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Politik: Welt

Afganistan ohne wirkliche Zukunft?

Versöhnung und Intergration auch mit Taliban notwendig

www.maydaan.com
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Die Bilder brennen sich einem regelrecht ins Gehirn. Eine junge Frau wird bis zur Brust in die Erde eingebuddelt und mit einem Tuch zugedeckt. Nach einen kurzen Spruch des Richters werfen Personen nun faustgroße Steine auf dem Laib der Frau.

Was in der Sharia als Abschreckung zum Beispiel für Ehebruch gelten soll, wird in der Nicht-Islamischen Welt als brutale Grausamkeit angesehen. Diverse Menschenrechtverbände protestieren regelmäßig über die Medien gegen dieses abscheuliche Verbrechen.

Damit sich solche "Verbrechen" nicht weiterhin durchsetzten, ist die Westliche Welt vor neun ´Jahren in das Land am Hindukusch einmarschiert. Ein weiterer Grund war die Gewaltherrschaft der Taliban zu stoppen und dem Land eine Demokratie aufzuzwingen, die sich der Westlichen Welt ähnelt. Doch dieses Experiment muss in der Zwischenzeit als gescheitert angesehen werden! Immer mehr Länder ziehen bereits aus dem Land ab. Immer mehr Länder haben in der Zeit andere Sorgen als einen Kostenfaktor in Milliardenhöhe für eine – anscheinend- sinnlose Sache auszugeben. Wie bitter muss es eigentlich für das Volk sein, wenn Länder mit schwerer Waffengewalt einen sogenannten Sieg über die Taliban „feiern“, dies aber noch auf Jahre hinaus eine Demütigung darstellt?

Das die Länder auch den erneuten Wahlsieg der Regierung als Grund für einen Rückzug angeben, erscheint aufgrund der Unregelmäßigkeiten bei der Wahl mehr als merkwürdig.

Doch welche politischen Alternativen ein Land wie Afghanistan auf Dauer haben? Solange die Taliban in der Opposition sind, werden sie versuchen, mittels Kampfhandlungen die Regierung zu stürzen. Sollten sie mit in der Regierungsverantwortung sein, so muss man – ob man will oder nicht – Kompromisse eingehen. Aber wie sollen diese aussehen? Etwa so, das die Ausübung der Steinigung verboten wird, aber als Kompromiss die Mädchen vom Schulbetrieb ausgeschlossen werden? Das weiterhin ein verkleinerter Militäreinsatz in Afghanistan stattfinden muss, scheint somit nur klar zu sein, allerdings müsste dafür auch ein „Vermittlungsangebot“ an die Taliban gerichtet werden, sonst besteht für dieses Land absolut keine Grundlage mehr. Das Deutschland eine Bundeswehrdepot in diesem Land hat, scheint auch nur richtig zu sein, haben sie doch auch schon viel gutes geleistet. All denen, die das bezweifeln, sollten wenigstens einmal in ihrem leben in ein Land fahren, in denen es ähnlich zugeht wie in Afghanistan, dann würden sie ihre ablehende Haltung endgültig aufgeben.

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Schlüsselwörter: Marten J. Bruns | Roland News Bremen | Bremen | Afganistan | Nato | Steinigung
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Kommentare

506
am 09.10.2010 10:38:47 (124.160.102.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Gelöscht von OZ24 am 09.10.2010 11:15:57.
357
am 09.10.2010 14:20:07 (84.19.165.xxx) Link Kommentar melden
Die Frage, ob Verbrecher gegen die Menschlichkeit sich "gedemütigt" fühlen, kann doch wirklich kein Kriterium dafür sein, was politisch oder ethisch als falsch oder richtig anzusehen ist.

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