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Medien: Buch

Quo vadis Deutschland?

Rezension eines Buchs über notwendige Veränderungen der Demokratie

"Quo vadis Deutschland?" Diese Frage stellte die Bundeskanzlerin in Berlin am 1. Oktober 2003 im Deutschen Historischen Museum anlässlich des 13. Jahrestags nach dem Fall der Mauer. Diese Frage stellt auch Marianne Grimmenstein im Titel ihres 2008 im Steno-Verlag erschienenen Buchs mit dem Untertitel "Was sich ändern muss".

Darin beschreibt sie die Verhältnisse in Deutschland und der globalen Welt. Außerdem bietet sie Lösungsansätze dafür an.

Grimmenstein hatte für ihr Buch Hunderte von Fachleuten aus Universitäten, Fachhochschulen, Forschungsinstituten sowie Vereinen aus den verschiedensten gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Bereichen angeschrieben. Sie alle hatte die Autorin gebeten, auf ihre Fragen zu antworten.

Während des Vorbereitungsprozesses für das Buch meldeten sich aus dem Kreis der Angeschriebenen Wolfram Elsner, Johannes Heinrichs, Klaus Kairies, Christian Siewert, Klaus Wenzel und Eckhardt Wiederuh als Mitautoren. Durch ihre Fachkompetenz haben sie zum Erfolg der Studie entscheidend beigetragen.

Im Ersten Kapitel untersucht die Herausgeberin die Ursachen für das Kapiteln werden die Bereiche Soziologie, Politik, Ökonomie, Ökologie, Energie und Kreislaufwirtschaft, Gesundheitswesen und Pädagogik untersucht.

Diese Fachkapitel sind von der Autorin oder den Mitautoren eingeleitet. Danach folgen die Anfragen der Autorin und die Antworten der Fachleute. Im Resümee werden dann die Texte zusammengefasst, um sie in einem Fazit zu bewerten.

Durch die klare Gliederung der Themen und der Kapitel kann sich der Leser leicht eine Übersicht zu einem der Problemfelder verschaffen, ohne das gesamte Buch durch arbeiten zu müssen. Im Kapitel 8 "Pädagogik" gerät die Autorin in Resümee und der Analyse auch in angrenzende Bereiche, die gesagt werden müssen, weil sie besagen, wie viel noch nicht gesagt ist. Autoren könnten damit noch ganze Bücher füllen.

Das Wichtigste ist aber von den Autoren umrissen. Wir haben nicht mehr die Zeit, über Dinge nur zu sprechen, die getan werden müssen. Die Betroffenen der Verhältnisse müssen jetzt handeln, wenn sie weitere irreparable Schäden vermeiden wollen!

Bei der Lektüre fällt wiederholt auf, dass Fachleute unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen eine Welle der verbesserten Demokratisierung aus der Gesellschaft heraus anmahnen. Die Politiker haben versagt. Das Volk muss sein Geschicke selbst in die Hand nehmen! Deutschland hat sowohl von Seiten seiner Fachleute als auch aus der Bevölkerung heraus gute Lösungsansätze für seine Probleme. Was fehlt, ist der politische Wille der Machthaber, sie umzusetzen. Die Politiker sowohl in Deutschland, als auch in vielen anderen Ländern sind längst eine Parallelgesellschaft.

Wenn wir nicht länger die Herausforderungen der Gegenwart von Bürokraten verwalten lassen wollen, muss eine Debatte in Gang kommen! Dazu wünsche ich dem Buch eine Auslöserfunktion.

Die Texte haben die unterschiedlichen Autoren so geschrieben, dass sie für jeden Interessierten gut lesbar sind. Sie sind einfach, logisch und komprimiert.

Die Bevölkerung muss jetzt in eigener Verantwortung die Gestaltung aller Lebensbereiche in die Hände nehmen. Es geht nicht mehr um Anpassung des Gemeinwesens an die alten Sachzwänge. Hier geht es um einen geistig – politischen Evolutionssprung.

"Ein Problem kann nicht mit Hilfe des Bewusstseins, durch welches es herbeigeführt wurde, gelöst werden", schrieb Albert Einstein. "Quo vadis Deutschland" verhilft zu einem neuen Bewusstsein, dass nur in dem Bewusstwerden der eigenen Verantwortung und der eigenen Kraft entwickelt werden kann.

Gudrun Hoffmann - 07.09.2010

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Schlüsselwörter: Quo vadis | Deutschland
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Kommentare

Johannes Reiser
am 15.09.2010 12:33:37 (94.218.226.xxx) Link Kommentar melden
Wo waren wir 2003?
Unsere hochverehrte Frau Bundeskanzler verhinderte gemeinsam mit Anderen die Enttarnung von IM- Erika.
Wo sind wir 2010?
Unsere hochverehrte Frau Bundeskanzler verhindert gemeinsam mit Anderen die Enttarnung von IM-Erika.

