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Medien: Fernsehen

Die Hitliste der deutschen Dumm-Talker... (1)

Maybritt Illner, konzeptionslos und einfältig...

Eine Nummer zu groß: (das Thema) Sarrazin
Eine Nummer zu groß: (das Thema) Sarrazin
Man braucht wirklich nicht viel Zeit, um die Produktionen und die „Gespräche“ der gelernten Journalistin und bekannten TV-„Talkerin“ Maybritt Illner journalistisch einzuordnen: als langweilig, als belanglos, als sinnlos und als eine – schon einen normal intelligenten Menschen – beleidigende Zeitvergeudung. – Ein zu hartes Urteil? Schau'n wir mal. Natürlich kann mal eine Sendung danebengehen, deswegen schaut man sich ja der Gerechtigkeit halber widerwillig auch eine zweite und dritte an; natürlich hat ein Moderator auch mal einer einen schlechten Tag erwischt (beim hier angesprochenen TV-Termin sah die Illner, geboren am 12. Januar 1965 in Ostberlin, allerdings aus wie mindestens Mitte Fünfzig; vielleicht hat ja auch die Maske geschlampt oder war von Sarrazins Freunden geschmiert), deswegen wartet man gern auf einen besseren Tag; natürlich hat man als Moderator auch mal ein Thema, das einem als Moderator persönlich oder menschlich nicht paßt, deswegen... – nein, halt, das gibt es nicht. Ein Journalist muß ebenso spannend über die Vorstandssitzung in einem Tauben- oder Kaninchenzüchter-Verein berichten können wie über einen Großbrand oder einen zutiefst unehrenhaften „Ehrenmord“ in der türkischen Parallelwelt. Ein TV-Moderator hat jedes Thema moderieren zu können, denn das Moderieren ist sein Beruf, nicht das jeweilige Thema!

Wenn man einem Journalisten und „Talkmaster“ zusieht und zuhört – also einem, der eine Runde von Gesprächspartnern moderiert, d.h. „mäßigt“ und sie anleitet in einem zielorientierten konstruktiven verbalen Austausch! – kann auch der journalistische Laie recht genau beurteilen, ob er einen Profi oder einen Dilettanten, einen intelligenten Frager und souveränen Gesprächsleiter vor sich hat... – oder vielleicht doch eher eine minderintelligente Flachpfeife im Stil eines beinahe wegen Vergewaltigung vorbestraften Andreas Türck oder des 24stündig dummgrinsenden Fischhändler-Sprößlings Oliver Geissen. Denn es gibt gewisse Regeln, die der Meister des Gesprächs, der sogenannte „Talk-Master“, beherrschen sollte: ein Moderator ist zunächst – und genau das ist übrigens der ethisch-praktische Kern dieser Rolle – in einer neutralen Position. Er muß von allen Gesprächspartnern akzeptiert sein, was bedeutet, er darf sich niemandem als Partei anbiedern. Anders herum formuliert: wenn sein journalistischer Fragestil hart und konfrontativ ist, dann muß er alle Seiten, alle Gesprächspartner gleichermaßen hart und konfrontativ anpacken. Nur diese Gleichbehandlung wirkt dann gerecht; ein hervorragendes Beispiel hierfür ist – im deutschen TV – übrigens Michel Friedman: bei ihm wurde jeder Gast angefaßt, im wörtlichen Sinn; und jeder Gast wurde hart angefaßt, im rhetorischen Sinn.

Der nächste Punkt, den ein Moderator zu leisten hat: er ist der Herr des Verfahrens. Er stellt die Fragen, er sorgt natürlich auch dafür, daß sie beantwortet werden. Er läßt sich nicht abspeisen mit Ausflüchten, Ablenkungen oder absurden Behauptungen ohne Belege. Er fragt nach, er bohrt tiefer, er konfrontiert... – die Königsdisziplin des Journalisten übrigens!

Gestresste oder um eine Antwort verlegene Politiker neigen zu Schönsprech. Zu Euphemismen oder Formulierungen, die vage und unkonkret sind und so an den harten Wahrheiten vorbeigehen, dass man sie oft nicht ernst nehmen kann.“ – Maybritt Illner am 13. Dezember 2007, zitiert als überprüftes Zitat bei Wikipedia

Individuum und soziales Netzwerk
Individuum und soziales Netzwerk
Eine solche – offenbar doch recht gedankenlos gemachte – Äußerung einer Moderatorin über sich und ihr Rollenverständnis ist ein starkes Indiz für ihre doch ganz erheblichen Defizite in dieser Rolle und eine solche Äußerung wirkt im Prinzip wie ein journalistischer Offenbarungseid; denn die Moderatorin wäre ja genau in der machtvollen Position, ein solches Politiker-Dummgeschwätz in der Öffentlichkeit aufzudecken, es wäre ihr Job, den der Zuschauer für seine GEZ-Gebühr erwarten darf, dafür wird sie nicht schlecht bezahlt! Es geht also hier gerade nicht um das Nicht-Ernstnehmen, sondern genau um dessen Gegenteil: schwammige Formulierungen zu hinter-fragen, das Verborgene zu ent-bergen, zu ent-decken. Maybritt Illner, als studierte Journalistin, sollte sich dazu vielleicht doch Rat holen bei Sokrates und bei Heidegger, um ihrer Aufgabe wenigstens im Ansatz gerecht zu werden.

