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Politik: Politische Meinung

„Darf man das?“ – „Na klar!“

Gedanken zu 9/11 anläßlich geplanter Bücherverbrennungen des Koran

Koran verbrennen? - Na klar! Heult doch!
Koran verbrennen? - Na klar! Heult doch!
Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“, schrieb mein Lieblings-Deutscher Heinrich Heine im Jahr 1820, er schrieb es allerdings nicht in deutschem Zusammenhang und somit eben durchaus nicht auf Deutschland bezogen; dennoch wurde dieser Spruch ein wohlfeiler Satz, den besonders gern die andauernd – aber meist zu unrecht – sich betroffen fühlenden deutschen Gutmenschen zitieren, nämlich im Hinblick auf 1933 und damit auch im Hinblick auf jene durch die aufgehetzten NS-Deutschen inszenierten Verbrennungen politisch oder „völkisch“ nicht genehmer Bücher. Das ist zwar eine Geschichtsfälschung und insofern ein taktisch motivierter Mißbrauch meines geliebten deutschen Juden Heinrich Heine, aber was soll's. – So ist das eben mit diesen unsinnigen pseudo-historischen Vergleichen; meist wird da nämlich etwas verglichen, was nicht vergleichbar ist, so wie Gaza und das Warschauer Ghetto zum Beispiel.

Quod licet IOVI non licet bovi, sagten die Römer, wenn ein aufbegehrender pubertierender Knabe dieselben Rechte einforderte wie sein ihn noch erziehender Vater. Dieser Satz, zu deutsch was Jupiter darf, darf der Ochse noch lange nicht, wirkte rein pädagogisch viel besser als eine körperliche Züchtigung, vor allem besser – beispielsweise – als die in Deutschland inzwischen als Erziehungsmittel zwar verbotene, aber traditionell so überaus beliebte Backpfeife, Kopfnuß, Maulschelle oder Ohrfeige, da der Jupiter-Spruch den aufbegehrenden unreifen Jüngling recht locker und energiesparend auf seinen ihm gebührenden Platz verwies. Und jenen Spruch kann man genau aus diesem Grund durchaus auch den Mohammedanern sagen, vor allem dann, wenn sie in den Ländern, in denen sie ihre Scharia bereits eingeführt haben, doch von Herzen gern Christen verfolgen, Buddhisten abschlachten und Hindus diskriminieren. Solange sie Flaggen Dänemarks und der USA abfackeln, darf man auch weiterhin selbstverständlich den Koran verbrennen, warum denn nicht? Solange der fälschlicherweise als „Islam“ bezeichnete Mohammed-Kult nicht aus eigener Kraft endlich sein finsteres und menschenverachtendes Mittelalter überwindet und endlich in der Zivilisation ankommt, solange muß man ihm eben die angemessene Verachtung zeigen und von außen Widerstand bieten.

Paulus in Ephesus
Paulus in Ephesus
Es kommt bekanntlich nicht zum erstenmal vor, daß Christen zur Verbrennung des Koran aufrufen. Aus Sicht der Christen ist der Koran nämlich kein heiliges Buch, sondern ein zutiefst unheiliges, ein blasphemisches dazu; der Apostel Paulus hat damit angefangen, in der christlichen Kirche jedenfalls, Schriften aus religiösen(!) Gründen zu verbrennen. – Ein solches Ansinnen aus christlicher Perspektive heraus ist mir als jüdischem Religionswissenschaftler letztlich natürlich gleichgültig. Den Koran habe ich natürlich im Bücherregal stehen, weil ich ihn eben – neben anderen Werken anderer Religionen – einst studiert habe. Er gehört nun mal leider zu einer Literatur, die die Welt verändert hat, so wie auch „Mein Kampf“... – jenes übrigens bemerkenswert schlecht geschriebene Machwerk deutschen Ungeistes habe ich dann selbstverständlich nach der zähen Lektüre verbrannt. Warum also nicht auch den Koran? Er hat doch inzwischen in seiner aktuellen Bedeutung für Haß und Gewalt das Hitlersche Elaborat längst überflügelt. Als politisch bewußter Mensch, als Demokrat und Europäer, als Bürger dieses freiheitlichen Staates Bundesrepublik Deutschland, begrüße ich es daher, wenn man dieses widerliche Machwerk, diesen pseudoliterarischen Schund, diesen Entzündungsherd ständig neuer Infektionen entsorgt. – Das ist selbstverständlich gar kein Widerspruch dazu, die Bücherverbrennung der Nazis zu verachten. Denn der Koran erreicht nicht einmal annähernd die literarische Qualität jener Bücher, die die Nazis verbrannt haben, weil deren Autoren zum Beispiel Juden waren. Man kann hier wieder einmal nicht vergleichen, weder historsich noch gar inhaltlich qualitativ. Der Koran hat literarisch allenfalls das Niveau von Landser-Heftchen. Weg mit dem Dreck!

