Politik: Europa

Danke, Herr Sarrazin!

Klarheit wird diffamiert, Wahrheit wird geleugnet – warum eigentlich?
28.08.2010 12:48:56 eingesandt von I. Mayer(Account gelöscht) für OnlineZeitung 24.de

Das neue Buch
Das neue Buch
Thilo Sarrazin (SPD) neues Buch „Deutschland schafft sich ab“, das noch gar nicht auf dem Markt ist, läßt die Wellen hoch schlagen. Das ist ein gutes Zeichen. Denn es ist ein Ausdruck von Interesse und Wertschätzung. Die meisten Deutschen stimmen den bisher veröffentlichten Äußerungen, mit denen er scharfzüngig die fehlende Integration eines Großteils der türkischen und arabischen Zuwanderer in Deutschland beklagt, zu. Sarrazin sagt also das, was die meisten Deutschen seit Jahren denken. Sie denken es, weil sie es erleben. Sie erleben es, weil es so ist. Warum also die Aufregung? Warum erklärt man Sarrazin und damit die meisten Deutschen zu Rassisten?

Weil es so schön einfach ist, jemanden, dem man inhaltlich nichts entgegenzusetzen hat, durch einen so bequem zu nutzenden Begriff mundtot zu machen. Man braucht auf den Inhalt und die Argumente der Äußerungen Sarrazins erst gar nicht einzugehen, der Mann ist ja angeblich Rassist. Aber es kommt noch besser: jetzt erklären ihn Türken & Co. zum „intellektuellen Rassisten“. Was das wohl sein soll? Noch besser, man wirft Sarrazin vor, er betreibe „kruden Biologismus“ und „Proto-Rassismus“, noch schlimmer gar, er hielte „Intelligenz für intellektuell“ (Quelle).

Der Grund für derlei Attacken liegt doch auf der Hand: die Wahrheit tut weh. Wer erwischt wird, der schreit laut, ist aufgebracht, geht zum Gegenangriff über: „Haltet den Dieb!“, schreit der Dieb, um von sich abzulenken. So handeln derzeit die Türken in Deutschland, allerdings nur solche, die die Wahrheit leugnen. Die integrierten Türken, die mit den guten Sprachkenntnissen, die Unternehmer und Steuerzahler, die Gebildeten – sie schweigen, weil sie sich gar nicht angesprochen fühlen. Sind sie ja auch nicht.

Unabhängig von diesem bodenlosen Unfug, von diesen absurden Wortklaubereien und albernen Wortverdrehungen seiner verleumderischen Kritiker hat Sarrazin – leider, leider – völlig recht: es gibt dumme und kluge Menschen, faule und fleißige, unverschämte Hartz-IV-Genießer und strebsame Steuerzahler. Es lassen sich in unterschiedlichen Ethnien sogar jeweils unterschiedliche Anteile dieser Menschen nachweisen, statistisch. Was daran Rassismus sein soll, wird das Geheimnis der Sarrazin-Kritiker bleiben. Ein kluger, fleißiger und strebsamer Steuerzahler wird, unter diesen Umständen, die wir derzeit in Deutschland haben, sich gern als „intellektueller Rassist“ beschimpfen lassen.

Viel wichtiger und sinnvoller wäre es, wenn die Deutschen endlich einmal darüber nachdächten, wie sie die Einwanderung regeln wollen und welche Voraussetzungen jemand braucht, um die deutsche Staatsangehörigkeit zu erhalten. Deutschkenntnisse sollten dafür eigentlich selbstverständlich sein. Die türkischen Verbände in Deutschland jedoch sollten sich – statt Sarrazin zu schelten – lieber um eine Bildungs- und Sprachoffensive in den eigenen Reihen bemühen.

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