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Politik: Deutschland

Multikulti 3: Türkische Integration

Von allen Migranten und Zuwanderern sind die Türken am besten integriert…

…sollte man meinen. Doch ist das wirklich so? Nach einer von Welt-online aktuell veröffentlichten OECD-Grafik stellen die Türken mit rund 1,76 Millionen den größten Anteil aller Migranten und Zuwanderer in Deutschland. Das wirkt sich im Deutschland des 21. Jahrhunderts seit einiger Zeit auch politisch in größerem Stile aus.

Für einen größeren Teil der Gesellschaft ist, gegenüber vielen anderen Nationalitäten, das Hauptproblem die Religionszugehörigkeit der Türken zum Islam. Der Islam hat seine eigene Kultur, die uns zum Teil fremd erscheint und die deshalb von vielen abgelehnt wird. Erinnert sei dabei beispielsweise an Begriffe wie Kopftuch, Burka oder Minarett. Aber das ist nicht alleine der Grund. Islam, das wird allgemein verbunden mit Terror, mit Mord und Totschlag. Gemeint ist hier der so genannte radikal-islamische Fundamentalismus, der schon seit längerem auch in Deutschland Einzug gehalten hat. Und so tut man es sich gegenseitig schwer, miteinander in Toleranz und Frieden auszukommen.

„Denn ein schlechter Nachbar ist eine so große Plage, wie ein guter ein Segen ist.“ Dieses Zitat des griechischen Dichters Hesiod (um 700 v. Chr.) aus „Werke und Tage“ beweist, dass es praktisch schon immer Probleme zwischen Nachbarn gab. Und die sind wohl so ohne weiteres nicht aus der Welt zu schaffen. Vor allem dann nicht, wenn der Islam immer wieder neu in der Integrationsdebatte herhalten muss, wie jüngst bei den Äußerungen von Horst Seehofer (CSU).

Während seines Türkei-Besuchs diese Woche hat Bundespräsident Christian Wulff vor Pauschalurteilen in der Integrationsdebatte gewarnt und dabei Horst Seehofer zumindest indirekt gerügt. Und Wulffs Worte vom 3. Oktober, dass der Islam inzwischen auch zu Deutschland gehöre, ist in der Türkei sehr positiv aufgenommen worden, während sie in Deutschland teilweise auf deutliche Ablehnung stießen. Er wies aber auch darauf hin, dass es „in streng religiösen Milieus“ Abschottungen gebe, „die mit unserer Rechtsordnung nicht vereinbar sind.“ Auch wies er daraufhin, dass jeder, der in Deutschland leben will, auch die deutsche Sprache erlernen müsse.

Während der Rede von Bundespräsident Christian Wulff vor der türkischen Nationalversammlung allerdings herrschte nicht so recht die Etikette. Das Parlament war nicht einmal zur Hälfte besetzt und die Abgeordneten erhoben sich nur gemächlich (scheinbar unwillig?) aus ihren Sesseln als der deutsche Bundespräsident den Saal betrat und später wieder verließ. Auch klingelten während seiner Rede etliche Male die Mobiltelefone der Abgeordneten, was für sichtliche Unruhe sorgte. Nicht gerade respektvolle Umstände…

Während Christian Wulffs Worte politisch wieder etwas versöhnen sollten, gingen türkische Hacker zum Angriff über und legten am vergangenen Dienstag die Internetseiten der CDU-Landesverbände von Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern zeitweise lahm. Wer am Dienstagmorgen die Hamburger-Seiten aufrief konnte dort auf einer mit einem geringfügig veränderten Wappen des Osmanischen Reichs versehenen schwarzen Seite lesen: „Hi Hamburg: We are from Turkey“. Außerdem noch: „Hacked By GHoST61 & Emre Y“. Strafanzeige wurde gestellt.

Es war nicht das erste Mal, dass die Websites der CDU das Angriffsziel türkischer Hacker war. Bereits zu Beginn des Jahres 2008 hatte es ähnliche Angriffe gegeben, von denen auch alle Seiten der Ortsvereine betroffen waren. Damals waren türkische Flaggen und diverse Parolen in türkischer Sprache zu sehen gewesen. Der Angriff 2008 kam aus dem türkischen Ankara wie anhand der IP-Adresse herausgefunden wurde.

Für eine gute Integration werden auch diverse Integrationskurse angeboten, die eigentlich Pflicht sind. Doch rund 20 % aller Immigranten und Zuwanderer besuchen diese Kurse erst gar nicht. Das ist jeder fünfte! Die Zahl derer, die die angefangenen Kurse nicht zu Ende mitmachen und zwischendrin abbrechen liegt nach Angaben des Bundesamtes für Migration bei ca. 10 %. Damit liegt die Quote derjenigen, die dieser Integrationspflicht nicht nachkommen, bei mindestens 30 %. Das ist fast ein Drittel bzw. jeder Dritte. Trotzdem lehnt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) schärfere Sanktionen gegen solche integrationsunwilligen Migranten ab und stößt dabei, verständlicherweise, auf den Unmut der Bevölkerung. Bestehende Sanktionsmöglichkeiten wären Kürzungen der Sozialleistungen oder gar die Beendigung des Aufenthaltsstatus. Aber die bringen nichts, wenn sie nicht angewandt werden.