Heinrich Heine, deutscher Jude
Heinrich Heine, deutscher Jude
Das Thema Bücherverbrennung ist in Deutschland natürlich ein heißes Eisen... – erinnert es doch an die Bücherverbrennung der von den Nazis so genannten entarteten oder undeutschen Literatur. Mein Großvater sel. A., der diese Schandtaten öffentlich inszenierter Bücherverbrennungen der Werke von den mißliebigen Schriftstellern vor seiner Flucht aus Deutschland live miterlebt hat, hat mir oft davon erzählt, auch von seiner dadurch entstandenen Hemmung, alte Schriftstücke, seien es auch alte Hefte oder billige Taschenbücher, am Ende ihres Lebens zu verbrennen. Aus Respekt vor dem Alter habe ich damals im Gespräch nicht darauf hingewiesen, daß der Unterschied einer Begegnung zwischen beschriebenem Papier und Feuer im Vergleich zum Matsch in einer Papiermühle, also der Begegnung von beschriebenem Papier und Wasser, so groß nicht ist. Auch habe ich aus Respekt gegenüber einem Überlebenden der Shoah nicht angemerkt, daß die Bücherverbrennung eigentlich keine NS-Erfindung ist, sondern eine an sich urchristliche Sache war. – Denn darum geht es nicht, wenn jemand persönlich berichtet; man muß da also keine an sich richtigen Klärungen erzwingen, wenn es um die Schilderung von Betroffenen und um ihre Emotionen geht.

Heinrich-Heine-Zitat

Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Dieses Zitat Heinrich Heines aus seiner Tragödie Almansor (1821, erschienen 1823) behandelt – entgegen einer weit verbreiteten Annahme – nicht die vier Jahre zuvor durchgeführte Bücherverbrennung während des Wartburgfestes 1817, sondern eine Verbrennung des Korans während der Eroberung des spanischen Granada durch christliche Ritter unter dem inquisitorischen Kardinal Mateo Ximenes de Cisneros 1499/1500 (siehe oben). In Heines Toleranzstück spricht der Moslem Almansor ben Abdullah mit Hassan, der verzweifelt gegen die christliche Besatzung kämpft:

Almansor:

  • Wir hörten daß der furchtbare Ximenes,
  • Inmitten auf dem Markte, zu Granada –
  • Mir starrt die Zung im Munde – den Koran
  • In eines Scheiterhaufens Flamme warf!

Hassan:

  • Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher
  • Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Heines Zitat wird allerdings als prophetisch für die Bücherverbrennung im Mai und Juni 1933 im nationalsozialistischen Deutschland angesehen und ist auf vielen Mahnmalen und Gedenkstätten zu lesen (siehe auch Bücherverbrennung 1933 in Deutschland).

Zur Bücherverbrennung auf dem Wartburgfest äußerte sich Heine an anderer Stelle:

DDR bejubelt Bücherverbrennung
DDR bejubelt Bücherverbrennung
»Auf der Wartburg krächzte die Vergangenheit ihren obskuren Rabengesang, und bei Fackellicht wurden Dummheiten gesagt und getan, die des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren! (…) Auf der Wartburg herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anderes war als Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand, und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu erfinden wußte als Bücher zu verbrennen! Ich sage Unwissenheit, denn in dieser Beziehung war jene frühere Opposition, die wir unter dem Namen »die Altdeutschen« kennen, noch großartiger als die neuere Opposition, obgleich diese nicht gar besonders durch Gelehrsamkeit glänzt. Eben derjenige, welcher das Bücherverbrennen auf der Wartburg in Vorschlag brachte, war auch zugleich das unwissendste Geschöpf, das je auf Erden turnte und altdeutsche Lesarten herausgab: wahrhaftig, dieses Subjekt hätte auch Bröders lateinische Grammatik ins Feuer werfen sollen!«

(Heinrich Heine: Ludwig Börne. Eine Denkschrift. Viertes Buch, 1840)

Bücherverbrennung (DDR 1955), Junge Pioniere
Bücherverbrennung (DDR 1955), Junge Pioniere
Selbstverständlich war Heinrich Heine kein Prophet. Es ist also einigermaßen unsinnig, seinen Satz ständig zur Erinnerung an die Verbrechen der Nazis zu mißbrauchen. Es ist Unfug, mit diesem Satz sinnvolle Bücherverbrennungen diskriminieren zu wollen. Er hat den Satz in seinem Stück über die Inquisition nicht einmal auf seine damaligen tagespolitischen Erfahrungen bezogen, von daher taugt er nicht als Kronzeuge gegen geplante oder tatsächlich durchgeführte Koran-Verbrennungen in den USA. Die Pastoren und Christen dort mögen also in ihrem Garten verbrennen was sie wollen, davon geht die Welt nicht unter. Solange sie nur die örtlichen Gesetze und Verordnungen dabei einhalten, auch die Umweltschutzvorschriften selbstverständlich.