Und was hat sich seit 2003 sonst noch so zugetragen?
1) Der Präsident, der vom Volk keine Mehrheit bekämme, wird von Blockparteien und von durch Blockparteien handverlesene Wahlmänner bestimmt.
2) Das Recht auf Freie Meinungsäusserung wurde so zurückgestutzt, dass es für IM-Erika und Andere erträglich scheint.
Wer seine Meinung äussert wird wochenlang öffentlich denunziert und verliert auf Geheiss von Kanzler und Präsident seinen Arbeitsplatz. Siehe Tilo Sarazzin, Eva Hermann und viele werden noch folgen. Vielleicht wird auch wieder mal jemand geheisstert?
3) Regierungsaktivitäten, ausgelösst durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, sind auf die Bedürfnisse der Banken, Konzerne und Lobbyisten abgestimmt und nicht auf die Bedürfnisse der Bürger.
4) Nachdem man dem Bürger klar gemacht hat, dass kein Geld für Steuersenkungen vorhanden ist, bewirbt man sich für die Winterolympiade. Die ersten Millionen für Vorbereitung und Werbung sind schon geflossen. Sofern man für diese Olympiade Flächen benötigt, die die rechtmässigen Besitzer nicht freiwillig zur Verfügung stellen, werden diese enteignet. (Die Erfahrungen von Klein- und Familienbetrieben mit Investitionen im Zusammenhang mit der Fussball-WM in Südafrika sind noch taufrisch!)
5) Stuttgart-21 ebenso wie die Love-Parade sind Lieblingsaufgaben für nichtsnutzige aber ergeizige Politker.
Selbstverständlich ist kein Geld vorhanden zur Modernisierung der eingleisigen Gäubahn und der Strecke Freiburg bis Villingen-Schwenningen, wo man für weniger als 100 km ca 2 Stunden benötigt.
Das Gutachten über die rechtliche Möglichkeit eines Volksentscheid zu Stuttgart-21 wurde gestern an diejenigen beauftragt, die bereits an der zweifelhaften Durchsetzung von Stuttgart-21 beteiligt waren.

usw, usw ....

Weitere Jahrzehnte dauernde Baustellen:
Steuerrecht, Rentenreformen, Gesundheitsreformen, Mindestlöhne, Hartz(-eins bis wieviel?), Ergebnisse der Pizza-Studien, und das Zuwanderungsrecht darf dank Sarazzin auch genannt werden.

usw, usw ....

Gibt es in unserem Land auch nur einen einzigen Minister, der die Frechheit und die Verlogenheit besass, unter diesen Voraussetzungen in diesem Jahr auch nur eine einzige Erfolgsmeldung abzugeben?

Das Zitat der jetzt verstorbenen Bürgerrechtlerin "Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen einen Rechtsstaat" muss vor diesem Hintergrund besonders makaber erscheinen.

In Anlehnung an das von Wächter angeführte Einsteinzitat darf der Fehler, der 1945 und 1989 gemacht wurde nicht wiederholt werden:
Weder Parteien noch Politiker dürfen an der Beseitigung der durch sie zu verantwortenden Fehler beteiligt werden.
Hartmut Holz
am 15.09.2010 16:52:24 (217.80.193.xxx) Link Kommentar melden
Geht das mit der IM Erika schon wieder los. Mensch, das sind doch alte Kamellen.
Die sollten wir nicht mehr weiterverfolgen.

Inzwischen ist es so, dass der Verfassungsschutz, in Niedersachsen, an den Schulen sogenannten Unterricht in Sachen Demokratie gibt. Und das auch in den vierten Klassen.

Hatten wir dieses nicht schon einmal? Geht es schon wieder los, dass schon Schulkinder, als IM, für den Geheimdienst - der Stasi West - angeworben werden? Das ist eines der aktuellen Probleme die unsere Republik hat.

Dann hat uns die Treuhand 250 Milliarden Schulden hinterlassen. Die Schuldigen dafür sind bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen worden.

Und dann haben wir einmal 40 Milliarden Euro an Steuergelder für die marode
Hypo Real Estate Bank übrig. Einfach unmöglich, wie hier, in Deutschland, mit
dem Geld der Einwohner und Einwohnerinnen umgegangen wird.

