus -. - Er behauptete, die Bedingungen der letzten ...
  • 34 Be 1913 ... denn eigentlich sind sie nur unterwegs, um für den Zionismus Propaganda zu machen. Darüber wurde auch an ...
  • 35 Be 1913 ... fragte ich. » Nein, im Zionismus - aber, Herr Dame «, setzte sie fast erschrocken ...
  • 36 Be 1913 ... mir ja damals schon die Kappadozische sagte) im Zionismus die Möglichkeit einer großen Blutleuchte, die ja ...
  • 37 Be 1913 ... kosmischen Geheimnisse die Sache der Juden und des Zionismus unterstützen wolle und somit das Heidentum ...
  • 38 Be 1913 ... alle Namen wieder gestrichen. Denn seit der Zionismus hereingespielt hat, ist er sehr mißtrauisch und ...
  • 39 Be 1915 ... um so mehr meine Empfindung gefangen nimmt: dem Zionismus . Frau Sara Rubner - Du erinnerst Dich ...
  • 40 Be 1915 ... auch nicht bezeichnen ließ - für die Ideen des Zionismus . » Eine Heimat für die Heimatlosen, ein ...
  • 41 Ze 1918 ... und ergreift Partei - z.B. jetzt wieder für den Zionismus . Er geniert sich nicht, den mächtigsten Mann ...
  • 42 Be 1920 ... Sie die Idee des Zionismus wirklich so sentimental? Der ...
  • 43 Ze 1924 ... Freie Presse «, hat den Schöpfer des politischen Zionismus niedrigster Spekulation verdächtigt, hat nach ...
  • 44 Ze 1924 ... Freie Presse nicht » angeklagt «, weil sie dem Zionismus abhold war, sondern bloß die Aussage eines völlig ...
  • 45 Ge 1925 ... er fürchtet, seinen Sohn zu verlieren. Edgars Zionismus sei in Amerika ständig gewachsen, er will jetzt ...
  • 46 Ge 1925 ... werden. Auch Lisel Schaps erzählt von vielem Zionismus . Das ist die Reaction gegen das Hakenkreuz u. ...
  • 47 Ge 1926 ... wollen; es war mir auch interessant, wie stark der Zionismus verbreitet ist. Aber im Ganzen war mir der ...
  • 48 Ze 1927 ... Vorläufig müssen seine Beziehungen zum Zionismus , zu einem Ideal also, das vielen jungen Seelen ...
  • 49 Ge 1927 ... Chemie, wenn man dann... - b) es kann also Zionismus genauso zu Carrière führen, wie Katholizismus ...
  • 50 Ge 1927 ... Merkwürdig (u. im Gegensatz zu Jules Zionismus u. Deutschfeindlichkeit) seine stark deutsche, ...

Im Original auf der Website sind die Fundstellen jeweils unter dem Begriff Zionismus verlinkt und aufzurufen

Der Vollständigkeit halber noch eine kleine unvollständige Sammlung der wichtigsten anti-zionistischen Hetzer, die in Deutschland aktiv sind, und natürlich dürfen hier die von Antisemiten gern als Kronzeugen angerufenen Alibi-Juden der Neturei Karta nicht fehlen:

Daß der Antizionismus wie der Haß auf Israel zur Staatsdoktrin der DDR gehörte, ist verbrieft; daß Antisemitismus konstitutiv für Stalinismus und Kommunismus ist, ist eine Binsenweisheit; die Frage ist nur: warum hat man das an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften noch nicht gemerkt, zwanzig Jahre nach der Deutschen Einheit?

Die Sowjetunion hatte ursprünglich die zionistischen Pläne unterstützt und für die Gründung Israels gestimmt, dann aber mit dem ganzen Ostblock Partei für die arabischen Staaten ergriffen. Israel wurde zum Aggressor erklärt und Zionismus wurde zum Kampfbegriff des kommunistischen Blocks im Kalten Krieg. Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion verdammte den Zionismus 1971 mit den Worten "Unsere Partei betrachtet den Zionismus nicht als nationale Strömung der Juden, für die sich der Zionismus ausgeben möchte, sondern als klassenfeindliche Kraft, die den Interessen der Werktätigen aller Nationalitäten gegenübersteht". Damit war Antizionismus als ideologische Waffe gegen Israel (das in sowjetischen Augen als Stellvertreter für die US-Politik stand) instrumentalisiert.

Antizionismus war auch in der DDR Bestandteil der Staatsideologie. Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR definierte zionistische Organisationen als "reaktionäre, nationalistische, rassistische, konterrevolutionäre, antisozialistische und antisowjetische politische Vereinigungen, die auf der Grundlage der zionistischen Ideologie, wie Chauvinismus, Rassismus und Expansion, von reaktionären imperialistischen Kreisen zur Verschärfung der internationalen Lage, zur Führung des Antisowjetismus und des Antikommunismus und zum Kampf gegen die sozialistischen Staaten und die nationale Befreiungsbewegung genutzt werden."

