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Internet: Rund ums Internet

Yahoo und China oder Geldgier hat kein Gewissen


Ausländische Firmen wollen etwas vom boomenden Markt in China abbekommen. Der Preis ist anscheinend gering, nur um Mitarbeit wird gebeten. Verpfeifen ist ja chinesisches Gesetz, also Rechtens?

Das ist ja mal ganz bitter. Als ich gestern Abend noch kurz vorm Schlafen gehen durchs Fernsehprogramm zappte blieb ich an einer Doku über China hängen. Darin ging es um zwei Dissidenten in China, Wang Xiaoning und Shi Tao, die vom Konzern Yahoo verpfiffen wurden, weil sie unter anderem in Internetforen nicht regierungskonforme Meinungen äußerten. Wang wurde sogar gefoltert und 10 Jahre hinter Gittern gesteckt. Yahoo: "Wir haben nichts falsches gemacht und würden es wieder tun" Yahoo müsse sich an chinesische Gesetze halten. Kollaborateure im 3. Reich haben sich im Übrigen im Nachhinein auch so verteidigt. Das alles erinnert mich stark an den Spruch: "Dies alles ist schon mal passiert und wird wieder passieren." Die Menschheit wird’s nicht lernen, vielleicht für ne kurze Zeit, doch dann ist die Gier stärker.

Um überhaupt in China zugelassen zu werden, muss man mit der Regierung stark zusammen arbeiten. Anssonsten lässt einem die große chinesische Firewall nicht rein. Dies ist schon lange nicht mehr statisch und filtert nur IP Adressen raus, sie reagiert auf Schlüsselwörter. Also wird dieses Forum in China gesperrt, wenn ich den Beitrag absende. Ach ja die Technik zur Firewall und allen anderen Überwachungstechniken kommt aus dem Westen, vor allem den USA. Die Unternehmen sind nur am Gewinn interessiert. Wer es kauft und wie man es einsetzt ist egal. Skrupellos. Jeder will etwas vom chinesischen boomenden Kuchen abbekommen, blind geht man über den mit Leichen gepflasterten Weg dem Geld entgegen.

Ja inzwischen hasse ich China wieder. Erst war’s Tibet, was ich beinahe vergessen habe, nun ist der Anstoß was China und die gierigen Firmen machen. Übrigens find ich Deutschlands Vorratsdatenspeicherung auch schon sehr gefährlich auch wenn es unter dem Deckmantel "gegen den Terror" geschehen ist.

Yahoo wird nun immer mehr gemieden, boykotiert und bestehende Kunden wechseln den Anbieter. Recht so! Natürlich haben eh fast alle Dreck am Stecken, aber Yahoo wurde ertappt und rechtfertigt sich so oder besser gar nicht. Sie machen einfach weiter...

PS: Wang Xiaoning und Shi Tao sind nur eine Spitze eines Eisberges, da gibt’s noch so viele andere.

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Schlüsselwörter: China | Firewall | Yahoo | Wang Xiaoning | Shi Tao | Menschenrechte | USA
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