Das dritte Qualitätskriterium liegt darin, ob es dem Moderator gelingt, dafür zu sorgen, daß alle seine Teilnehmer zu Wort kommen, ohne daß die anderen ständig dazwischenquatschen. Hier zeigt sich sein standing, sein Durchsetzungsvermögen. Der Moderator ist das Alphatier per definitionem, sogar ein eher weicher Mensch wie Frank Plasberg bekommt so etwas auf die Reihe, des öfteren sagt er bereits: „Sie sind hier bei mir zu Gast, deswegen stelle ich die Fragen!“, oder auch schon einmal: „lassen Sie bitte die anderen jetzt einmal ausreden!“, und es gab sogar auch schon den Satz: „ich entziehe Ihnen hiermit das Wort, Sie reden mir jetzt hier nicht mehr dazwischen!“... – dies alles kann man übrigens durchaus auch verbindlich lächelnd vortragen. Führen muß man auch wollen, nannte der von der RAF ermordete Alfred Herrhausen diese Vorbedingung eines Menschen, der ein Gespräch (oder andere Menschen!) führen will.

Einmal davon abgesehen, daß Maybritt Illner eine der schlechtesten der schlechten Moderatoren ist, war die Sendung ein Graus. Diese komisch-daueraggressive Tusse, die keinen hat ausreden lassen (Politologin Naika Foroutan), durfte ungebremst alles dominieren, Broder wirkte dabei merkwürdig zahnlos und lediglich der Schweizer Journalist Roger Köppel hat es – als sie einmal Luft holen mußte – präzise auf den Punkt gebracht:Ich fühle mich als Schweizer von Ihnen diskriminiert, weil Sie mich nicht einmal ausreden lassen.

Chaim Levinson am 3. September 2010 um 06:38, Quelle: www.steinhoefel.de/blog/2010/09/

Soziogramm
Soziogramm
Das vierte und letzte Kriterium zur Beurteilung der journalistischen Sorgfalt und der psychologisch ausgewogenen Gesprächsführung eines Moderators liegt auf der soziologischen und auf der gruppendynamischen Ebene. Ohne großartige wissenschaftliche Ausbildung kann das jeder Zuschauer nun recht leicht prüfen und somit feststellen: sind die Rede-Anteile ausgewogen? Wird jeder Teilnehmer einbezogen? Ist das wirklich ein Gespräch? Oder handelt es sich um einen inszenierten Schauprozeß?

Das Verfahren ist ganz einfach: man setzt sich mit einem Blatt Papier und einem Stift vor den Fernseher. Zur Vorbereitung zeichnet man den Moderatoren (M) und die Teilnehmer A, B, C... usw. in Kreisform, wie aus der Vogelperspektive auf einen runden Tisch. Nun wird für jede verbale(!) Äußerung eine Linie mit Pfeil vom Sprecher zum Angesprochenen gezogen, die verbalen Interaktionen werden also grafisch festgehalten. Sind mehrere Personen angesprochen von M, dann wird für jede Person entsprechend ein Pfeil gemacht.

Das geht recht flott und ergibt eine erste Einschätzung. Fortgeschrittene können auch Symbole anbringen wie einen Blitz für eine Aggression oder eine Beleidigung, auch ein passendes Smiley. Einfach mal ausprobieren, es muß ja nicht gleich wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. – In der Sendung am 2. September 2010 jedenfalls wäre die Moderatorin fast nicht vernetzt in der grafischen Darstellung, dafür jedoch die mohammedanische Exil-Iranerin Dr. Naika Foroutan, die weder Henryk Broder noch Roger Köppel zu Wort kommen ließ und auch nicht ansatzweise von der Pseudo-Moderatorin Maybritt Illner in die Schranken gewiesen wurde. Nebenbei war es aber insofern informativ und lehrreich, als ich ausgerechnet von dieser dominant-aggressiven Dame den mir bis gestern unbekannten Ausdruck „Herkunftsdeutscher“ hören mußte. Toll…! Bei Google findet sich dazu noch nichts, aber in der nächsten Duden-Ausgabe ist der Begriff sicher bereits etabliert. – Wie in 1984 beschrieben: Gehirnwäsche geht immer über die Sprache!

Fazit:

...ihre allerdümmste Frage, wie peinlich...
...ihre allerdümmste Frage, wie peinlich...
Eine konzeptions- und vor allem eine derartig hilflose und offenbar rein intellktuell völlig überforderte Moderatorin Maybritt Illner? – Braucht kein Mensch. Eine ihrer wirklich allerdümmsten Fragen war (im konkreten Fall an ihren Gast Henryk M. Broder, der auch entsprechend dieser ersichtlichen Dummheit deutlich reagierte, wie man visuell im Video wahrnehmen kann):

Ist etwas schon automatisch klug und schlau, wenn es nicht politisch korrekt ist?

Über die diesem Satz innewohnende Dummheit und Demagogie könnte man eigentlich ein ganzes Buch schreiben; allein die Vermischung der Begriffe „klug“ und „schlau“ würde die Gebrüder Grimm sich im Grabe drehen lassen. Auch die „automatische“(!) Klug- oder Schlauheit wäre zwar – rhetorisch gesehen – einige Sarkasmen oder ironische Nachfragen wert, ist aber eigentlich doch nur ein Fall fürs politische Kabarett. – Denn jeder normale Arbeitnehmer würde für eine solche blöde Geschäftsschädigung eine fristlose Kündigung bekommen.

YouTube Video

  • Bildnachweis:
  • Ein screenshot von www.youtube.com/user/maybritillner am 03.09.2010 08:10
  • An example of a social network diagram. Datum: 30. Januar 2007. Urheber: User Wykis. Via Wikipedia, public domain bzw. geringe Schöpfungshöhe.
  • „Soziogramm einer Kleingruppe“. Das Diagramm wurde erstellt von Wydoi, via Wikipedia, „Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Unported“-Lizenz version 3.0 u.a.
  • Screenshot von www.youtube.com/user/maybritillner am 05.09.2010 19:49

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Schlüsselwörter: GEZ | TV | Talkshow | Sarrazin | Michel Friedman | Maybritt Illner | SED | Stasi
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