Wie sich Türken in Deutschland integriert haben, dass ist vor allem auch in der Politik deutlich zu sehen. Sie wollen die deutsche Politik mitgestalten, gründen ihre eigenen Parteien (s. OZ24 vom 30.04.2010 und vom 16.10.2010) oder engagieren sich sogar in den Regierungsparteien wie das bekannteste Beispiel der Politikerin Aygül Özkan zeigt. Das dies nicht immer positiv aufgenommen wird haben die Medienberichte in der Vergangenheit oft genug gezeigt…

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Schlüsselwörter: Multikulti | Integration | Migranten | Zuwanderer | Ausländer | Islam
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Kommentare

286
am 20.10.2010 22:29:00 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
„Denn ein schlechter Nachbar ist eine so große Plage, wie ein guter ein Segen ist.“

Tolles Zitat, merke ich mir, trifft auch voll den Punkt.
Die Türkei ist sicher kein guter Nachbar für uns.
Kindergaertner
am 21.10.2010 01:08:04 (80.136.255.xxx) Link Kommentar melden
Die Türkei ist doch in Ordnung. Was habt ihr denn?
317
am 21.10.2010 10:20:46 (80.237.225.xxx) Link Kommentar melden
Seine Nachbarn kann man sich nicht immer heraussuchen. In Deutschland werden viele Prozesse deswegen geführt. Noch schlimmer aber wird es, wenn sich alles im selben Haus abspielt.

Deswegen finde ich: die Türkei gehört nicht in die EU. Und die Zuwanderung von Ausländern von außerhalb der EU sollte endlich klar geregelt sowie vor allem begrenzt werden.
266
am 21.10.2010 13:58:54 (91.214.168.xxx) Link Kommentar melden
Angeblich soll Atatürk, der Vater der modernen Türkei (die derzeitige ist ja gerade nicht mehr modern durch ihren Islamismus) folgendes gesagt haben:

Seit über fünf Jahrhunderten haben die Regeln und Theorien eines alten Araberscheichs und die unsinnigen Auslegungen von Generationen schmutziger und unwissender Pfaffen in der Türkei sämtliche Einzelheiten des Zivil- und Strafrechts festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten im Leben eines jeden Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, den Schnitt seiner Kleidung, was er in der Schule lernt, seine Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken. Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. Er ist nichts anderes als eine entwürdigende und tote Sache.


http://books.goog...rch_anchor
Detlef
am 24.10.2010 22:01:25 (84.128.7.xxx) Link Kommentar melden
Ich wohne in ländlicher Gegend,ein Dorf nach dem anderen und die nächst grösste Stadt ist ca.eine Stunde entfernt.
Ich bin vor einigen Jahren dort hin gezogen weil ich meine jetzige Frau dort kennen lernte.
Die Leute dort sind sehr altmodisch erzogen und was dort das Thema Ausländer betrifft,da mag ich gar nicht darüber sprechen.
Teilweise denkt man,die Zeit wäre dort in einigen Dörfern stehen geblieben und Hitler wäre immer noch unter uns.
Da ich aber aus NRW aus einer grossen Stadt komme,kenne ich auch viele Türken,überzeugte Türken und moderne Türken.
Die modernen Türken sind mir lieber und die überzeugten Deutschen eben nicht.
Wer mich verstehen will,der hat es verstanden und wer nicht,der hat eben eine andere Meinung!
Kindergaertner
am 24.10.2010 22:20:03 (217.224.28.xxx) Link Kommentar melden
@Detlef: Ich verstehe Dich. Ich ziehe meine Grenzen auch nicht nach Kulturkreis, sondern danach ob ich jemanden mag oder nicht. Ob er nun katholisch, jüdisch oder muslimisch ist, sollte doch dabei keine Rolle spielen.
Detlef
am 24.10.2010 23:01:45 (84.128.7.xxx) Link Kommentar melden
Atatürk hat so recht, daß sogar ich es nicht besser hätte sagen können...

Nun ist eben so das es nur vermutet wird das Atatürk,dies so formuliert hat.
Eben nur eine Vermutung!
kommt123
am 24.10.2010 23:24:18 (92.224.148.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Gelöscht von OZ24 am 25.10.2010 11:10:30.
Kindergaertner
am 24.10.2010 23:35:14 (217.224.28.xxx) Link Kommentar melden
Dann kritsiere eben diejenigen, die diesen Mohammed-Kult leben. Das ist doch nur ein geringer Anteil. Es bringt uns doch nicht in der Sache voran, wenn man alle in Sippenhaft nimmt.

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