„Flammenmeer“
„Flammenmeer“
Heute jährt sich der von fanatischen Mohammedanern begangene Massenmord mit vier entführten Verkehrsflugzeugen in den USA, es war nicht der erste Anschlag dieser Art und wird leider nicht der letzte gewesen sein, danach folgten weitere widerliche Anschläge auf Zivilisten in London und Madrid sowie an vielen anderen Orten, das Prinzip des Terrors ist ja gerade die ziellose Gewalt gegen zivile Unbeteiligte. Das Morden wildgewordener Mohammedaner geht also weiter, es wird auch kein Ende nehmen, wenn dieser unsägliche Kult nicht selbst den Haß und den Terror in seinem Herzen ausmerzt. Wenn dieser Kult es nicht schafft, die Menschen vom irrsinnigen Jubeln abzuhalten, wenn sie die Bilder von Mord, Gewalt und Zerstörung sehen. – Es scheint nicht so, als ob die Gemeinschaft der Mohammedaner dazu willens oder in der Lage wäre, es scheint nicht so, als ob sie es begreifen wollten, wenn deutsche Türken es durch ihre offiziellen Vertreter kritisieren, daß ein Zeichner der Mohammed-Karikaturen mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet wird...

Normale und psychisch gesunde Menschen sind darüber traurig und zornig, wenn sie die Bilder und Video-Aufnahmen der Attentate von 9/11 oder der anderen Anschläge sehen; der unschuldigen Opfer ehrend zu gedenken bedeutet aber auch, die eigentlichen Ursachen jenes Terrors zu benennen: den Koran. – Der Mohammed-Kult hat eine „Kultur“ des Terrors und des Massenmords aus diesem unseligen Buch abgeleitet, ob nun aus richtigem oder aus falschem Textverständnis heraus, das ist völlig bedeutungslos: es zählen nur die Auswirkungen des Handelns, nicht die Motive oder angeblichen Begründungen. Wir müssen nicht jene armseligen Gestalten hassen, die umgekehrt uns als „Ungläubige“ beschimpfen und im Namen ihres falschen Propheten hassen... – aber wir dürfen sie verachten und bekämpfen. Eine idiotische Weltanschauung oder einen primitiven Kult zu verachten, das ist nicht justitiabel. Keine Toleranz gegenüber den Intoleranten!

Es ist zwar nicht jeder Mohammedaner ein Terrorist, aber nahezu jeder Terrorist ein Mohammedaner. Das gibt zu denken. – Ob da ein paar Koranausgaben verbrannt werden, ist angesichts dieses Fakts doch nun wirklich völlig belanglos.

  • Bildnachweis:
  • „Wenns brennt“, by Rainer Sturm/pixelio.de.
  • „Paulus in Ephesus“ (Magier verbrennen nach ihrer Bekehrung durch den Apostel Paulus in Ephesus ihre heidnischen Bücher). Datum: um 1866. Urheber: Gustave Doré. Via Wikipedia, public domain.
  • Heinrich Heine (at younger age), via Wikipedia, public domain.
  • Die Feier des Jubiläums des Wartburgfestes der studentischen Burschenschaften von 1817 war Teil der DDR-Propaganda zur Umdeutung deutscher, freiheitlicher Geschichte, Offizielle DDR-Briefmarke, Public Domain, via Wikipedia
  • Historische Originalbeschreibung: „ADN-Zentralbild / Klein / 2.6.1955 / Schmutz- und Schundliteratur auf den Scheiterhaufen warfen die Schülerinnen, Schüler und Jungen Pioniere der 18. Grundschule in Berlin-Pankow (Buchholz) am Abend des Internationalen Kindertages 1955. Sie gaben damit den Auftakt für eine Welle von Elternversammlungen, in denen ein Verbot der Schund- und Schmutzliteratur für das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik und Groß-Berlin durch ein Gesetz gefordert wird.“ Datum: 1. Juni 1955. Quelle: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-30858-001, via Wikipedia, Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland.
  • „Flammenmeer“ by Cathy Brinkmann/pixelio.de.

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Schlüsselwörter: 9/11 | Islamisierung | Mohammed | Terror | Koran | USA | Meinungsfreiheit
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Kommentare

357
am 17.09.2010 12:45:50 (84.19.165.xxx) Link Kommentar melden
Karikaturen wirken aber - politisch wie psychologisch -sicher besser als ausgerechnet Bücherverbrennungen, man muss sich ja nicht am schlechten Beispiel orientieren.
506
am 09.10.2010 10:49:49 (124.160.102.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Gelöscht von OZ24 am 09.10.2010 11:19:23.

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