Die Wirkungen dieser Diffamierung, die Antizionismus zu einer Spielart des Antisemitismus machte, sind immer noch zu spüren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Wer einfach nur gute sachliche Informationen ohne Hetze sucht, der liest Henryk Broder oder sieht unter den folgenden links nach:

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Schlüsselwörter: DWDS | Akademie der Wissenschaften | Wissenschaft | Politik | Ideologie | Sprache | Wörterbuch | DDR | Zionismus
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Kommentare

Hartmut Holz
am 05.11.2010 16:41:02 (217.80.211.xxx) Link Kommentar melden
Dieser Artikel ist die reinste Hetze. Und Herrn Luther in einer Reihe mit Verbrechern wie Hitler undGoebbels zu nennen, dieses ist mehr als abscheulich.

Was denkt sich dieser fiese Schreiberling eigentlich dabei, solche Artikel zu verfassen?
Kindergaertner
am 05.11.2010 16:53:20 (80.136.240.xxx) Link Kommentar melden
Wer einfach nur gute sachliche Informationen ohne Hetze sucht, der liest Henryk Broder

Hat Broder überhaupt schon mal einen sachlichen Text geschreiben ohne irgendwelche Unwahrheiten unterzuschummeln. Der Typ ist m.E. außer Rand und Band.
286
am 05.11.2010 19:24:59 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Ich glaubs ja nicht. So ein Dreck steht in einem deutschen Wörterbuch, digital, online?

Sollte man glatt mal an den Zentralrat der Juden in Deutschland schicken. Das ist ja krank, so ein Stasi-SED-Shit.
317
am 05.11.2010 22:14:59 (80.237.225.xxx) Link Kommentar melden
Das ist ja wirklich schlimm, dass das nach immerhin zwanzig Jahren noch niemand gemerkt hat.
466
am 06.11.2010 00:52:51 (93.219.171.xxx) Link Kommentar melden
Der Typ spinnt - keiner hetzt gegen Juden - er sucht sich alles raus, was rein antisemtiistisch erscheint, um auf sich aufmerksam zu machen -- und jedes (kleingeistige Wesen - die gemeint sind,wenn es sie gibt, wissen schon,dass sie gemeint sind), fallen auf die kleinen netten Gefälligkeiten herein - na sowas - kennen wir das nicht auch schon von 1934 ?
466
am 06.11.2010 01:03:13 (93.219.171.xxx) Link Kommentar melden
soll ich Ihnen einen Buchtipp geben --- irgendwas scheinen Sie verpennt zu haben - um es mal gelinde auszudrücken - meine Eltern waren vor Ihnen geboren -- und Sie lügen sich ins eigene Hemd -- warum schreiben Sie oben, sie wären dann und dann geboren und in einem anderen Text, sie wären ein Mensch, der nach 1945 geboren ist, also den Holocoust gar nicht erlebt haben, aber so tun, als hätten Sie die Weisheiten mit Löffeln gefressen? Antisemitismus hat nichts damit zu tun, dass man Juden in unserer heutigen Gesellschaft nicht achtet, es ist der größte Schwachsinn, den SIE betreiben - ich habe viele Kollegen und Bekannte, die jüdischer Herkunft sind - keiner betreibt solchen Kult, sie sind klug, bescheiden und ehrlich ......... was ist bei Ihnen passiert, das sollten Sie nämlich mal offen kund tun - dann könnte Sie die eine oder andere Person verstehen - ansonsten hat es mit dem Missvertrauen,das Sie nach wie vor ( und ich denke,dass Sie das ganz bewusst machen) betreiben, auch seinen Zweck erreicht ................ merci
MarBrun
am 06.11.2010 08:41:34 (188.46.81.xxx) Link Kommentar melden
Natürlich war Herr Luther ein Antisemit.

Nur weil dieser die Bibel für die Menschen verständlich gemacht hat, heißt es nicht, das er "rein von Sünden" war.
266
am 06.11.2010 08:58:00 (91.214.168.xxx) Link Kommentar melden
Die Textquellen lassen doch gar keinen anderen Schluß zu, heute käme Luther wegen Volksverhetzung vor Gericht.
357
am 06.11.2010 12:03:29 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
Ich habe einmal die Anregung aufgegriffen und das DWDS auf ein paar Begriffe hin geprüft. Teilweise ist es grausig, was da an Definitionen steht. Die Kollokationstabellen und Graphen lasse ich mir ja gefallen, weil sie rein deskriptiv sind, aber die Definitionen im lexikalischen Teil (also dem WDG) sind nicht besonders gut, reiner DDR-Slang.

http://www.dwds.d...u=Judentum

Interessanterweise gibt es keinen Wörterbuch-Artikel zu "Antisemitismus", übrigens auch keinen zu "Palästina" oder "Palästinenser", allerdings kennt man dort "Mohammedaner".
286
am 06.11.2010 22:15:04 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Confusion hetzt am 06.11.2010 00:52:51

Der Typ spinnt

Mann, ist das ein "qualifizierter" Diskussionsbeitrag.

*kotz* Sad
Seite 1 von 2: 1 2

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