Es muss sich, in Deutschland, einiges ändern, sondern wird es diese Republik in Kürze nicht mehr geben. Mir scheint auch, dass vorallem im Westen ehemalige
DDR gespielt wird. Schauen wir doch einmal was dabei heraus kommt.

Aber das weiss eigentlich jedes Kind. Die Abschaffung dieser maroden Republik und schafft endlich die Stasi ab.
66
am 16.09.2010 07:45:34 (79.245.164.xxx) Link Kommentar melden
Es fällt mir auf, dass in den Kommentaren die tatsächlichen oder gefühlten Defizite der Vergangenheit aufgelistet werden. Genau solche Defizite waren die Basis der Fragen, die Grimmenstein an Fachleute gestellt und um Lösungsansätze gebeten hat.
Prof. Dr. Johannes Heinrichs sagt zu dem Buch von Frau G.:" Hier hat eine mutige Frau die Initiative ergriffen und schon einen ansehnlichen Teil geballter Fachkompetenz versammelt. Das könnte die Initialzündung werden für ein großes Kooperationsbündnis zahlreicher Köpfe mit kompatiblen Ideen."
Das heisst: Probleme der Vergangenheit sind soweit erkannt, folglich müssen JETZT die Lösungen gefunden und JETZT ungesetzt werden. Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, darum müssen wir uns jetzt zusammenschließen, um die zahlreichen Probleme aus einer "Demokratiebewegung von unten" heraus zu lösen.

Nicht morgen, sondern heute. (Wir können jeden Tag etwas dafür tun: zum Beispiel andere Menschen auf die Lösungsansätze hinweisen, uns selber täglich politisch informieren, uns selbst kontrollieren, ob unser Verhalten den Regeln einer gelebten Demokratie entspricht, den Kindern unsere geistigen Werte vermitteln usw.)

Chaims Hinweis auf Mehr Demokratie freut mich, und es gibt noch viel mehr Zusammenschlüsse und Bündnisse mit den gleichen Zielen. Wir müssen kooperieren. Nicht warten bis die anderen etwas machen und dann schimpfen- das war gestern, heute helfen wir uns selbst!
Johannes Reiser
am 16.09.2010 09:43:33 (94.218.245.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Gudrun Hoffmann,

in meinem Kommentar zum Bericht "Merkel vor der Sommerpause zieht Bilanz der Regierungsarbeit" vom 22. 7. 10 habe ich mich weit aus dem Fenster gehängt und als einfacher Normalbürger (vielleicht sehr unkonventionelle) Ansätze aufgezeigt wie man in unserem Land die Parteiendiktatur aufbrechen und die Demokratie und den Föderealismus auf dem Boden des Grundgesetzes wiederherstellen könnte.,
66
am 16.09.2010 11:02:19 (79.245.164.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Johannis Reiser! Willkommen im Boot.
Sie zitieren in Ihrem Beitrag Bärbel Bohley mit "Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen einen Rechtsstaat".
Ich hatte noch vor einiger Zeit das Glück, mit Frau Bohley über unsere Demokratie im vereinigten Deutschland zu sprechen. Wir waren uns einig, dass das sogenannte Rechtsstaat ein Surrogat von dem ist, was Menschen sich von der Demokratie wünschen.
Demokratie ist ein nie endender Entwicklungsprozess , wie ein schöner Garten. In dem Moment, in dem man glaubt, der Garten sei nun perfekt, wuchert schon wieder das Unkraut. Darum sind wir als Bürger immer gefordert, dabei mitzuwirken. Das dürfen wir den Politikern nicht weiterhin allein überlassen. Das sind die Bilder, an die ich mich erinnere, wenn ich an das Gepräch denke. Das ist für mich das Vermächtnis einer tapfere Bürgerrechtlerin.
Hartmut Holz
am 17.09.2010 16:20:58 (217.80.227.xxx) Link Kommentar melden
Frau Bohley hat völlig recht. Denn wir Bürger, von Deutschland, sollten uns massiv in das politische Geschehen einmischen und mitwirken, dass unsere Demokratie erhalten bleibt.

Was mich traurig stimmt, dass ausgerechnet der CDU Innenminister, von Niedersachsen, Uwe Schünemann, das veranlasst hat, dass Angehörige der
Stasi West - Verfassungsschutz - sogenannten Demokratie Unterricht, schon für
Schüler und Schülerinnen, in der vierten Klasse, abhalten darf.

Und diese Herrschaften, die so etwas dulden, geben sich dann super demokratie freundlich. Einfach ekelhaft.

Dagegen sollten sich schon die Eltern, der betroffenen Kinder, massiv einmischen. Denn Angehörige eines Gemeimdienstes haben einfach rein gar
nichts mehr an Schulen zu suchen.

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