Medien: Kino

The Expandables

28.08.2010 12:49:14 eingesandt von Rene Thurow für OnlineZeitung 24.de

Filmplakat Expandables
Filmplakat Expandables
Normalerweise spielen in einem erfolgreichen Kinofilm ein oder maximal zwei Filmstars mit, derer Rest der Rollen wird durch mehr oder weniger bekannte Schauspieler besetzt, die bei weitem nicht das Starpotential der Hauptdarsteller haben. Das Konzept hat sich bewährt und es besteht eigentlich kein Grund daran etwas zu ändern. Seit Donnerstag läuft nun ein Film in den deutschen Kinos der mit diesem Prinzip bricht und mit einem Staraufgebot auffährt, das locker für 10 Filme reichen würde. Ist der Film dadurch viel besser als die anderen?

Die Besetzungsliste des Films „The Expandables“ liest sich wie das who is who der Actionfilme der letzten 3 Jahrzehnte. Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis, Jet Li, Jason Statham, Dolph Lundgreen, Mickey Rouge und Steve Austin, sie alle standen für ein und denselben Film vor der Kamera. Das Drehbuch stammt von Stallone der auch Regie führte.

Die Handlung des Films ist eigentlich völlige Nebensache und reduziert sich auf folgende Inhalte:

Dennoch hat der Film einen Charme der Actionfans in seinen Bann ziehen wird. Es wird nicht an Wortwitz gespart und die Actionszenen sind erstklassig und vor allem handgemacht. Da wird nicht viel mit dem Computer nachgeholfen, wie heute so oft üblich.

Der eigentliche Höhepunkt des Filmes ist aber eine Szene in der Sylvester Stallone, Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger aufeinander treffen. Die Anspielungen die in diesen kurzen Szenen gemacht werden sind wirklich köstlich. Da sagt Schwarzenegger zu Stallone „Mein Freund liebt es, im Dschungel zu spielen, nehmt ihn“ in Anspielung auf seine Filmrolle als John Rambo. Stallone kontert ein zwei Sätze später „Er will Präsident der Vereinigten Staaten werden“ in Anlehnung auf Schwarzeneggers politische Karriere. Auch das kurze Wortgefecht zwischen Stallone und Schwarzenegger über ihre Figur ist witzig und sehenswert. Für diese Szenen wurden die Dreharbeiten extra in die frühen Morgenstunden(4-5 Uhr) verlegt, damit auch Schwarzenegger die Zeit hat, sich an dem Film zu beteiligen.

Ich hätte nicht gedacht das heutzutage ein solcher brachialer Actionkracher der alten Schule eine Chance in den Kinos bekommt. Testosterongeladen, wenig Handlung und viel Selbstironie, angefangen beim Filmnamen (The Expendables =die Entbehrlichen) ein Konzept was gefällt und lange in den Kinos vermisst wurde.