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Internet: Rund ums Internet

Die alltägliche Abzocke im Internet

Das Internet ist ja im wahrsten Sinne das Medium der unbegrenzten Möglichkeiten. Fast immer kann man kostenlos zu jedem erdenklichen Thema Informationen abrufen. Ab und an gelangt man mal auf Seiten, auf denen Mann oder Frau einem Führerscheintest, die Berechnung der Lebenserwartung, die mögliche Verwandtschaft zu den Superstars überprüfen oder einen Intelligenztest durchführen kann.

Interessiert klickt man weiter, doch ohne die Eingabe der persönlichen Daten kommt man nicht weit. Da man ja einmal so weit gekommen ist gibt Mann oder Frau die persönlichen Daten ein und bevor man sich versehen hat, flattert eine saftige Rechnung ins Haus. So oder so ähnlich geht es jeden Tag Tausenden von Internetnutzern. Tief in den AGB´s der Seite versteckt, wird auf die fällige Zahlung für Inanspruchnahme der Leistungen hingewiesen. Viele werden von diesem Umstand abgeschreckt und zahlen die Rechnung und geloben Besserung für die Zukunft. Das muss aber nicht sein!

Die allgemeinen Geschäftsbedingungen sind kein Allheilmittel für unseriöse Internetseiten

Leider wissen die wenigsten Internetnutzer nicht, dass es nicht ausreichend ist, die anfallenden Kosten für die Inanspruchnahme einer Internetdienstleistung, irgendwo ganz weit unten in den AGB´s zu verstecken. Diese gängige Praxis ist irreführend und führt zum Nichtzustandekommen eines rechtsgültigen Vertrages. Das gilt auch für den Fall, dass man ausdrücklich die allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert hat. Für einen Kunden müssen die Kosten der Dienstleistung und die geltenden Bedingungen auf den ersten Blick ersichtlich sein.

Anklicken der AGB´s nicht ausreichend

Für das rechtsgültige Zustandekommen eines Vertrages im Internet reicht das einfache Anklicken der AGB´s nicht. Der Gesetzgeber sieht vor, dass der Anbieter dazu verpflichtet ist, die AGB´s separat an den Kunden zu senden. Dem Kunden soll damit die Möglichkeit gegeben werden, das ganze nochmals in Ruhe zu überdenken.

Was tun wenn man in die Falle getappt ist?

Als erstes weisen den Seitenbetreiber auf den Umstand hin, dass kein Vertrag zustande gekommen ist und man nicht gewillt ist die Forderung zu bezahlen. Teilweise sehr gut formulierte Musterbriefe kann man kostenlos im Internet finden.

Sollte dennoch ein Vertrag zustande gekommen sein, hat man die Möglichkeit aus solchen Verträgen wieder herauszukommen. Jeder im Internet geschlossene Vertrag unterliegt dem Fernabsatzgesetz. Damit haben Betroffen die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss, ohne Angabe von Gründen das ganze zu widerrufen. Dieser Widerruf sollte aber nicht per Email, sondern lieber auf dem althergebrachten Postweg erfolgen. Für die Wahrung der Frist reicht das Abschicken des Schreibens innerhalb der 14 Tage. Es muss nicht, wie so oft behauptet innerhalb von 14 Tagen bei dem Dienstleister angekommen sein. Anderslautenden Formulierungen in den AGB´s sind falsch. Oft wird in Widerrufsbelehrungen auch erwähnt, dass bei sofortiger Inanspruchnahme einer Dienstleistung das Widerrufsrecht erlischt. Auch das ist schlichtweg falsch. Diese ungültige Belehrung für dazu, dass sie innerhalb eines Jahres von diesem Vertrag zurücktreten können. Lassen sie sich nicht durch Drohungen, auch wenn diese sehr rabiat sein können (Gerichtsvollzieher, Lohnpfändung, SCHUFA-Einträge etc.) einschüchtern, das Recht ist auf ihrer Seite.

Am besten lassen sie die Finger von solchen Seiten. Sollten sie dennoch großes Interesse an einer Dienstleistung aus dem Internet haben, dann machen sie sich im Vorfeld in diversen Foren über den Anbieter schlau. Nicht alle sind schwarze Schafe und die kurze Recherche hilft ihnen, sich viel Ärger zu ersparen.

Auch im Internet gilt Omas alte Weisheit. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

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Schlüsselwörter: Internet | Abzocke | AGB | allgemeine Geschäftsbedingungen | Vertrag
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Kommentare

Sarah
am 30.01.2008 18:26:19 (91.39.181.xxx) Link Kommentar melden
Hallo,
mich würde man interessieren wie so ein Musterbrief (Was tun wenn man in die Falle getappt ist?) aussieht, wo kann ich diese finden?
Dank im Vorraus
Sarah
OZ24
am 30.01.2008 20:14:48 (77.184.187.xxx) Link Kommentar melden
Das beantworte ich mal schnell und hoffe richtig

http://www.vzsa.d...9472A.html

http://www.vzsa.d...9472A.html

ich glaub da sollten sie fündig werden.


MfG

Thurow
Tepes
am 01.02.2008 08:26:44 (77.184.183.xxx) Link Kommentar melden
Am besten bei den Verbraucherzentralen nachschauen. Einfach nach Verbraucherzentrale googlen, dann sollte man das richtige finden.

Danke an den Admin

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